Krishna Curry Bar steht im Carrer de Sant Magí, und wer Santa Catalina kennt, weiß, was das heißt: Diese Straße ist die Hauptader des Viertels, die cataliners nennen sie seit jeher den carrer gran, die große Straße. Auf wenigen hundert Metern liegen Bars und Küchen aus aller Welt nebeneinander. Santa Catalina gilt als das kosmopolitischste Viertel Palmas, und ein indisches Haus gehört hier selbstverständlich dazu.
Gekocht wird indisch, und die Karte macht daraus ein System, das dir das Bestellen leichter macht, als du denkst. Sie sortiert nicht nach fertigen Gerichten, sondern nach drei Entscheidungen: erst die Sauce, dann die Einlage — Hähnchen, Lamm oder Garnelen, Gemüse —, zum Schluss die Schärfe. Jedes Gericht lässt sich mild, mittel oder scharf zubereiten, und das gilt ausdrücklich für die komplette Curry-Karte. Das Haus selbst beschreibt seine Spanne als Weg von den intensiven, scharfen Aromen bis zu den mildesten und feinsten Tellern. Und Curry Bar ist wörtlich gemeint: Cocktails gehören dazu, das Haus versteht sich als Bar so gut wie als Restaurant.

Die Currys im Krishna Curry Bar: erst die Sauce, dann die Einlage
Am milden Ende stehen Korma mit Kokoscreme und zurückhaltenden Gewürzen und Badami mit gemahlenen Mandeln und Kokosmilch. Butter Curry ist der Klassiker mit weicher Tomaten-Butter-Sauce, Tikka Masala kommt cremig mit gemahlenen Mandeln und Gewürzen.
Würziger wird es bei Rogan Josh, einem Kashmiri-Curry mit intensiver Gewürznote in cremiger Tomatensauce, und bei Kadai mit Zwiebel, Tomate, Ingwer, Knoblauch und frisch gemahlenem Kadai-Masala. Jalfrezi bringt Zwiebeln, gemischte Paprika und aufgeschnittene grüne Chilis, das Goa Style Curry arbeitet mit Kokos, Zwiebel, Koriandersamen, grüner Chili und Curryblättern — die südwestindische Handschrift auf der Karte. Grün wird es beim Green Masala aus grünen Kräutern, Spinat, grüner Paprika, Chili und Minze, während Dahiwala halbtrocken nach Punjabi-Art kommt, langsam gegart in einer sehr leichten Joghurtsauce. Wer Schärfe sucht, landet bei Madras mit Knoblauch und Ingwer oder bei Nihari, das die Karte für seinen reichen, würzigen Geschmack ausweist.
Entscheidend ist, dass es diese ganze Reihe dreifach gibt: mit Hähnchen, mit Lamm oder Garnelen und rein pflanzlich mit Gemüse. Am Tisch bestellt also jeder dieselbe Sauce in seiner Version — der vegetarische Teil ist kein Anhängsel, sondern dieselbe Karte.

Tandoor, Brote und ein Käse von der Nachbarinsel
Der Lehmofen trägt einen guten Teil der Vorspeisen. Chicken Tikka wird mariniert und darin gegart, Paneer oder Tofu Tikka ebenso — derselbe Spieß, einmal mit indischem Frischkäse, einmal vollständig pflanzlich. Achari-Champignons werden mariniert und im Ofen geröstet, Tandoori-Garnelen stehen je nach Verfügbarkeit auf der Karte.
Der Rest kommt aus Pfanne und Fritteuse: Chicken Pakora im Kichererbsenmehl, Onion Bhaji aus fein geschnittener Zwiebel, Samosa mit Lammhack oder mit Gemüse, dazu ein Prawn Taco mit Garnelen, Zwiebel und Tomate, serviert mit Puri. Zwei Teller lohnen den Blick besonders: Murgh Kali Mirch, Hähnchen mit frisch gemahlenem schwarzem Pfeffer und einem Potpourri weiterer Gewürze, und Hazari Chicken — Tikka-Hähnchen unter geschmolzenem Mahón-Käse. Menorquinischer Käse auf indischem Spieß ist eine Idee, die es so kaum ein zweites Mal gibt.
Eine Hausspezialität taucht gleich zweimal auf, bei den Vorspeisen wie bei den Beilagen: Naan Bombs, Käsebomben mit Knoblauch und Kräutern. Die übrigen Brote bleiben klassisch — Naan pur, mit Knoblauch, mit Käse, mit beidem, dazu Peshwari Naan und Chapati. Beim Reis stehen neben Basmati und Pilau auch Gemüse-, Pilz- und Zitronenreis. Zum Schluss hält die Karte genau zwei Desserts bereit, und beide sind bewusst nicht indisch: ein Schokoladen-Coulant und ein Mango-Cheesecake.
Santa Catalina rund um den Sant Magí
Santa Catalina, Palmas altes Fischerviertel westlich der Avinguda de l'Argentina, trägt seine Gastronomie vor allem in zwei Straßen: dem Carrer de Sant Magí und dem fußläufigen Carrer de la Fàbrica. Sant Magí ist dabei die Zeile mit den Cocktailbars und der Livemusik, und die überdachte Markthalle an der Plaça de la Navegació, die älteste Palmas, liegt ein paar Straßen weiter.
Krishna Curry Bar liegt am unteren Ende der Straße, nah an der Avinguda de l'Argentina. Einen Tisch reservierst du über das eigene Buchungssystem des Hauses, und wer lieber zu Hause isst, bestellt über den ebenfalls hauseigenen Online-Dienst.
Ausstattung & Services
Barrierefrei
- Eingang
- Sitzplätze
Zahlung
- Kreditkarte
- EC-/Debitkarte
- Kontaktlos
Service
- Lieferung
- Take-away
- Verzehr vor Ort
- Tischservice
Ausstattung
- Toilette
- Vegetarisch
- Bar vor Ort
- Vegan
Atmosphäre
- Leger
- Gemütlich
- Angesagt
- Ruhig
Reservierung
- Reservierung möglich
- Reservierung empfohlen
Geeignet für
- Gruppen



