142 Weinflaschen auf Menorca: Herkunft unter Verdacht
Bei zwei Kontrollen auf Menorca haben Inspektoren 142 Weinflaschen wegen des Verdachts auf falsche Angaben zur Herkunft sichergestellt. Die Prüfung begann am 21. September in einem Restaurant, dessen Karte einen Wein als Produkt aus Menorca auswies. Die anschließende Kontrolle führte auch zu einem lokalen Händler.
Nach den Überprüfungen stellten die Kontrolleure fest, dass der im Restaurant als Wein aus Menorca angebotene Wein auf der spanischen Halbinsel hergestellt wurde. Die Flaschen aus dem Restaurant kamen von dem lokalen Händler. Insgesamt erfassten die beiden Maßnahmen 105 Flaschen Weißwein und 37 Flaschen Rotwein.
Kontrolle im Restaurant führt zum Händler
Den Einsatz führte der Dienst für Kontrolle und Qualität von Agrarlebensmitteln des Regionalministeriums für Landwirtschaft, Fischerei und Umwelt durch. Weil die zunächst im Restaurant stillgelegten Flaschen von einem örtlichen Vertrieb stammten, weiteten die Kontrolleure ihre Prüfung auf diesen Händler aus.
Landwirtschaftsminister Joan Simonet erklärte, der Schutz lokaler Produkte bedeute auch, gegen die missbräuchliche Nutzung geografischer Bezeichnungen der Balearen vorzugehen. Damit sollen Verbraucher verlässliche Angaben über die Herkunft erhalten und lokale Erzeuger vor unlauterem Wettbewerb geschützt werden.
Strafen von 3.000 bis 60.000 Euro möglich
Bei möglichen Unregelmäßigkeiten wollen die Kontrolleure die Herkunft eines Produkts weiter prüfen und verhindern, dass es mit falschen Informationen weiter verkauft wird. Die Vorschriften zur Qualität von Agrarprodukten sollen korrekte Verbraucherinformationen sichern und regelkonform arbeitende Betriebe schützen.
Die bei einer Inspektion festgestellten möglichen Verstöße können Verwaltungsverfahren nach sich ziehen. Bei schweren Verstößen sieht die geltende Regelung Geldstrafen zwischen 3.000 und 60.000 Euro vor.
Themen: Landwirtschaft · Gastronomie · Politik
Quelle: Europa Press / Mallorca.com