Restaurant Estragon La Plaça

Felanitx · Restaurants · Preisniveau: Gehoben · 30–70 € · 4.8(650)Google

Preis laut Google

Restaurant Estragon La Plaça steht an der Plaça de Peralada in Felanitx, in einer ruhigen Ecke der Stadt direkt neben dem Parc Municipal de Sa Torre. Felanitx liegt im Landesinneren des mallorquinischen Südostens: eine Landstadt mit Markt, Kirche und Werkstätten, in der man nicht zufällig landet, sondern in die man fährt. Genau das gibt dem Abend hier einen anderen Ton als einem Essen an der Küste.

Das Lokal an dieser Ecke ist seit über zwei Jahrzehnten ein Restaurant. Ein Paar aus dem Ort führte es die längste Zeit, danach übernahmen deutsche Auswanderer, ließen den Raum von Grund auf herrichten und gaben ihn bald darauf weiter. Seither steht Felix Passow dahinter — und der Name Estragon ist geblieben.

Restaurant Estragon La Plaça – Eindruck 1

Was in der Küche von Restaurant Estragon La Plaça passiert

Am Herd steht Chefköchin Daniela „Dani“ Zoschke. Sie hat ihre Ausbildung in Deutschland absolviert, lebt und arbeitet seit etlichen Jahren auf Mallorca, schreibt die Karten selbst und kümmert sich auch um den Einkauf. Ihren Stil beschreibt sie ohne Umschweife als mediterran-deutsch, und die Karte gibt ihr recht: Vitello Tonnato mit frittierten Kapern und Rucola steht neben Ochsenbäckchen mit Polenta und Schwarzwurzelgemüse, Burrata mit confierten Tomaten neben Rindertatar mit Wachtelei und geröstetem Brioche.

Woran sich der Anspruch des Hauses am besten ablesen lässt, ist das Rinderfilet mit Kräuterbutter, wildem Brokkoli und gebackenen Kartoffeln — genauer gesagt die Sauce dazu. Sie wird selbst angesetzt und über drei Tage aus einem Kessel von achtzig Litern auf gut anderthalb Liter eingekocht. Die Konzentration, die dabei entsteht, ist der Grund, warum Gäste regelmäßig um Nachschlag bitten.

Die Karte wechselt mit den Jahreszeiten und ist breiter, als das schlichte Wort Restaurant vermuten lässt: Wolfsbarschfilet mit Hummerbisque, Blattspinat und Kartoffelpüree, Gambas al ajillo mit scharfer Sobrasada, eine Tapas-Variation aus Coca de Trampó, Patatas Bravas und Pimientos de Padrón, Jakobsmuscheln auf Karotten-Orangencreme. Vegetarier und Veganer bekommen hier keine Restposten: Artischockenherzen, mit mallorquinischem Pisto gefüllt, gebackene Aubergine mit Couscous und Minze, gegrillte Rote Bete mit Knoblauchschaum und Mandeln oder ein gebackener Stracchino mit Wildkräutersalat, Himbeer-Nuss-Vinaigrette und Birnenchutney sind eigenständige Gerichte. Die vegetarischen und veganen Positionen sind auf der Karte gekennzeichnet.

Restaurant Estragon La Plaça – Eindruck 2

Woher die Produkte kommen

Das Lieferantennetz ist regional und wird offen benannt. Gemüse und Obst kommen von der Agrargemeinschaft Terracor, das Brot von der Bäckerei Larôti in Campos, der Fisch von Xutipesca, das Fleisch von Cárnicas Sunyer und vom Frischeparadies. Dass die Küchenchefin lange auf der Insel arbeitet, zahlt sich dabei aus — sie kennt die Betriebe und die hiesigen Produkte persönlich.

Die Weinkarte

Die Weinkarte ist der zweite Grund, warum sich die Fahrt nach Felanitx lohnt. Der weitaus größte Teil der Flaschen stammt von mallorquinischen Weingütern, und auffällig viele davon aus Felanitx selbst — Ànima Negra und Es Fangar haben ihre Keller praktisch vor der Tür. Dazu kommen Ribas aus Consell, Binigrau aus Biniali sowie Güter aus Sencelles, Alaró, Pollença, Manacor und Porto Cristo. Einheimische Rebsorten wie Callet, Manto Negro, Fogoneu, Gorgollassa und Premsal Blanc sind reichlich vertreten, oft in ökologisch gearbeiteten Weinen.

Zwei Flaschen tragen den Namen des Hauses: ein weißer und ein roter Estragon, beide aus Felanitx. Und weil die Küche mediterran-deutsch denkt, tut es die Karte auch — ein Riesling von der Mosel steht selbstverständlich zwischen den spanischen und mallorquinischen Positionen. Wer fährt oder auf Alkohol verzichtet, findet ebenfalls eine Flasche.

Der Raum und die Menschen dahinter

Felix Passow ist Quereinsteiger. Vor Mallorca hat er ein Luxus-Autohaus in Berlin geleitet; von dort zog er mit seiner Frau Vivien in den Südosten der Insel. Er steht bei Bedarf selbst im Service und hält den Umgang im Team nach eigener Aussage familiär.

Der Raum, den er übernommen hat, war kurz zuvor gründlich hergerichtet worden: hell, viel Holz und natürliche Materialien, stilvolle Lampen und eine eindrucksvolle Bar — das Haus führt eine eigene Cocktailkarte. Die Bilder an den Wänden stammen von Vivien, die malt. Bedient wird auf Deutsch, Englisch und Spanisch, und außer Haus übernimmt das Team auch Catering.

Häufige Fragen zu Restaurant Estragon La Plaça

Wofür ist die Küche im Restaurant Estragon La Plaça bekannt?

Chefköchin Daniela „Dani“ Zoschke beschreibt ihren Stil als mediterran-deutsch. Das heißt auf der Karte: Vitello Tonnato und Burrata neben Ochsenbäckchen mit Polenta und Schwarzwurzelgemüse, dazu mallorquinische Bausteine wie Sobrasada, Coca de Trampó und Pimientos de Padrón. Ein Aushängeschild ist das Rinderfilet mit Kräuterbutter, wildem Brokkoli und gebackenen Kartoffeln.

Was hat es mit der Sauce auf sich, von der alle reden?

Die Küche setzt sie selbst an und kocht sie über drei Tage aus einem Kessel von achtzig Litern auf gut anderthalb Liter ein. Was übrig bleibt, ist enorm konzentriert und begleitet unter anderem das Rinderfilet. Gäste bitten regelmäßig um Nachschlag, und das Haus gibt ihn.

Sollte man im Restaurant Estragon La Plaça einen Tisch reservieren?

Ja, das ist der sichere Weg. Reserviert wird telefonisch, über WhatsApp oder das eigene Buchungsformular des Hauses. Für Gruppen ab acht Personen läuft es über eine Anfrage, auf die das Team zurückkommt.

Gibt es vegetarische und vegane Gerichte?

Ja, und sie stehen als eigenständige Gerichte auf der Karte, nicht als Beilage mit Ambition. Zu den dokumentierten Positionen gehören Artischockenherzen mit mallorquinischem Pisto, gebackene Aubergine mit Couscous und Minze, gegrillte Rote Bete mit Knoblauchschaum und Mandeln sowie ein Gemüserisotto. Die vegetarischen und veganen Gerichte sind auf der Karte gekennzeichnet.

Was zeichnet die Weinkarte aus?

Der weitaus größte Teil der Flaschen kommt von mallorquinischen Weingütern, viele davon aus Felanitx selbst — etwa von Ànima Negra und Es Fangar. Dazu kommen Ribas aus Consell, Binigrau aus Biniali und Güter aus Sencelles, Alaró, Pollença, Manacor und Porto Cristo. Zwei Weine tragen den Namen des Hauses, ein weißer und ein roter Estragon aus Felanitx, und für alle, die fahren, steht auch eine alkoholfreie Flasche auf der Karte.

Wer steht hinter dem Restaurant?

Inhaber ist Felix Passow, ein Quereinsteiger, der vor Mallorca ein Luxus-Autohaus in Berlin geleitet hat und mit seiner Frau Vivien in den Südosten der Insel gezogen ist. Die Küche verantwortet Chefköchin Daniela „Dani“ Zoschke, die in Deutschland ausgebildet wurde, seit Jahren auf der Insel arbeitet und die Karten selbst schreibt. Die Bilder an den Wänden stammen von Vivien, bedient wird auf Deutsch, Englisch und Spanisch.

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