La Casa del Ramen steht in der Carrer de Pere Llobera in Pere Garau, einem dicht bewohnten Viertel im Osten von Palma, ein paar Straßen vom Mercat de Pere Garau entfernt. Der Name führt dabei ein wenig in die Irre: Gekocht wird hier chinesisch, nicht japanisch. Das ist stimmiger, als es zunächst klingt — hinter dem Wort Ramen steht das chinesische Lamian, und das heißt nichts anderes als: von Hand gezogene Nudeln.
Genau die sind hier die Hausdisziplin. Der Teig wird gezogen und nicht geschnitten, und die fertigen Nudeln gehen entweder in eine kräftige Brühe oder in den Wok. Der Rest der Karte ordnet sich dieser einen Sache unter.
Das Lokal selbst ist klein und ohne großen Aufwand hergerichtet. Wer eine durchkomponierte Kulisse sucht, ist hier falsch. Was Gäste stattdessen immer wieder beschreiben: eine freundliche Bedienung, sehr große Portionen und eine Rechnung, die für das Gebotene bescheiden ausfällt.

La Casa del Ramen und die handgezogene Nudel
Die Nudel ist hier kein Beiwerk, sondern der Grund, warum das Haus existiert. Von Hand gezogener Teig ergibt eine andere Konsistenz als geschnittener: ungleichmäßiger, elastischer, und kräftig genug, um in einer schweren Brühe nicht weich zu werden. Auf der Karte tauchen die gezogenen Nudeln in mehreren Fassungen auf — in der Brühe mit Rind, mit Rind aus dem Wok, mit Schweinerippchen sowie mit eingelegtem Kohl und Schweinestreifen.
Das Rind ist dabei das Zugpferd. Es kommt geschmort auf den Tisch, als eigenes Gericht ebenso wie als Einlage der scharfen Rindfleischsuppe. Und wer sich durch die Rückmeldungen der Gäste liest, stößt auffällig oft auf dieselben beiden Empfehlungen: die handgezogenen Nudeln mit Rind und die gebratenen Reisnudeln.

Was auf der Karte steht
Neben den Nudelschüsseln führt das Haus eine breitere Nebenkarte, als man einem Nudelspezialisten zutrauen würde. Es gibt Gyoza, gefüllte Teigfladen, lackierte Ente, geschmortes Rind als eigenen Gang und einen Gurkensalat als leichte Vorspeise. Bei den Nudeln selbst reicht die Auswahl von Hot and Sour Noodles über Eiernudeln nach Qingtianer Art bis zu den Tallarines tres delicias.
Diese Bandbreite ist der eigentliche Hinweis darauf, wie das Haus zu lesen ist: nicht als Ramen-Bar im japanischen Sinn, in der drei Brühen sorgfältig variiert werden, sondern als chinesische Nudelküche, in der die gezogene Nudel das Zentrum bildet und Wok, Schmortopf und Teigfladen gleichberechtigt daneben stehen.
Pere Garau, Palmas asiatisches Viertel
Rund um den Mercat de Pere Garau hat sich die dichteste Ansammlung asiatischer Lokale der Stadt gebildet — chinesische, japanische und indische Häuser auf wenigen Straßenzügen. Die Vereinigung der chinesischen Gemeinde auf den Balearen zählt La Casa del Ramen ausdrücklich zu jenen Adressen mit engem Fokus, die neben die klassischen, breit aufgestellten China-Restaurants des Viertels getreten sind.
Für dich heißt das: Du kommst nicht in eine Ausgehmeile, sondern in ein Wohn- und Arbeitsviertel, in dem gegessen wird, weil es gut und günstig ist. Der Markt lohnt den Weg ohnehin, und falls die eine Adresse voll ist, liegt die nächste selten weiter als eine Straße entfernt.
Ausstattung & Services
Parken
- Kostenpflichtig
- Straßenparken
- Kostenlos
Barrierefrei
- Eingang
- Sitzplätze
Zahlung
- Kreditkarte
- EC-/Debitkarte
- Kontaktlos
Service
- Lieferung
- Take-away
- Verzehr vor Ort
- Tischservice
Ausstattung
- Toilette
- Vegetarisch
- Bar vor Ort
- Vegan
Atmosphäre
- Leger
- Gemütlich
- Angesagt
Besonderheiten
- Guter Kaffee
- Gute Bierauswahl
Reservierung
- Reservierung möglich
- Reservierung empfohlen
Geeignet für
- Familien mit Kindern
- Gruppen



