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Balearen-Kinos: 188.889 Euro Förderung soll zurück

Verantwortlich für den Inhalt: Frank Menze

Für die Kinos auf den Balearen stehen 188.889 Euro an Fördermitteln im Streit. Der Verband der Kinounternehmen der Balearen kritisiert, dass das Instituto de la Cinematografía y las Artes Visuales (ICAA) vom Govern die vollständige Rückzahlung der Hilfen für Kinosäle und Publikumsarbeit 2025 verlangt. Das ICAA gehört zum Kulturministerium der spanischen Regierung.

Streit über die Förderfrist

Nach Darstellung des Verbands enthält die damalige Vereinbarung für die Geldübertragung nur eine Frist: Die Hilfen mussten vor dem 31. Dezember 2025 ausgeschrieben sein. Die Ausschreibung sei fristgerecht veröffentlicht worden.

Der Verband wirft dem ICAA vor, nachträglich eine weitere Bedingung anzuwenden. Demnach sei für 2025 weder verlangt worden, dass das Vergabeverfahren bis Ende des Jahres abgeschlossen sein musste, noch dass die Hilfen in diesem Zeitraum bewilligt sein mussten. Der Beschluss über die Vergabe fiel laut Verband erst im März 2026 – über die gesamte Summe der Ausschreibung.

Verband verlangt Überprüfung

Das Institut für Kulturindustrien der Balearen (ICIB) habe die damals geltende Vorgabe erfüllt, betont der Verband. Die Organisation hält die Rückforderung deshalb für unverhältnismäßig, weil das Geld letztlich für den vorgesehenen kulturellen Zweck eingesetzt worden sei.

Der Verband fordert eine Überprüfung. Eine Bedingung, die ausdrücklich für die Geldübertragungen 2026 eingeführt worden sei, dürfe aus seiner Sicht nicht rückwirkend auf die Verwaltung der Hilfen von 2025 angewandt werden. Sonst würden die Kinosäle des Archipels durch eine Verwaltungsfrage belastet.

Themen: Gerichtsprozesse · Tourismus · Kultur · Politik

Quelle: Europa Press / Mallorca.com