Pizzería Los Dos Hermanos in Magaluf trägt seinen Namen wörtlich: Hinter dem Haus stehen zwei Brüder, Gigi und Beniamino Opramolla, und beide kommen aus Battipaglia, einer Stadt in der Provinz Salerno südlich von Neapel. Ihre Pizzeria besteht seit 2016, gegründet mit der Absicht, die neapolitanische Pizza so schlicht und unverbogen nach Mallorca zu bringen, wie sie in Kampanien gebacken wird. Heute gibt es sie an zwei Adressen auf der Insel — eine in Palma, diese hier im Carrer Galió in Magaluf.
Beniamino Opramolla steht als Chefpizzaiolo am Ofen, die Küche verantwortet Federica Hermle, die zugleich Mitgründerin ist, und um den Außenauftritt kümmert sich Simone Peres, ebenfalls Mitgründer. Dass ein zweites Lokal dazukam, war die Folge des Zuspruchs für das erste — viel mehr Erklärung braucht die Geschichte nicht.

Der Teig und der Holzofen
Der Teig folgt den Grundregeln der klassischen neapolitanischen Führung, mit einer kleinen technischen Anpassung, die der Reifung dasselbe Gewicht gibt wie der Hefe. Das Wasser wird per Umkehrosmose gefiltert, das Mehl kontrolliert gelagert. Gebacken wird in einem echten Holzofen, nicht mit Gas und nicht auf einem Elektrodeck — und genau von dort kommt der Geschmack, den die Brüder als den ihrer Heimat beschreiben.
Am ehrlichsten nachprüfen lässt sich das an der Marinara, die ohne Käse auskommt und nur Tomate, Oregano und Knoblauch trägt. Da steht der Teig allein da, ohne etwas, hinter dem er sich verstecken könnte. Die Margherita ist der zweite Prüfstein, die Bufalina mit herkunftsgeschützter Büffelmozzarella der üppigere.

Die Karte von Los Dos Hermanos in Magaluf
Die Karte reicht weiter, als das Wort Pizzeria vermuten lässt. Neben den Klassikern — Diavola mit süßer neapolitanischer Salami, Napolitana mit Kapern, schwarzen Oliven, Sardellen und Oregano, Siciliana mit Auberginen und Parmesan — steht eine Reihe eigener Entwürfe. Die Provola y pepe setzt geräucherten Provola gegen schwarzen Pfeffer, die Mallorquina bringt Ziegenkäse und Sobrasada auf den Teig, die Gustosa arbeitet mit Kürbiscreme.
Interessant wird es dort, wo Kampanien auf die Insel trifft. Wo ein Neapolitaner Salsiccia auflegen würde, liegt hier katalanische Botifarra: auf der Salsiccia e Friarielli zusammen mit Friarielli, dem neapolitanischen Rübstiel, auf der Salsiccia e Patate mit hausgemachten Kartoffeln. Die Polpettosa kommt mit Fleischbällchen, die Crocchettosa mit hausgemachten Kartoffelkroketten, die Porkettosa mit Porchetta und geräuchertem Provola.
Frittiert statt gebacken
Eine eigene Rubrik gehört den frittierten Pizzen, die man außerhalb Kampaniens selten auf einer Karte findet. Die Montanara ist ein doppelt gegarter Teig: erst frittiert, dann in den Ofen. Dazu kommen frittierte Calzoni, etwa der Calzone Frito Napoli mit Ricotta und süßer Salami. Unter den Vorspeisen stehen frittierte Pizzateigbällchen mit schwarzem Pfeffer und Parmesan sowie handgemachte Kartoffelkroketten. Süß endet es neapolitanisch, mit einem Babà — einem in Rum getränkten Hefegebäck — und mit gefüllten frittierten Teigbomben.
Vegetarisch und vegan ist hier keine Verlegenheitslösung. Die Ortolana kombiniert Zucchini, Aubergine und Kirschtomate, die veganen Pizzen arbeiten mit veganem Käse, Zucchini, Auberginen und Champignons.
Magaluf jenseits der Promenade
Magaluf ist für vieles bekannt, selten für seine Küche. Genau das macht ein Haus wie dieses interessant: Es steht mitten im Ortsraster, ein paar Straßen hinter der Bucht, und macht nichts anderes als kampanische Pizza. Bestellen kannst du über das eigene System des Hauses, abholen oder dir die Pizza nach Magaluf und in die Umgebung von Calvià bringen lassen.
Ausstattung & Services
Parken
- Kostenlos
- Straßenparken
Barrierefrei
- Eingang
- Sitzplätze
Zahlung
- Kreditkarte
- EC-/Debitkarte
- Kontaktlos
Service
- Lieferung
- Take-away
- Verzehr vor Ort
- Tischservice
Ausstattung
- Toilette
- Vegetarisch
- Terrasse
- Bar vor Ort
- Vegan
Atmosphäre
- Leger
- Gemütlich
Besonderheiten
- Guter Kaffee
Reservierung
- Reservierung möglich
Geeignet für
- Familien mit Kindern



