Restaurant Celler Ca'n Costa Alcúdia

Alcúdia · Restaurants · Preisniveau: Mittel · 20–30 € · 4.8(2999)Google

Preis laut Google

Celler Ca'n Costa liegt in der Carrer de Sant Vicenç, einer Fußgängergasse in der ummauerten Altstadt von Alcúdia, wenige Schritte neben der Hauptachse Carrer Major. Von außen ein mallorquinisches Stadthaus wie viele hier — drinnen kocht eine Familie seit 1983 das Repertoire, für das Mallorquiner sonst aufs Land fahren: Frit, Sopes mallorquines, Tumbet, Arròs brut, Lamm und Spanferkel aus dem Ofen.

Das Haus bezeichnet sich selbst als das älteste Restaurant Alcúdias. Dieselbe Familie führt es von Anfang an, und die Rezepte behandelt sie wie Erbstücke — sie stammen von den eigenen Vorfahren, nicht von einem Küchenchef mit Lebenslauf. Wer hier mallorquinisch essen will und nicht mediterran-international, kommt an dieser Adresse schwer vorbei.

Restaurant Celler Ca'n Costa Alcúdia – Eindruck 1
Bild: KI-generiert – kein Foto des Betriebs

Was ein Celler ist — und was Ca'n Costa daraus macht

Celler kommt vom lateinischen cellarium, dem Vorratsraum. Auf Mallorca meinte das Wort lange den Weinkeller eines Hauses: ein tiefer gelegter Raum mit dicken Mauern, Fässern und Pressen, in dem irgendwann auch gegessen wurde. Aus vielen dieser Keller wurden Wirtshäuser, und der Begriff wanderte mit. Heute steht Celler auf Mallorca weniger für einen Raum als für eine Küche — für Eintöpfe, Ofengerichte und Reis. Dass Alcúdia in dieser Geschichte vorkommt, hat einen Grund: Im Mittelalter konzentrierte sich der Weinbau der Insel auf Inca, Alcúdia und Felanitx.

Ob in diesem Haus je Wein lagerte, erzählt Ca'n Costa nicht. Vorzuweisen hat es anderes: die Küche, die Familie und ein Gebäude, das älter ist als fast alles ringsum. Der Name ist hier kein Kostüm, sondern eine Ansage darüber, was auf den Tisch kommt.

Restaurant Celler Ca'n Costa Alcúdia – Eindruck 2
Bild: KI-generiert – kein Foto des Betriebs

Die Küche: Frit, Arròs brut und Bacallà

Die Karte liest sich wie ein Inventar mallorquinischer Hausmannskost. Vorweg Pa amb oli und Allioli, Trempó mit Meeresfrüchten, Sopes mallorquines — dünne Brotscheiben, die im Gemüsesud weich werden — und Tumbet aus Auberginen, Kartoffeln und Tomatensauce. Frit mallorquí kommt mit Lamm, Leber, Kartoffeln und Kräutern, sein maritimes Gegenstück Frit marinero mit Meeresfrüchten.

Beim Fisch dreht sich vieles um Bacallà: Kabeljaufilet mit Knoblauch und Honig gratiniert, mit gerösteter Paprika oder mit Sobrassada und Honig. Dazu Sankt-Petersfisch auf mallorquinische Art mit Gemüse, Rosinen und Pinienkernen. Aus dem Ofen kommen Spanferkel und die Schulter vom Milchlamm, Kaninchen gibt es gegrillt oder mit Zwiebeln und Garnelenschwanz. Fragt man im Haus nach einer Empfehlung, fallen genau drei Namen: der gratinierte Bacallà, die Lammschulter und dieses Kaninchen.

Reis braucht Zeit und Gesellschaft — die Reisgerichte sind für mehrere Personen angelegt. Neben dem Arròs brut, dem würzigen Reiseintopf mit verschiedenen Fleischsorten, stehen die Paellas: gemischt, mit Fisch und Meeresfrüchten, als Fideuà mit Nudeln statt Reis, als Arròs negre mit Tintenfischtinte. Vegetarisch ist man mit Gemüsepaella, Tumbet und gegrilltem Gemüse versorgt; die Karte weist Allergene aus, die Nachspeisen sind hausgemacht, für Kinder gibt es eine eigene kleine Auswahl.

Das Haus in der Carrer de Sant Vicenç

Die Gasse ist eng und autofrei, und das Restaurant nutzt das: Ein Teil der Tische steht draußen, hinten öffnet sich ein Innenhof, drinnen sitzt man zwischen Steinwänden. Das Gebäude stammt aus dem sechzehnten Jahrhundert und hat seinen Zuschnitt behalten. An den Wänden hängen Familienstücke, Antiquitäten und altes Handwerkszeug — so viel davon, dass der Gastraum eher wie ein kleines Museum wirkt als wie Dekoration. Nach der Erzählung des Hauses verbrachte der mallorquinische Dichter Miquel Costa i Llobera hier seine Sommer.

Alcúdia hat zwei Gesichter: unten am Hafen die lange Bucht mit Promenade und Hotels, oben hinter der Stadtmauer die Altstadt. Ca'n Costa gehört zum oberen Teil. Wie viele Häuser im Norden legt es über die kalten Monate eine Pause ein, und ein Tisch will vorbestellt sein — das Haus füllt sich zuverlässig.

Weinkarte mit Inselschwerpunkt

Hauswein im Glas und in der Karaffe gehört zu einem Celler. Auf der Flaschenkarte überwiegt die Insel deutlich: Macià Batle, José L. Ferrer, Herederos de Ribas, Ànima Negra, Son Prim, Jaume de Puntiró. Rioja und Ribera del Duero stehen daneben, sind aber nicht die Hauptsache. Und zum Schluss kommt, was auf einer mallorquinischen Karte zum Schluss gehört: Hierbes, Palo, Canya, Mesclat, Brandy von Suau.

Ausstattung & Services

Parken

  • Kostenlos

Barrierefrei

  • Toilette
  • Sitzplätze

Zahlung

  • Kreditkarte
  • EC-/Debitkarte
  • Kontaktlos

Service

  • Verzehr vor Ort
  • Tischservice

Ausstattung

  • Vegetarisch
  • Terrasse
  • WLAN
  • Bar vor Ort
  • Vegan
  • Separater Raum

Atmosphäre

  • Leger
  • Gemütlich
  • Angesagt
  • Romantisch
  • Historisch

Besonderheiten

  • Gute Weinkarte
  • Guter Kaffee
  • Kamin

Reservierung

  • Reservierung möglich
  • Reservierung empfohlen

Geeignet für

  • Gruppen

Häufige Fragen zu Restaurant Celler Ca'n Costa Alcúdia

Wofür ist Celler Ca'n Costa in Alcúdia bekannt?

Für mallorquinische Hausmannskost mitten in der Altstadt: Frit mallorquí, Sopes mallorquines, Tumbet, Arròs brut, Bacallà in mehreren Varianten und Ofengerichte wie Spanferkel oder Lammschulter. Die Familie führt das Haus seit 1983 und schreibt die Rezepte den eigenen Vorfahren zu. Es selbst bezeichnet sich als das älteste Restaurant Alcúdias.

Was bedeutet Celler — war Ca'n Costa früher eine Weinkellerei?

Celler geht auf das lateinische cellarium zurück, den Vorratsraum, und bezeichnete auf Mallorca lange den Weinkeller eines Hauses. Viele dieser Keller wurden zu Wirtshäusern, und heute steht das Wort vor allem für traditionelle Inselküche. Ob im Haus von Ca'n Costa je Wein lagerte, ist nicht überliefert — der Name beschreibt hier die Küche, nicht die Vergangenheit des Gebäudes.

Sollte man vorab einen Tisch reservieren?

Ja. Das Haus ist in Alcúdia bekannt und regelmäßig ausgebucht; spontan einen Tisch zu bekommen ist Glückssache. Reserviert wird direkt beim Restaurant und nicht über ein Buchungsportal. Wer draußen in der Gasse oder im Innenhof sitzen möchte, sagt das am besten gleich dazu.

Gibt es vegetarische Gerichte?

Ja. Tumbet aus Auberginen, Kartoffeln und Tomatensauce steht ebenso auf der Karte wie Gemüsepaella und gegrilltes Gemüse. Die Karte weist Allergene aus; bei Unverträglichkeiten fragt man am besten direkt im Service nach.

Was hat es mit dem historischen Haus auf sich?

Das Restaurant sitzt in einem Stadthaus aus dem sechzehnten Jahrhundert im Kern der Altstadt, dessen Zuschnitt erhalten geblieben ist. Nach der Erzählung des Hauses verbrachte der mallorquinische Dichter Miquel Costa i Llobera hier seine Sommer. Im Gastraum hängen Familienstücke, Antiquitäten und altes Handwerkszeug, so viel davon, dass der Raum an ein kleines Museum erinnert; hinten liegt ein Innenhof.

Eignet sich Ca'n Costa für Familien mit Kindern?

Ja. Für Kinder gibt es eine eigene kleine Auswahl, und die Reisgerichte sind ohnehin für mehrere Personen angelegt, was am Familientisch gut funktioniert. Neben dem Innenraum stehen Tische in der autofreien Gasse und im Innenhof. Die Nachspeisen sind hausgemacht.

Bewertungen

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