Das Blue Marine steht am Hafen von Can Picafort, dort wo die Kaimauer in den Ort übergeht. Das Haus beschreibt seine Küche selbst in einem Satz — mediterran, direkt am Meer — und sagt gleich dazu, worauf sie sich stützt: Fisch von der Lonja, Gemüse der Saison, Zutaten von der Insel. Das ist eine knappe Selbstauskunft, an der sich ein Lokal messen lassen muss, und die Karte hält ihr stand.
Can Picafort gehört zur Gemeinde Santa Margalida und liegt an der langen Bucht von Alcúdia. Der Ort lebt vom Sommer, und die Promenade füllt sich entsprechend. Das Blue Marine sitzt etwas abseits dieses Stroms am Hafenbecken: ein kleines Lokal mit Plätzen im Freien, von denen aus du auf die Boote und über das Wasser siehst. Der Blick über die Bucht ist am Abend der eigentliche Grund, sich einen Tisch draußen zu sichern.
Eine Sache solltest du vorher wissen: Paella gibt es hier nicht. Das Haus sagt das selbst und mit Nachdruck — auf eine Rezension, die eine Paella lobte, hat es geantwortet, dass dieses Essen aus einem anderen Lokal stammen muss. Wer an dieser Bucht die große Reispfanne sucht, wird ein paar Türen weiter fündig. Im Blue Marine geht es um etwas anderes.

Was im Blue Marine auf den Tisch kommt
Der Abend beginnt häufig mit einer mediterranen Focaccia, die zum Teilen gedacht ist. Danach wird es roh: Tartar vom Thunfisch und Tartar vom Lachs stehen nebeneinander auf der Karte, dazu ein Carpaccio von der Garnele. Das bekannteste Gericht des Hauses ist das Thunfisch-Tataki — außen kurz und heiß angebraten, innen roh — und es kommt mit Basmatireis auf den Tisch.
Aus der Fritteuse kommen Kabeljaubällchen, gereicht mit einer Trüffelmayonnaise. Beim Fisch selbst wird es dann ruhiger: Wolfsbarsch mit Venusmuscheln in einer Weißweinsauce, dazu Basmatireis und Kaviar. Diese Kombination taucht in Berichten über das Haus seit Jahren auf und gehört zu den Tellern, für die man herkommt.

Zwischen Mittelmeer und Fernost
Die Handschrift des Hauses zeigt sich dort, wo die mediterrane Grundlage asiatische Akzente bekommt. Die Kabeljaulende wird in einer Thai-Currysauce serviert — ein Gericht, das man an dieser Küste selten findet und das zusammen mit dem Tataki die Richtung vorgibt.
Daneben läuft eine italienische Linie mit, die zum Ort passt, ohne beliebig zu werden: Risotto, Pizza und ein Tiramisu, das im Haus gemacht wird. Es gibt davon auch eine Limoncello-Fassung, und die wird häufiger genannt als die klassische.
Und dann ist da das Spanferkel. Auf einer Karte, die vom Fisch lebt, ist ein zart gegartes Ferkel eine Ansage — und einer der Gründe, warum sich das Blue Marine schwer in eine Schublade stecken lässt.
Der Hafen als Adresse
Das Lokal ist klein, und abends ist es oft voll. Wer sichergehen will, reserviert vorab. Die Tische im Freien sind die begehrten, weil sie direkt zum Hafenbecken zeigen; drinnen geht es entsprechend ruhiger zu.
Die Stimmung ist unaufgeregt und familienfreundlich, ohne dass daraus ein Kinderlokal würde. Wer im Norden der Insel unterwegs ist — zwischen Alcúdia, der Platja de Muro und dem Naturpark s'Albufera —, findet hier ein Haus, das sich nicht am Ferienpublikum ausrichtet, sondern an dem, was die Lonja am Morgen hergibt.
Ausstattung & Services
Parken
- Kostenlos
- Straßenparken
Barrierefrei
- Sitzplätze
Zahlung
- EC-/Debitkarte
- Kontaktlos
- Kreditkarte
Service
- Take-away
- Verzehr vor Ort
- Tischservice
Ausstattung
- Vegetarisch
- Terrasse
- Toilette
- Bar vor Ort
Atmosphäre
- Leger
- Gemütlich
- Ruhig
Haustiere
- Hunde draußen
Besonderheiten
- Gute Weinkarte
- Guter Kaffee
Reservierung
- Reservierung möglich
Geeignet für
- Familien mit Kindern
- Gruppen



