Spaniens Wirte wollen 10 Prozent Mehrwertsteuer sichern
Spaniens Wirte wollen den ermäßigten Mehrwertsteuersatz von 10 Prozent für die Gastronomie absichern. Ihr Verband Hostelería de España hat den Parteien vor der nächsten Parlamentswahl 30 Vorschläge geschickt und um Gespräche gebeten. Das teilte die Organisation am 27. Oktober in Madrid mit. Konkrete Maßnahmen für Mallorca nennt sie nicht.
Weniger Kosten für Betriebe
Neben dem Schutz des Steuersatzes fordert der Verband, den zusätzlichen Sozialversicherungsaufwand für Aushilfskräfte abzuschaffen. Außerdem will er den Wert von Essensgutscheinen auf 14 Euro anheben und steuerlich absetzbar machen.
Weitere Vorschläge betreffen die Einstellung von Personal, den Umgang mit saisonaler Arbeit und einfachere Verfahren für kleine Betriebe. Auch für klimabedingte Notlagen und Naturkatastrophen fordert der Verband einen Plan zum Schutz von Arbeitsplätzen.
Hoffnung auf die Wahl, Sorge ums Geschäft
Der Verband stützt seine Forderungen auf eine Befragung: 54,7 Prozent der befragten Gastronomen glauben, dass die kommende Parlamentswahl das Vertrauen der Verbraucher und ihre Ausgaben in der Gastronomie stark oder ziemlich stark fördern kann. 38 Prozent erwarten dagegen wenig oder gar keinen Einfluss.
Beim Blick auf das eigene Geschäft überwiegt die Vorsicht. 52,3 Prozent der Betriebe gehen die kommenden zwölf Monate zurückhaltend an, 27,2 Prozent mit Sorge oder großer Sorge. Der Verband will seine Vorschläge nun mit den Parteien besprechen und in die politische Agenda der nächsten Legislaturperiode einbringen.
Themen: Gastronomie · Wirtschaft
Quelle: Europa Press / Mallorca.com