Kasui

Palma · Restaurants · Preisniveau: Gehoben · 30–40 € · 4.8(613)Google

Preis laut Google

Kasui liegt an der Plaça de Raimundo Clar in Palmas Altstadt, ein paar Gassen östlich der Plaça Major, und macht dort seit 2019 etwas, das der Stadt lange gefehlt hat: ein japanisches Haus, das nicht vom Sushi her denkt, sondern vom Feuer. Im Zentrum steht der Robatayaki-Grill, die japanische Holzkohleparrilla, und um ihn herum ist eine Karte gebaut, die als asiatische Tapas zum Teilen gedacht ist.

Das Konzept mischt bewusst zwei Herkünfte: die japanische Grilltradition auf der einen Seite, die Garküchen Südostasiens auf der anderen. Das klingt nach Beliebigkeit, ist aber sehr genau gesetzt. Die Gerichte tragen japanische Technik und Würzung, holen sich Schärfe, Säure und Süße aber aus dem südostasiatischen Straßenessen dazu. Der Ton im Raum ist unprätentiös und eher intim; gegessen wird an Tischen, an der Bar und draußen auf der Terrasse.

Wenn du zum ersten Mal kommst, setz dich an die Theke. Von dort siehst du der Küche und dem Grill direkt zu, und bei diesem Haus ist das kein Nebenschauplatz, sondern der halbe Abend.

Kasui – Eindruck 1
Bild: KI-generiert – kein Foto des Betriebs

Robatayaki – warum Kasui ein Grillhaus ist

Robatayaki ist das japanische Grillen über Holzkohle. Anders als in anderen Barbecue-Traditionen wurde darin ursprünglich vor allem Fisch direkt über der Flamme gegart; später kam Gemüse dazu und schließlich die Spieße, Yakitori vom Huhn und Kushiyaki von allem übrigen. Das Kennzeichen der Technik ist die Höhe: Die Produkte liegen auf verschiedenen Ebenen über der Glut, so lassen sich Garzeit und Hitze getrennt steuern. Holzkohle, Marinaden und Saucen tun den Rest und bringen Aromen, die ein anderer Grill nicht liefert.

Dieser Rauch ist der rote Faden durch die ganze Karte. Er zieht sich vom gegrillten Gemüse bis zum Fisch, und er ist der Grund, warum sich Kasui von den übrigen japanischen Adressen der Stadt hörbar unterscheidet.

Kasui – Eindruck 2
Bild: KI-generiert – kein Foto des Betriebs

Die Karte: Izakaya, Grill und Street Food

Die Karte ist in Rubriken geteilt. Unter Izakaya stehen die kalten und rohen Sachen: Jakobsmuschel-Sashimi mit Algen, Tobiko, Togarashi und einem Ponzu aus Yuzu und Trüffel; Lachstatar mit Avocadomousse, Kioto-Sauce und frittiertem Wan-Tan; ein Steak Tatar mit Miso und Senf, Foie mi-cuit, gepökeltem Eigelb und Parmesan; dazu Gyoza von Schwein, Garnele und Lauch mit Okonomiyaki-Sauce, Wasabi-Mayonnaise und Katsuobushi.

Vom Robatayaki kommen gegrillte Avocado mit Pico de Gallo, Joghurt und Sweet Chili, Aubergine mit Miso-Sauce, Sesam, Yuzu, getrocknetem Bonito und Tenkasu, Secreto Ibérico Teriyaki mit Selleriepüree und Ananas-Chutney, Schweinerippchen in koreanischer Chilimarinade mit Piquillo-Creme, Joghurt und hauseigenem Furikake, Lachs mit Mango-Teriyaki, Gurken-Sunomono und Bananenchips, in Miso marinierter Wolfsbarsch mit Bimi und Wafu-Sauce sowie Garnelen-Kushiyaki mit Röstmais und Chili-Limetten-Mayonnaise.

Die Street-Food-Rubrik ist kurz und trifft: knusprig ausgebackener Blumenkohl mit asiatischer Rosé-Sauce und Furikake, Bao mit Pork Belly, Hoisin und Shiso, Dim Sum vom Rind mit Thai-Curry, Thai-Pesto, gepökelter Riesengarnele und Panipuri. Als Beilage stehen Kimchi und Jasminreis mit Sesam auf der Karte. Süß wird es mit einem Cremoso von weißer Schokolade und Yuzu mit Kakao-Crumble und Maracuja, einem Käsekuchen mit Kaffirlimetten-Sirup und gebrannten Walnüssen sowie Mochi in Vanille und Schokolade.

Cocktails, Sake und die Bar

Die Bar ist bei Kasui keine Beigabe. Das Haus führt eine kurze Karte eigener Signature-Cocktails, die auf das Essen abgestimmt sind: Gin mit Basilikum, Holunderblüten-Cordial und Zitrone; dunkler Rum mit Kaffirlimetten-Sirup, Ananas und Limette; eine Margarita Japonesa aus Tequila, Triple Sec und Yuzusaft; dazu der hauseigene Kasui Ice Tea mit Matcha, Mango und Zitrone.

Wer lieber klassisch bleibt, findet Sake im Ausschank, japanisches Bier und eine knappe, gut sortierte Weinauswahl, in der auch ein mallorquinischer Roter steht. Für größere Runden gibt es Gruppenmenüs auf Anfrage.

Wer hinter Kasui steht

Küchenchef und Mitinhaber ist Miki Cerdà, Mallorquiner. Er hat in Hotelküchen der Insel gelernt und ist dann nach Barcelona und weiter nach London gegangen, wo er bei Roka arbeitete, einem Haus, das auf japanische Küche und eben Robatayaki spezialisiert ist. Dort entstand die Idee, etwas Eigenes auf Mallorca aufzumachen; Kasui ist das Ergebnis. An Bar und Grill stehen mit ihm Álvaro Busquets und Da Fernández.

Ausstattung & Services

Parken

  • Kostenpflichtig

Barrierefrei

  • Eingang
  • Sitzplätze

Zahlung

  • Kreditkarte
  • EC-/Debitkarte
  • Kontaktlos

Service

  • Verzehr vor Ort
  • Tischservice

Ausstattung

  • Toilette
  • Terrasse
  • Bar vor Ort

Atmosphäre

  • Leger
  • Gemütlich
  • Angesagt
  • Ruhig

Besonderheiten

  • Guter Kaffee

Reservierung

  • Reservierung möglich
  • Reservierung empfohlen

Geeignet für

  • Gruppen

Häufige Fragen zu Kasui

Welche Küche kocht Kasui?

Kasui ist ein japanisches Haus mit südostasiatischem Einschlag. Die Basis ist die Robatayaki-Küche, also das japanische Grillen über Holzkohle; dazu kommen Einflüsse aus dem Straßenessen Südostasiens. Serviert wird das Ganze als asiatische Tapas zum Teilen, nicht als klassisches Menü in Gängen.

Was ist Robatayaki?

Robatayaki ist die japanische Grilltradition über Holzkohle. Ursprünglich wurde darauf vor allem Fisch direkt über der Flamme gegart, später kamen Gemüse und die Spieße dazu. Charakteristisch ist, dass die Produkte auf unterschiedlichen Höhen über der Glut liegen, damit sich Garzeit und Hitze getrennt steuern lassen.

Sollte man bei Kasui reservieren?

Das Haus nimmt Reservierungen über ein eigenes Buchungssystem auf seiner Website entgegen. Der Raum ist klein und eher intim, und die Plätze an der Theke vor Küche und Grill sind die begehrtesten. Wer sicher sitzen möchte, reserviert also besser vorab.

Gibt es bei Kasui vegetarische Gerichte?

Die Karte hat mehrere Gerichte ohne Fleisch: gegrillte Avocado mit Pico de Gallo, Joghurt und Sweet Chili, knusprig ausgebackenen Blumenkohl, Kimchi und Jasminreis mit Sesam. Achtung bei der gegrillten Aubergine: Sie kommt mit getrocknetem Bonito, ist also nicht vegetarisch. Frag im Zweifel das Personal, das die Gerichte ohnehin erklärt.

Was macht Kasui in Palma besonders?

Palma hat viele japanische Adressen, aber die meisten denken vom Sushi her. Kasui stellt stattdessen den Holzkohlegrill in die Mitte und baut die ganze Karte um das Feuer herum. Der Rauch zieht sich vom Gemüse bis zum Fisch durch — das ist der hörbare Unterschied zum Rest des Angebots in der Stadt.

Wer steht hinter Kasui?

Küchenchef und Mitinhaber ist der Mallorquiner Miki Cerdà. Er hat in Hotelküchen der Insel gelernt, ging danach nach Barcelona und weiter nach London, wo er bei Roka arbeitete, einem auf japanische Küche und Robatayaki spezialisierten Haus. Von dort brachte er die Idee für ein eigenes Lokal mit nach Mallorca. An Bar und Grill stehen Álvaro Busquets und Da Fernández.

Bewertungen

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