Isaan Thai Cuisine steht im Carrer de la Pursiana, einer schmalen Seitenstraße in Santa Catalina, wenige Schritte von der Markthalle an der Plaça de la Navegació. Von außen gibt sich das Haus zurückhaltend; drinnen arbeitet eine offene Küche zum Gastraum hin, und wer nah genug sitzt, schaut dem Wok direkt zu.
Der Name ist eine Ortsangabe. Isaan heißt der Nordosten Thailands, die weite Region am Mekong, die kaum ein Reisender ansteuert: Reisfelder, tropisches Klima und eine Küche, die als die kräftigste des Landes gilt. Das Haus beruft sich auf seiner eigenen Seite ausdrücklich auf diese Region.
Hinter dem Restaurant steht Pedro Truyols. Gekocht wird von einem thailändischen Team aus einer Küchenchefin und zwei Köchen, die nach traditionellen Rezepten arbeiten; die Karte zählt über fünfzig Gerichte.

Isaan Thai Cuisine: der Nordosten im Namen und auf der Karte
Ob ein Haus die Region kocht, nach der es heißt, entscheidet sich bei den Salaten — und hier fällt die Antwort klar aus. Som Tam steht auf der Karte, der grüne Papayasalat mit Karotte, Erdnüssen, Kirschtomate, Knoblauch und Thai-Dressing. Daneben Labb Kai, gehacktes Hähnchen mit Minze, Thai-Gewürzen und geröstetem Reis: Der geröstete, grob gemahlene Klebreis ist der Handgriff, an dem sich die Küche des Nordostens erkennen lässt. Und Khao Niao, Klebreis, ist als Beilage bestellbar — dort kommt er statt Jasminreis auf den Tisch. Dazu Yam Nua Yang mit gebratenem Rind, Minze und Limettensaft.
Der Rest der Karte reist weiter, als der Name vermuten lässt. Bei den Suppen stehen Tom Yam und Tom Kha, beide mit Champignons, Zitronengras, Galgant und Koriander. Bei den Nudeln Pad Thai, Pad See Iew und Wun Sen Pad Kai mit Glasnudeln. Und vier Currys nebeneinander: Kang Dang rot, Kang Kiew Wan grün, Panang mit Erbsen und Limettenblatt, Kang Kalee gelb mit Kartoffel und Karotte, dazu Massaman mit Rind und Cashewkernen. Das ist die Küche des ganzen Landes, nicht die einer Provinz.

Currys, Enten und drei Stufen Schärfe
Ente bekommt eine eigene Rubrik, und die ist ungewöhnlich tief besetzt. Ped Makham kommt knusprig mit Pak Choi und Tamarindensauce. Ped Krob liegt auf Gemüse, das in schwarzer Sojasauce gebraten und mit geröstetem Sesam bestreut ist. Ped Rad Prik wird mit Tomate, Ananas und süßer Chilisauce serviert, Kapraw Ped gebraten mit Gemüse, Basilikum und scharfer Sauce. Und Ped Kang Ped setzt die Ente in ein rotes Curry mit Ananas, Trauben, Chilitomate und Lychee.
Beim Fisch wird die Lubina ganz frittiert und entweder mit Ananas und süßer Chilisauce oder mit Sellerie, Ingwer und Soja gereicht. Bei den Reisgerichten lohnt Khao Pad Sapparod, gebraten mit Gemüse, frischer Ananas und einem Anflug gelbem Curry.
Die Schärfe wählst du selbst: Das Haus arbeitet mit drei Stufen, und die Karte markiert zusätzlich, was vegetarisch und was glutenfrei ist. Ab zwei Personen gibt es ein Degustationsmenü, das von den Entrantes Isaan über Yam Nua und Pad Thai bis zum Ped Makham führt.
Tofu und Seitan quer durch die Karte
Mit Gästen, die kein Fleisch essen, geht das Haus konsequenter um als die meisten. Fast jedes Hauptgericht — Currys, Nudeln, gebratener Reis, Suppen — lässt sich statt mit Hähnchen oder Garnelen mit Gemüse, Tofu oder Seitan bestellen, und Seitan steht in praktisch jeder Rubrik. Dazu kommt eine eigene Sparte mit Kapraw und Pad Pak, bei den Vorspeisen Tofu-Satee mit Erdnusssauce und Poh Pia Pak, Frühlingsrollen nur mit Gemüse. Auf seiner eigenen Seite weist das Haus ausdrücklich darauf hin, dass Vegetarier hier viel finden.
Nachtisch, Wein und thailändisches Bier
Die Dessertkarte fällt länger aus, als man es in einem thailändischen Haus erwartet: Khao Niao Mamuang, in Kokosmilch gegarter Reis mit frischer Mango, ein hausgemachter Kokosflan aus Ei, Kokosmilch und Zucker, eine Zitronentarte, ein Millefeuille aus Brownie und Schokoladenblättern — und die Flor de Yuzu Mandarina, ein Keksboden mit Yuzu-Mousse, Mandarinenfüllung und Kokoseis.
Die Weinkarte nimmt die Insel ernst. Neben Rioja, Ribera del Duero, Rueda und Bierzo stehen mallorquinische Bodegas: Esnegre und Obac mit Mantonegro und Callet, beim Weißwein Vinya Son Caules und Nounat mit Prensal, beim Rosé ein ökologischer Manto Negro. Wer thailändisch bleiben will, bestellt Singha oder Chang oder den hausgemachten Eistee mit Zitrone; die Cocktailkarte führt eine Mischung, die nach dem Haus selbst benannt ist, auch ohne Alkohol.
Ausstattung & Services
Parken
- Kostenpflichtig
- Straßenparken
Barrierefrei
- Eingang
- Sitzplätze
Zahlung
- Kreditkarte
- EC-/Debitkarte
- Kontaktlos
Service
- Take-away
- Verzehr vor Ort
- Tischservice
- Selbstbedienung
Ausstattung
- Toilette
- Vegetarisch
- WLAN
- Bar vor Ort
- Vegan
Atmosphäre
- Leger
- Gemütlich
- Angesagt
- Ruhig
- Romantisch
Besonderheiten
- Gute Weinkarte
- Guter Kaffee
Reservierung
- Reservierung möglich
- Reservierung empfohlen
Geeignet für
- Gruppen



