Kasui liegt an der Plaça de Raimundo Clar in Palmas Altstadt, ein paar Gassen östlich der Plaça Major, und macht dort seit 2019 etwas, das der Stadt lange gefehlt hat: ein japanisches Haus, das nicht vom Sushi her denkt, sondern vom Feuer. Im Zentrum steht der Robatayaki-Grill, die japanische Holzkohleparrilla, und um ihn herum ist eine Karte gebaut, die als asiatische Tapas zum Teilen gedacht ist.
Das Konzept mischt bewusst zwei Herkünfte: die japanische Grilltradition auf der einen Seite, die Garküchen Südostasiens auf der anderen. Das klingt nach Beliebigkeit, ist aber sehr genau gesetzt. Die Gerichte tragen japanische Technik und Würzung, holen sich Schärfe, Säure und Süße aber aus dem südostasiatischen Straßenessen dazu. Der Ton im Raum ist unprätentiös und eher intim; gegessen wird an Tischen, an der Bar und draußen auf der Terrasse.
Wenn du zum ersten Mal kommst, setz dich an die Theke. Von dort siehst du der Küche und dem Grill direkt zu, und bei diesem Haus ist das kein Nebenschauplatz, sondern der halbe Abend.

Robatayaki – warum Kasui ein Grillhaus ist
Robatayaki ist das japanische Grillen über Holzkohle. Anders als in anderen Barbecue-Traditionen wurde darin ursprünglich vor allem Fisch direkt über der Flamme gegart; später kam Gemüse dazu und schließlich die Spieße, Yakitori vom Huhn und Kushiyaki von allem übrigen. Das Kennzeichen der Technik ist die Höhe: Die Produkte liegen auf verschiedenen Ebenen über der Glut, so lassen sich Garzeit und Hitze getrennt steuern. Holzkohle, Marinaden und Saucen tun den Rest und bringen Aromen, die ein anderer Grill nicht liefert.
Dieser Rauch ist der rote Faden durch die ganze Karte. Er zieht sich vom gegrillten Gemüse bis zum Fisch, und er ist der Grund, warum sich Kasui von den übrigen japanischen Adressen der Stadt hörbar unterscheidet.

Die Karte: Izakaya, Grill und Street Food
Die Karte ist in Rubriken geteilt. Unter Izakaya stehen die kalten und rohen Sachen: Jakobsmuschel-Sashimi mit Algen, Tobiko, Togarashi und einem Ponzu aus Yuzu und Trüffel; Lachstatar mit Avocadomousse, Kioto-Sauce und frittiertem Wan-Tan; ein Steak Tatar mit Miso und Senf, Foie mi-cuit, gepökeltem Eigelb und Parmesan; dazu Gyoza von Schwein, Garnele und Lauch mit Okonomiyaki-Sauce, Wasabi-Mayonnaise und Katsuobushi.
Vom Robatayaki kommen gegrillte Avocado mit Pico de Gallo, Joghurt und Sweet Chili, Aubergine mit Miso-Sauce, Sesam, Yuzu, getrocknetem Bonito und Tenkasu, Secreto Ibérico Teriyaki mit Selleriepüree und Ananas-Chutney, Schweinerippchen in koreanischer Chilimarinade mit Piquillo-Creme, Joghurt und hauseigenem Furikake, Lachs mit Mango-Teriyaki, Gurken-Sunomono und Bananenchips, in Miso marinierter Wolfsbarsch mit Bimi und Wafu-Sauce sowie Garnelen-Kushiyaki mit Röstmais und Chili-Limetten-Mayonnaise.
Die Street-Food-Rubrik ist kurz und trifft: knusprig ausgebackener Blumenkohl mit asiatischer Rosé-Sauce und Furikake, Bao mit Pork Belly, Hoisin und Shiso, Dim Sum vom Rind mit Thai-Curry, Thai-Pesto, gepökelter Riesengarnele und Panipuri. Als Beilage stehen Kimchi und Jasminreis mit Sesam auf der Karte. Süß wird es mit einem Cremoso von weißer Schokolade und Yuzu mit Kakao-Crumble und Maracuja, einem Käsekuchen mit Kaffirlimetten-Sirup und gebrannten Walnüssen sowie Mochi in Vanille und Schokolade.
Cocktails, Sake und die Bar
Die Bar ist bei Kasui keine Beigabe. Das Haus führt eine kurze Karte eigener Signature-Cocktails, die auf das Essen abgestimmt sind: Gin mit Basilikum, Holunderblüten-Cordial und Zitrone; dunkler Rum mit Kaffirlimetten-Sirup, Ananas und Limette; eine Margarita Japonesa aus Tequila, Triple Sec und Yuzusaft; dazu der hauseigene Kasui Ice Tea mit Matcha, Mango und Zitrone.
Wer lieber klassisch bleibt, findet Sake im Ausschank, japanisches Bier und eine knappe, gut sortierte Weinauswahl, in der auch ein mallorquinischer Roter steht. Für größere Runden gibt es Gruppenmenüs auf Anfrage.
Wer hinter Kasui steht
Küchenchef und Mitinhaber ist Miki Cerdà, Mallorquiner. Er hat in Hotelküchen der Insel gelernt und ist dann nach Barcelona und weiter nach London gegangen, wo er bei Roka arbeitete, einem Haus, das auf japanische Küche und eben Robatayaki spezialisiert ist. Dort entstand die Idee, etwas Eigenes auf Mallorca aufzumachen; Kasui ist das Ergebnis. An Bar und Grill stehen mit ihm Álvaro Busquets und Da Fernández.
Ausstattung & Services
Parken
- Kostenpflichtig
Barrierefrei
- Eingang
- Sitzplätze
Zahlung
- Kreditkarte
- EC-/Debitkarte
- Kontaktlos
Service
- Verzehr vor Ort
- Tischservice
Ausstattung
- Toilette
- Terrasse
- Bar vor Ort
Atmosphäre
- Leger
- Gemütlich
- Angesagt
- Ruhig
Besonderheiten
- Guter Kaffee
Reservierung
- Reservierung möglich
- Reservierung empfohlen
Geeignet für
- Gruppen



