L'Informal Tacos steht an der Plaça Nova de la Ferreria mitten in Palmas Altstadt und nennt sich selbst eine Taquería — eine andere Taquería, wie das Haus dazusagt. Der Taco ist hier nicht Vorspeise, sondern das Format: gefaltet, mit den Händen gegessen, immer paarweise auf kleinen Maistortillas. „Der Taco wird nicht zerteilt, er wird geteilt“ lautet der Satz, mit dem das Lokal seine eigene Karte erklärt.
Hinter dem Projekt stehen zwei gelernte Köche: Cristian Piedrahita und Sergio Di Bella. Kennengelernt haben sie sich in der Küche von Marc Fosh in Palma, wo sie Seite an Seite arbeiteten; seit 2019 führen sie an der Plaça Nova de la Ferreria ihr eigenes Haus. Das merkt man der Karte an. Sie liest sich nicht wie die einer traditionellen mexikanischen Taquería, sondern wie die Arbeit zweier Köche, die die Grundlagen kennen und ohne Ehrfurcht weiterdenken.

Die Karte von L'Informal Tacos
Die Tacos kommen paarweise, und die Bandbreite ist größer, als das schmale Format vermuten lässt. Al Pastor wird aus mariniertem Duroc-Schwein am Trompo gebraten und mit Ananas, roter Zwiebel und einer frischen Salsa verde aus Jalapeño und Avocado belegt — ein senkrechter Spieß ist in einer Inselküche kein selbstverständlicher Aufwand. Cochinita Pibil bringt mit Chili und Orange mariniertes Schwein, Limettencreme und eingelegte rote Zwiebel. Birria wird mit geschmortem Rind und Mozzarella gefüllt und mit einer Brühe aus Rind und Chilis serviert, in die der Taco getunkt wird.
Daneben stehen Varianten, die sich weiter von der Vorlage entfernen: Baja California mit Corvina im Tempurateig, Pico de Gallo und Limetten-Alioli; Brisket mit gebratenem Rind und einer Salsa aus gerösteten Tomatillos; Panceta mit Schweinebauch in Barbecuesauce aus Ananas und Jalapeño; Pollo Crujiente mit knusprigem Hähnchen und eingelegtem Kraut. Der Taco Korea Town verlässt Mexiko ganz und legt Garnelen in eine süßsaure Kimchi-Sauce, dazu Sesam und Chili-Mayo. Vegetarisch gibt es geröstete Süßkartoffel mit Bohnen, Limettencreme und Salsa verde.

Nicht nur Tacos
Zum Einstieg gibt es hausgemachte Totopos mit Guacamole, Quesadillas mit Champignon-Sofrito oder mit geschmortem Schweinefleisch und Cazuelas mit geschmolzenem Käse, klassisch oder mit Chili con Carne. Auffällig ist, wie viel roher Fisch auf der Karte steht: ein Ceviche aus Corvina und Gambas im Tempurateig mit Leche de Tigre und Ponzu, eine Tostada mit rotem Thunfisch in Sojavinaigrette und eine Tostada mit Corvina, deren Leche de Tigre aus Chile Ancho und Maracuja gezogen wird. Der Blumenkohl kommt zarandeado gegart, mit Feta, Mandelsalsa, Kürbiskernen und Chile-de-Árbol-Öl.
Zum Nachschärfen steht eine Reihe eigener Salsas bereit — Maya, Chipotle, Habanero, grüne Tomatillo und Macha. Die Karte weist Allergene gerichtweise aus. Am Ende warten Tres Leches, ein Käsekuchen nach Art „La Viña“ und eine Schokoladentarte mit Erdnussmousse.
Margaritas, Mezcal und Tequila
Die Bar ist bei L'Informal Tacos kein Anhängsel. Die Margarita bekommt einen eigenen Abschnitt und wird in mehreren Bauweisen ausgeschenkt: klassisch, als Tommy's mit Agavensirup statt Orangenlikör, mit Maracuja, mit Mezcal statt Tequila und in einer Hibiskus-Fassung mit Cold Brew aus Hibiskusblüten, Limettencordial und Hibiskussalz. Dazu kommen Paloma, Jalisco Mule, Mezcal Mule, ein Espresso Martini auf Tequila Reposado, ein Pisco Sour und ein alkoholfreier Longdrink aus Hibiskus, Maracuja und Limette.
Wer die Agave pur probieren will, findet eine ganze Reihe Tequilas und Mezcales, letztere überwiegend aus Espadín, darunter ein Pechuga. Dazu mexikanische Biere samt Michelada und Chelada und hausgemachte Limonaden. Die Inselpresse nennt die Margaritas in einem Atemzug mit Tacos, Quesadillas und Cazuelas — das trifft die Gewichtung im Haus gut.
Das Lokal und das Viertel
Eingerichtet ist das Lokal reduziert: helles Holz, Beton, viel Licht und große Fenster, durch die man dem Viertel bei seinem Tagesgeschäft zusieht. Sa Gerreria, die dichte Gassennachbarschaft rund um die Plaça Nova de la Ferreria, war lange keine Adresse zum Essengehen und hat sich durch eine Reihe neuer Lokale und Cafés verändert.
Reservieren lohnt sich, denn ein Tisch wird hier selten von allein frei. Buchungen nimmt das Haus über die eigene Website und über WhatsApp an, zusätzlich ist es über ein internationales Reservierungsportal zu erreichen.
Ausstattung & Services
Parken
- Kostenpflichtig
Barrierefrei
- Eingang
- Parkplatz
- Toilette
- Sitzplätze
Zahlung
- Kreditkarte
- EC-/Debitkarte
- Kontaktlos
Service
- Lieferung
- Take-away
- Verzehr vor Ort
- Tischservice
- Selbstbedienung
Ausstattung
- Vegetarisch
- WLAN
- Bar vor Ort
- Vegan
Atmosphäre
- Leger
- Gemütlich
- Angesagt
Haustiere
- Hunde erlaubt
Besonderheiten
- Gute Cocktails
- Guter Kaffee
- Gute Bierauswahl
Reservierung
- Reservierung erforderlich
Geeignet für
- Familien mit Kindern
- Gruppen



