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Klimatabelle Mallorca: Alle Wetterdaten im Jahresüberblick

Klimatabelle Mallorca: Alle Wetterdaten im Jahresüberblick

Wer eine Reise nach Mallorca plant oder über einen Umzug nachdenkt, möchte wissen, was ihn in welchem Monat erwartet. Die Klimatabelle für Mallorca liefert dafür verlässliche Anhaltspunkte: Lufttemperatur, Wassertemperatur, Niederschlag, Sonnenstunden und weitere Größen für jeden Monat des Jahres, erhoben an der Station Palma über einen langjährigen Beobachtungszeitraum. Dieser Artikel erklärt, wie Sie die Tabelle lesen, was die einzelnen Werte im Alltag bedeuten, welche Besonderheiten das mallorquinische Klima prägen und wo die Grenzen der Messreihe liegen.

Klimatabelle: Mallorca im Jahresüberblick

Die Klimatabelle fasst die wichtigsten Wetterdaten Mallorcas in zwölf Monatsspalten zusammen: Tageshöchsttemperatur, Tagestiefsttemperatur, Monatsmitteltemperatur, Wassertemperatur, Niederschlagsmenge, Anzahl der Regentage, tägliche Sonnenstunden, relative Luftfeuchtigkeit, mittlere Windgeschwindigkeit und die Tageslichtdauer. Ergänzt wird sie durch Jahreswerte wie die Gesamtsonnenstunden, die Regentage im Jahr, die Jahresniederschlagsmenge sowie zwei unterschiedliche Mittelwerte der Temperatur. Grundlage der Zahlen ist die Wetterstation Palma, die als Referenzpunkt für die Insel dient, weil sie am längsten und durchgängigsten gemessen wird. Die Werte beziehen sich auf eine mehrjährige Normalperiode, also einen Durchschnitt über einen langen Zeitraum, der einzelne ungewöhnliche Jahre ausgleicht und ein realistisches Bild des typischen Wetters liefert, nicht das Wetter eines bestimmten Jahres.

Beim Lesen der Tabelle lohnt sich ein genauer Blick auf die drei Temperaturspalten, denn sie beschreiben unterschiedliche Dinge. Die Tageshöchsttemperatur ist der Wert, der an einem durchschnittlichen Tag des jeweiligen Monats am Nachmittag erreicht wird, der wärmste Moment des Tages. Die Tagestiefsttemperatur dagegen ist der kühlste Wert, der meist kurz vor Sonnenaufgang gemessen wird. Das Monatsmittel liegt zwischen beiden und bildet den Durchschnitt über den gesamten Tages- und Nachtverlauf ab, es beschreibt also, wie warm es im Schnitt über den ganzen Tag ist, nicht nur zur wärmsten Tageszeit. Im Juli etwa liegt die Tageshöchsttemperatur bei 29,7 °C, während das Monatsmittel mit 24,0 °C spürbar darunter bleibt.

Genau hier entsteht der häufigste Fehler in Klimavergleichen: Wird das Mittel der Tageshöchstwerte über das ganze Jahr gebildet, ergibt sich eine Zahl, die deutlich über der tatsächlichen Jahresmitteltemperatur liegt, denn sie berücksichtigt ausschließlich die wärmsten Momente jedes Tages und blendet die kühleren Nacht- und Morgenstunden aus. Auf Jahresebene zeigt sich das deutlich: Die echte Jahresmitteltemperatur liegt bei 16,6 °C, während das Mittel der Tageshöchstwerte mit 21,9 °C um einige Grad darüber liegt. Wer ein Reiseziel mit diesem höheren Wert bewirbt und ihn als Jahresdurchschnittstemperatur ausgibt, vergleicht unfair gegen Orte, die korrekt mit dem echten Mittelwert angegeben werden. Auf mallorca.com finden Sie deshalb beide Größen getrennt ausgewiesen, damit Sie wissen, welche der beiden Sie gerade vor sich haben.

Temperaturen auf Mallorca im Jahresverlauf
Temperaturen auf Mallorca im Jahresverlauf — Datenbasis: AEMET-Normalperiode 1991-2020, Station Palma
MonatTagNachtWasserSonne/TagRegentageRegenLuftfeuchte
Januar15,4 °C5,2 °C14,5 °C5,5 h643 mm76 %
Februar15,7 °C5,0 °C13,7 °C6,1 h532 mm74 %
März17,6 °C6,4 °C13,9 °C6,7 h528 mm71 %
April19,3 °C8,0 °C14,9 °C7,3 h639 mm70 %
Mai22,7 °C11,4 °C17,0 °C9,4 h430 mm68 %
Juni26,9 °C15,6 °C21,0 °C10,4 h216 mm64 %
Juli29,7 °C18,4 °C24,3 °C11,1 h17 mm63 %
August30,2 °C19,0 °C26,2 °C10,3 h221 mm65 %
September27,0 °C16,6 °C24,7 °C7,9 h451 mm70 %
Oktober23,2 °C13,4 °C22,0 °C6,4 h767 mm74 %
November19,1 °C9,1 °C18,7 °C5,4 h651 mm76 %
Dezember16,2 °C6,6 °C16,0 °C4,9 h653 mm76 %

Was die Zahlen im Alltag bedeuten

Zahlen werden erst dann nützlich, wenn man sie in Erfahrung übersetzt. Baden fühlt sich meist erst dann wirklich angenehm an, wenn die Wassertemperatur ein Niveau erreicht, das Sie nicht mehr als kühl empfinden. Im Juni liegt das Meer bei 21,0 °C, richtig warm wird es dann im Hochsommer, wenn der August mit 26,2 °C seinen Höhepunkt markiert. Wer im Mai schon ins Wasser möchte, muss mit 17,0 °C rechnen, spürbar frischer als im Sommer, aber für viele schon gut auszuhalten.

Für Wanderungen in der Serra de Tramuntana oder ausgedehnte Spaziergänge zählt weniger die Wassertemperatur als die Tageshöchsttemperatur der Luft. Im Juli und August, wenn die Tageshöchstwerte 29,7 °C beziehungsweise 30,2 °C erreichen, wird längeres Gehen in der Mittagssonne anstrengend, besonders auf steinigen, schattenlosen Pfaden. Wer wandern möchte, weicht in dieser Zeit besser auf die frühen Morgenstunden aus oder verlegt anspruchsvollere Touren auf Monate wie den April oder Oktober, wenn die Höchstwerte bei 19,3 °C beziehungsweise 23,2 °C liegen und die Luft insgesamt milder bleibt.

Abends kann es selbst im Sommer kühler werden, als man tagsüber erwartet, vor allem außerhalb der Küstenorte oder wenn Wind aufkommt. Im Winter wird eine Jacke fast zur Pflicht: Die Tagestiefstwerte sinken im Januar auf 5,2 °C, und wer abends unterwegs ist, spürt die Kühle deutlich, auch wenn tagsüber die Höchstwerte mit 15,4 °C noch mild wirken. In den Übergangsmonaten März und November lohnt sich ein Blick auf die Tiefstwerte, bevor man ohne Jacke losgeht.

Regen ist auf Mallorca nie das dominierende Thema, aber er verteilt sich sehr ungleich über das Jahr. Im Hochsommer, etwa im Juli, fällt kaum Niederschlag, die Insel zählt in diesem Monat gerade 1 Regentag, sodass Regen für die Urlaubsplanung praktisch keine Rolle spielt. Anders im Herbst: Der Oktober bringt mit 67 mm deutlich mehr Niederschlag, verteilt auf 7 Regentage, oft in Form kräftiger, aber kurzer Schauer oder Gewitter, die den restlichen Tag meist unberührt lassen.

Besonderheiten des mallorquinischen Klimas

Mallorcas Klima unterscheidet sich in mehreren Punkten spürbar von dem, was man vom spanischen oder französischen Festland am Mittelmeer kennt, und die Ursache liegt vor allem in der Lage mitten im Meer. Wasser erwärmt sich viel langsamer als Land, speichert die aufgenommene Wärme aber auch viel länger. Diese physikalische Trägheit sorgt dafür, dass sich das Meer rund um die Insel im Frühjahr nur zögerlich erwärmt, selbst wenn die Luft an Land schon deutlich wärmer wird. Deshalb bleibt das Baden im Frühling oft noch kühl, obwohl die Sonne bereits kräftig scheint. Im Herbst kehrt sich der Effekt um: Das Meer hat über den Sommer so viel Wärme gespeichert, dass es diese noch weit in den Oktober und teilweise bis in den November hinein abgibt, während die Luft bereits spürbar abkühlt. Diese Verzögerung von einigen Wochen zwischen Lufttemperatur und Wassertemperatur ist einer der prägendsten Effekte des Inselklimas.

Eine zweite Besonderheit liegt im Relief der Insel selbst. Die Serra de Tramuntana im Nordwesten wirkt wie eine Wetterscheide zwischen Küste und Küste. Feuchte Luftmassen, die aus Nordwesten heranziehen, werden an den steilen Hängen des Gebirges zum Aufsteigen gezwungen, kühlen dabei ab und regnen sich dort ab, bevor sie die südöstlichen Landesteile erreichen. Das erklärt, warum die Nordwestküste rund um Sóller oder das Gebirge selbst spürbar mehr Niederschlag erhält als die Ebene um Palma oder der Osten der Insel, obwohl beide Regionen nur wenige Kilometer Luftlinie voneinander entfernt liegen.

Im Winter macht sich diese Gebirgslage noch auf andere Weise bemerkbar: durch den Tramuntana, einen kalten, oft kräftigen Fallwind, der aus Norden über die Berge herabströmt. Er entsteht, wenn sich über dem europäischen Festland kalte Luft aufbaut und über das Mittelmeer Richtung Süden strömt, dabei durch die Kanalisierung zwischen Pyrenäen und Alpen zusätzlich beschleunigt wird und schließlich mit Wucht auf die Balearen trifft. An Tagen mit Tramuntana kann sich die Temperatur deutlich kälter anfühlen, als es das Thermometer anzeigt, und auch der Bootsverkehr sowie Flugverbindungen können beeinträchtigt sein.

Der Hochsommer wiederum ist geprägt von einer ausgesprochenen Trockenheit, die auf das großräumige Hochdrucksystem zurückgeht, das sich in dieser Jahreszeit über dem westlichen Mittelmeer festsetzt und Regenwolken zuverlässig fernhält. Diese stabile Wetterlage sorgt für die langen, verlässlich sonnigen Tage, für die die Insel bekannt ist, lässt aber auch Böden und Vegetation über Wochen ohne nennenswerten Niederschlag zurück.

Sonnenstunden und Tageslicht auf Mallorca
Sonnenstunden und Tageslicht auf Mallorca — Datenbasis: AEMET-Normalperiode 1991-2020, Station Palma

Saisonale Wettermuster

Der Winter auf Mallorca ist mild im Vergleich zu Mitteleuropa, aber nicht warm im mediterranen Sinne des Hochsommers. Die Tageshöchstwerte bewegen sich im Januar um 15,4 °C, nachts kühlt es auf 5,2 °C ab, und gelegentlicher Tramuntana-Wind lässt es sich kälter anfühlen, als die Zahlen vermuten lassen. Regen fällt in dieser Jahreszeit regelmäßiger als im Sommer, wenn auch selten tagelang am Stück, der Dezember zählt 6 Regentage, verteilt auf meist kürzere Schauer.

Im Frühjahr steigen die Temperaturen zunächst nur langsam. Die Luft erwärmt sich von Monat zu Monat spürbar, im April erreichen die Höchstwerte bereits 19,3 °C, doch das Meer hinkt hinterher: Mit 14,9 °C bleibt das Wasser noch deutlich kühler, als die milde Luft vermuten lässt. Diese Verzögerung zwischen Land und Meer ist eine Konstante des Inselklimas und erklärt, warum ein sonniger Frühlingstag nicht automatisch ein guter Badetag ist.

Der Sommer bringt die höchsten Temperaturen und die geringste Niederschlagsmenge des Jahres. Juli und August liegen mit Höchstwerten von 29,7 °C und 30,2 °C nah beieinander, und beide Monate zählen zu den trockensten überhaupt, der Juli kommt auf gerade 1 Regentag. Das Meer hat zu diesem Zeitpunkt zwar bereits deutlich aufgeholt, mit 24,3 °C im Juli, doch seinen eigentlichen Höhepunkt erreicht es erst mit einiger Verzögerung.

Genau diese Verzögerung macht den Herbst zu einer der interessantesten Jahreszeiten für alle, die das Meer schätzen. Während die Luft im Oktober mit 23,2 °C bereits spürbar kühler ist als im Hochsommer, hält sich die Wassertemperatur mit 22,0 °C noch auf einem Niveau, das über dem des Juni liegt, wo das Meer erst 21,0 °C erreicht. Wer also rein nach Wassertemperatur entscheidet, ist im Oktober besser bedient als im Juni, obwohl die Luft im Frühsommer wärmer wirkt und die Tage länger sind. Der Herbst zieht sich insgesamt sanft hin: Die Wärme bleibt länger erhalten, als sie im Frühjahr aufgebaut wird, und erst zum November hin kühlt es spürbar ab, während gleichzeitig die Niederschläge wieder zunehmen und den Übergang zum Winter einleiten.

Niederschlag und Regentage auf Mallorca
Niederschlag und Regentage auf Mallorca — Datenbasis: AEMET-Normalperiode 1991-2020, Station Palma

Wie die Messwerte zustande kommen

Die Werte in dieser Klimatabelle stammen nicht aus einem einzelnen Jahr, sondern aus einer sogenannten Normalperiode: einem Durchschnitt über einen langen, üblicherweise dreißigjährigen Zeitraum. Dreißig Jahre gelten in der Klimatologie als ausreichend lang, um einzelne besonders warme, kalte, trockene oder regenreiche Jahre auszugleichen, ohne dabei so lang zu sein, dass ein tatsächlicher Klimawandel in den Daten verschwindet. Das Ergebnis ist ein belastbares Bild des typischen Wetters für jeden Monat, nicht eine Vorhersage für ein bestimmtes Jahr und auch keine Momentaufnahme eines einzelnen Sommers.

Gemessen werden diese Werte an der Station Palma, die für die Ebene im Süden und Südwesten der Insel steht: die Region um die Bucht von Palma, den Flughafen und das dicht besiedelte Umland. Diese Lage macht die Station repräsentativ für einen großen Teil der Insel, in dem die meisten Menschen leben und die meisten Reisenden ihre Zeit verbringen. Sie ist aber ausdrücklich nicht repräsentativ für das gesamte Mallorca. In der Serra de Tramuntana, etwa rund um Sóller oder in höheren Lagen des Gebirges, herrschen andere Bedingungen: mehr Niederschlag, kühlere Nächte und ein spürbar anderer Charakter des Wetters. Auch die Nordküste rund um Formentor oder Pollença unterscheidet sich in Wind- und Niederschlagsverhalten von der windgeschützteren Bucht von Palma.

Wer wissen möchte, wie sich das Klima in diesen abweichenden Regionen der Insel darstellt, findet die entsprechenden Unterschiede auf unserer Seite zu den Klimazonen Mallorcas. Diese Klimatabelle bildet bewusst den insularen Durchschnitt über die Referenzstation Palma ab und erhebt keinen Anspruch, jedes Mikroklima der Insel im Detail wiederzugeben.

Wassertemperatur Monat für Monat

Das Wetter im einzelnen Monat

Häufige Fragen

Wie liest man eine Klimatabelle für Mallorca richtig?
Eine Klimatabelle zeigt typische Durchschnittswerte für Tag- und Nachttemperatur, Regentage, Sonnenstunden und Wassertemperatur pro Monat. Sie dient als Orientierung für die Reiseplanung, nicht als Wettervorhersage für einen bestimmten Tag.
Welcher Monat ist laut Klimatabelle am wärmsten?
Der August führt mit rund 30 Grad tagsüber und der wärmsten Wassertemperatur von etwa 26 Grad die Tabelle an. Der Juli liegt mit rund 30 Grad Lufttemperatur nur knapp dahinter.
Welcher Monat ist laut Klimatabelle am regenreichsten?
Der Oktober sticht mit rund 67 Millimetern Niederschlag und 7 Regentagen als regenreichster Monat heraus. Der Juli ist mit nur etwa 7 Millimetern das andere Extrem.
Warum unterscheiden sich Lufttemperatur und Wassertemperatur in der Tabelle so stark?
Das Meer erwärmt und kühlt sich viel langsamer ab als die Luft, deshalb hinkt die Wassertemperatur den Lufttemperaturen im Frühjahr hinterher und bleibt im Herbst länger warm. Die Klimatabelle macht diesen Versatz gut sichtbar.
Wie nutze ich die Klimatabelle für die Wahl meiner Reisezeit?
Wer Wärme und warmes Wasser sucht, orientiert sich an Juni bis September, wer Wanderungen oder Sightseeing plant, findet in Frühling und Herbst mildere Werte. Die Tabelle hilft, Wunschaktivität und Jahreszeit gezielt abzugleichen.

Was im August auf Mallorca geht

  • Tag Ø 30,2 °C
  • Wasser 26,2 °C
  • Regentage 2
  • Sonne 10,3 h
  • Tageslicht 13,6 h

Events & Termine

Alle Events im August

Das lohnt sich jetzt

  • Reiseplanung anhand der Monatswerte ausrichten, statt sich nur auf einzelne Wetterberichte zu verlassen.
  • Aktivitäten wie Wandern, Baden oder Sightseeing gezielt in den passenden Monat legen.