Bodegón Nigro ist ein argentinisches Lokal im Norden von Palma, wenige Straßen oberhalb der Plaça d'Espanya, das seit 2024 auf der Insel kocht. Ein Bodegón ist in Argentinien kein Feinschmeckerort, sondern die Wirtschaft des Viertels: große Portionen, eng stehende Tische, Rezepte, die man von zu Hause kennt. Genau darauf ist dieses Haus gebaut, und geführt wird es von seinen argentinischen Inhabern, die selbst mitarbeiten.
Klein ist es auch. Der Raum füllt sich schnell, und wer ohne Reservierung vorbeikommt, steht oft wieder draußen. Ruhig und andächtig geht es hier nicht zu: Die Nachbartische hörst du mit, der Service ist flott, und die Teller, die aus der Küche kommen, sind für zwei Leute gedacht. Das ist keine Schwäche des Konzepts, sondern sein Kern.

Was Bodegón Nigro auf den Tisch bringt
Das größte Kapitel der Karte heißt "Che, ¿compartimos?" — che, teilen wir? — und meint das wörtlich. Darin stehen die Milanesas, panierte Kalbsschnitzel, die hier keine Beilage sind, sondern der Mittelpunkt eines Abends. Die Milanesa Nigro kommt mit Pizzasauce, Mozzarella, sautierten Pilzen, Panceta, Frühlingszwiebeln und Spiegeleiern; die Napolitana ist schlichter, mit Tomate und Kochschinken; die Fugazzetta trägt Zwiebel und schwarze Oliven. Die Ratona ergänzt Käsesauce, knusprigen Bacon und Spiegeleier, die Gaucha Provolone, Chimichurri und geröstete Paprika. Es gibt sie auch mit Spaghetti in Trüffelrahm oder mit Gorgonzolarahm, Walnüssen und roter Zwiebel. Alle sind vom Kalb und kommen mit Pommes oder Salat. Wer das Fleisch lieber am Stück will, nimmt den Matambre de ternera a la pizza.

Vorspeisen, Empanadas und die Regel mit den zwei Stück
Vorweg stehen die Mollejas al verdeo auf der Karte, Kalbsbries in Frühlingszwiebelsauce. Daneben: Matambre arrollado, aufgerollter Rinderbauchlappen mit Chimichurri-Mayonnaise; Provoleta, geschmolzener Provolone mit Chimichurri und gerösteten Paprika; frittierte Sorrentinos, gefüllt mit Burrata und rotem Pesto, in Parmesanrahm. Aus den eigenen Einmachgläsern kommen Zunge in Vinaigrette, Hühnchen-Escabeche und eingelegte Aubergine.
Die Empanadas sind hausgemacht und ausdrücklich rationiert: höchstens zwei Stück pro Person, so steht es auf der Karte. Zur Wahl stehen unter anderem die Salteña mit von Hand geschnittenem Rindfleisch und nordargentinischer Sauce, die Criolla, eine mit Zwiebel, Mozzarella und schwarzen Oliven, eine Capresse sowie eine mit geschmortem Vacío und Provolone.
Pasta, Nachtisch und argentinische Weine
Die Pasta läuft auf der Karte unter "wie bei der Großmutter" und ist kein Zugeständnis an Nicht-Argentinier, sondern Teil derselben Einwanderungsgeschichte, aus der auch die Milanesa stammt. Die Ravioli sind mit in Malbec geschmortem Vacío gefüllt, die Sorrentinos mit Kürbis.
Die Nachspeisen macht das Haus selbst. Die Chocotorta wird aus Schokoladenkeksen geschichtet, der Vigilante stellt Süßkartoffelpaste neben ein Stück Käse — ein argentinischer Klassiker. Dazu kommen Tiramisú und Banoffee. Die Weinkarte hat einen klaren Akzent: Malbec und Cabernet Franc aus Mendoza, ein Torrontés aus Salta, daneben spanische Weißweine aus Rueda und den Rías Baixas.
Das Viertel und die zweite Adresse
Das Lokal liegt in einem Wohnviertel nördlich der Altstadt, zwischen der Einkaufsstraße Blanquerna und dem alten Schlachthofgelände s'Escorxador — Palma ohne Postkartenblick, dafür mit Feierabendpublikum aus der Nachbarschaft. Unter demselben Namen gibt es in Palma eine zweite Adresse an der Carrer d'Andreu Feliu, dort aber nur zum Mitnehmen. Wer sich hinsetzen will, muss an die Carrer del Pare Bartomeu Pou.
Ausstattung & Services
Parken
- Straßenparken
- Kostenlos
- Kostenpflichtig
Barrierefrei
- Eingang
- Sitzplätze
Zahlung
- Kreditkarte
- EC-/Debitkarte
- Kontaktlos
Service
- Verzehr vor Ort
- Tischservice
Ausstattung
- Toilette
- Bar vor Ort
Atmosphäre
- Leger
- Gemütlich
- Angesagt
- Ruhig
Besonderheiten
- Gute Weinkarte
- Guter Kaffee
- Gute Bierauswahl
Reservierung
- Reservierung möglich
- Reservierung empfohlen
Geeignet für
- Familien mit Kindern
- Gruppen



