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50 Millionen Fluggäste: Prohens kritisiert Balearen-Kurs

Verantwortlich für den Inhalt: Frank Menze

Die Aussicht auf 50 Millionen Passagiere an den Flughäfen der Balearen im Jahr 2031 erschreckt Regierungschefin Marga Prohens. Am Mittwoch kritisiert sie die Prognose nach einer Präsentation von Mietwohnungen in Petra auf Mallorca. Grundlage der Zahl ist ein Dokument zur Regulierung der Flughäfen für die Jahre 2027 bis 2031.

Archivo - La presidenta del Govern, Marga Prohens.
Europa Press

Prohens nennt die Prognose eine Politik gegen die Begrenzung des Tourismus. Sie beklagt, dass die Balearen weder zur Passagierzahl noch zu dem Dokument oder zu Flughafenerweiterungen befragt worden seien.

Kritik an Madrid und den Parteien

Die Regierungschefin wirft der spanischen Regierung, der PSOE und Sumar Més vor, die Flughäfen der Balearen vor allem als Einnahmequelle zu betrachten. Das Dokument sei über Medien bekannt geworden, sagt Prohens. Sie sei darüber verärgert, aber nicht überrascht.

Prohens verweist auf Maßnahmen ihrer Regierung: die Begrenzung der Unterkunftskapazität, eine Vereinbarung zur Verringerung der Kreuzfahrtpassagiere und das Verbot neuer Ferienwohnungen. Bis zum Ende der Legislaturperiode soll zudem die Begrenzung der Autos auf allen vier Inseln gelten.

Mehr Mitsprache bei den Flughäfen

Für Prohens gewinnt deshalb ein Gesetz zur Mitverwaltung der Flughäfen weiter an Bedeutung. Die Balearen müssten bei Entscheidungen mitreden können, ohne die Einnahmen des Betreibers zu gefährden, sagt sie.

Auch die mallorquinische Staatssekretärin für Tourismus, Rosario Sánchez, nimmt Prohens in die Kritik. Sie bedauert, dass ausgerechnet eine Mallorquinerin für die Tourismuspolitik der spanischen Regierung verantwortlich sei.

Themen: Wohnen & Immobilien · Tourismus · Politik · Wirtschaft · Petra

Quelle: Europa Press / Mallorca.com