Casa Rufino ist ein Tapas- und Paella-Haus in S'Arenal, dem östlichen Abschnitt der Platja de Palma, und macht aus dieser Doppelbestimmung kein Geheimnis: Der vollständige Name des Restaurants stellt Tapas und Paellas nebeneinander, und genau daran misst sich die Küche. Das Lokal liegt an der Carrer del Germà Bianor, einer kurzen Straße, die vom Strand landeinwärts führt.
Gekocht wird Marktküche: typisch mallorquinische Gerichte, Rezepte aus der spanischen Tradition und täglich neu formulierte Empfehlungen des Küchenchefs, mit ausdrücklichem Interesse an Produkten der Saison. Die Tapas-Auswahl ist nach eigener Aussage bewusst so zusammengestellt worden, dass sie das Beste aus den einzelnen Regionen Spaniens zeigt — deshalb stehen Galicien, Andalusien und Mallorca hier tatsächlich nebeneinander auf einer Karte.
Das Haus definiert sich über die Küche und über einen nahbaren Service, nicht über einen aufwendigen Auftritt. Das Team formuliert das selbst so: Man wolle den passenden Rahmen bieten, damit Gäste sich wie zu Hause fühlen — nur ohne das Abwaschen.

Die Paellas sind das Herzstück von Casa Rufino
Die Reisgerichte sind der Grund, aus dem die meisten Gäste kommen, und die Karte differenziert sie deutlich feiner, als man es an der Playa de Palma erwartet. Die Paella de marisco nennt das Haus selbst sein Aushängeschild — Fisch und Meeresfrüchte tragen den Reis, ohne dass etwas anderes dazwischenkommt. Die gemischte Paella verbindet Huhn und Meeresfrüchte, wobei der Reis den roten Faden durch alle Aromen zieht.
Zwei Varianten verdienen besondere Aufmerksamkeit. Die Paella ciega kommt ohne Knochen und ohne Schalen: Das Fleisch ist ausgelöst, die Garnelen sind geschält, man isst also durch, ohne die Hände zu Hilfe nehmen zu müssen. Dieselbe Idee gibt es auch in Schwarz — dort färbt Sepiatinte den Reis dunkel und gibt ihm eine tiefe, salzig-marine Note.
Wer vegetarisch oder vegan isst, geht nicht leer aus: Die Gemüsepaella ist ausdrücklich für Veganer geeignet und fällt leichter aus als die Fleisch- und Fischversionen. Zubereitet wird jede Paella ab zwei Personen — das ist keine Schikane, sondern die Logik der Pfanne.

Tapas aus den Regionen Spaniens
Die Tapas-Karte liest sich wie eine kleine Landkarte. Aus Galicien kommt der Pulpo a la gallega, bei dem der Oktopus auf den Punkt gegart und anschließend mit Pimentón, Maldon-Salz und Olivenöl angemacht wird; ebenfalls galicisch sind die Pimientos de Padrón, klein, olivgrün und intensiv im Geschmack — dem Sprichwort nach brennen manche, andere nicht.
Andalusien ist gleich dreifach vertreten: Calamares a la andaluza als Ringe, die außen knusprig und innen zart bleiben, Boquerones al vinagre als in Essig eingelegte Sardellen mit Knoblauch, Petersilie und einem Schuss Olivenöl, und die frittierten Boquerones, die aus Málaga stammen und goldbraun aus dem Fett kommen.
Dazu die spanischen Grundpfeiler: Gambas al ajillo mit gut gebräuntem Knoblauch und einer scharfen Spitze, Patatas bravas in unregelmäßigen Würfeln mit hausgemachter Salsa brava, eine Tortilla española, die die Küche bewusst ohne Zwiebeln und saftig zubereitet, Dátiles con bacon als süß-salziger Gegenpol und cremige Hühnerkroketten nach Familienrezept. Den Jamón ibérico schneidet ein eigener Schinkenschneider von Hand.
Mallorquinisches auf der Karte
Neben der spanischen Klassik hält das Haus den Bezug zur Insel. Das Pa amb Oli ist hier kein Alibi-Gericht, sondern nach mallorquinischer Lesart gebaut: geröstetes braunes Landbrot, darübergeriebene Ramallet-Tomate, Olivenöl und dazu nach Wahl Serrano-Schinken, Käse, Sobrassada oder Thunfisch.
Auch die Choricitos verraten die Insel — sie werden mit Tap de Corti gewürzt, jener mallorquinischen Paprikasorte, die den kleinen Würsten Farbe und Aroma gibt. Wer weder Reis noch Tapas möchte, findet Fleischgerichte: das Entrecot vom Rind, auf Wunsch von blutig bis durchgebraten, mit Pommes und Pfeffersauce, sowie das Escalope Casa Rufino, das die Küche neben Tapas und Paellas als eines ihrer Aushängeschilder nennt — mit hausgemachter Pfeffersauce und knusprigen Pommes. Der gemischte Salat mit Thunfisch rundet die Karte ab.
Ausstattung & Services
Parken
- Kostenlos
- Straßenparken
Barrierefrei
- Eingang
- Toilette
Zahlung
- EC-/Debitkarte
- Kontaktlos
- Kreditkarte
Service
- Take-away
- Verzehr vor Ort
- Tischservice
- Selbstbedienung
Ausstattung
- Vegetarisch
- WLAN
- Bar vor Ort
- Vegan
Atmosphäre
- Leger
- Gemütlich
Besonderheiten
- Guter Kaffee
Reservierung
- Reservierung möglich
Geeignet für
- Familien mit Kindern
- Gruppen



