Georgian Gourmet Mallorca ist ein georgisches Restaurant in der Altstadt von Palma, versteckt in der schmalen Travessa d'en Ballester, wenige Schritte von der Plaça Major entfernt. Eine Familie hat hier ein Stück Georgien untergebracht — so beschreibt es das Haus selbst: fernab der Berge des Kaukasus, mitten in der mediterranen Stadt.
Georgisch essen kannst du auf Mallorca nicht an jeder Ecke. Falls du diese Küche noch nicht kennst: Sie ist nicht scharf, aber kräftig gewürzt, sie arbeitet mit Walnuss, wo andere zu Öl oder Sahne greifen, und sie ist Vegetariern gegenüber von Haus aus großzügig — nicht als Zugeständnis, sondern weil ein großer Teil ihres Repertoires ohnehin ohne Fleisch auskommt.

Chinkali und Chatschapuri im Georgian Gourmet Mallorca
Zwei Gerichte tragen die Karte, und zu beiden erzählt das Haus die Geschichte gleich mit. Chinkali sind Teigtaschen aus Weizenmehl mit Fleischfüllung, entstanden in den Bergregionen Tuschetien, Pschawi und Chewsuretien im Nordosten Georgiens. Sie galten als symbolische Gabe an die Sonne und kamen an Sonn- und Feiertagen auf den Tisch; die gedrehte Spitze erinnert an Bordschgali, das georgische Sonnenzeichen. Ein echtes Chinkali, heißt es, hat neunzehn Falten. Gefaltet werden sie hier von Hand, eines nach dem anderen.
Chatschapuri ist georgisches Käsebrot. Der Überlieferung nach haben Hirten es erfunden, die lange in den Bergen unterwegs waren und etwas brauchten, das sich tragen ließ und frisch blieb. Schon der Name verbindet zwei Kulturen: „chatscha" heißt auf Georgisch Quarkkäse, „puri" stammt aus Indien und bedeutet Brot. Eine zweite These macht das Chatschapuri zum Verwandten der Pizza — römische Soldaten am Schwarzen Meer sollen das Rezept in die eine oder die andere Richtung mitgenommen haben.
Die berühmteste Variante heißt Adscharuli und hat die Form eines Bootes. Das ist kein Zufall: Adscharien liegt am Schwarzen Meer, seine Bewohner waren Schiffsbauer. Der Käse steht für das Meer, das Eigelb in der Mitte für die Sonne. Die Frauen der Region, so die Legende, backten ihren Männern vor der Ausfahrt ein Chatschapuri und wünschten ihnen damit ruhige See und einen hellen Tag.

Die vegetarische Seite der Karte
Wer kein Fleisch isst, sitzt hier nicht am Katzentisch. Badrijani Nigwsit sind Auberginenröllchen mit einer Creme aus Walnuss und Kräutern, komplett vegan und eine der verbreitetsten georgischen Vorspeisen überhaupt. Pchali ist eher Aufstrich als Salat: fein gehacktes Gemüse — Spinat, Karotte, Bohnen, Kohl oder Rote Bete — gebunden mit zerstoßener Walnuss, oft mit Granatapfelkernen bestreut und mit Mtschadi gegessen, dem georgischen Maisbrot. Dazu kommt Mtswane Lobio, ein Salat aus grünen Bohnen, Walnüssen, Knoblauch und aromatischen Kräutern, wie man ihn in der Region Imeretien schätzt.
Wein aus dem Kaukasus
Wein gehört im Georgian Gourmet Mallorca fest zum Konzept: Neben dem Restaurant führt das Haus eine eigene Vinothek mit georgischen Weinen, die zur Küche passen. Und wer lieber zu Hause isst, nimmt sie mit — von den Chinkali bis zum frisch gebackenen Chatschapuri geht das Meiste auch über die Theke.
Der Rahmen bleibt bescheiden: ein überschaubarer Raum, Gastgeber, die erklären, was auf den Teller kommt, und ein Auftritt, der neben Spanisch auch Englisch, Deutsch, Russisch und Georgisch spricht. Wer hier isst, bekommt weniger eine Inszenierung als einen Besuch.
Ausstattung & Services
Parken
- Kostenpflichtig
Barrierefrei
- Eingang
- Toilette
- Sitzplätze
Zahlung
- Kreditkarte
- EC-/Debitkarte
- Kontaktlos
Service
- Take-away
- Verzehr vor Ort
- Tischservice
Ausstattung
- Vegetarisch
- WLAN
- Bar vor Ort
- Vegan
Atmosphäre
- Leger
- Gemütlich
- Ruhig
Haustiere
- Hunde erlaubt
Besonderheiten
- Gute Weinkarte
- Guter Kaffee
Reservierung
- Reservierung möglich
- Reservierung empfohlen
Geeignet für
- Familien mit Kindern



