Wer in Palma nach La Parada del Mar fragt, bekommt meistens denselben Satz zu hören: Da suchst du dir den Fisch selbst aus. Genau so ist es. Das Lokal an der Avinguda de Joan Miró in Cala Major, wenige Schritte vom Palau de Marivent entfernt, empfängt dich nicht mit einer Karte, sondern mit einer Auslage. Fisch und Meeresfrüchte liegen auf einer Bank ausgebreitet wie in einer Fischhandlung, die Preise stehen direkt beim Produkt. Du gehst daran entlang, lässt dich beraten, entscheidest dich für Ware und Menge — und setzt dich erst danach an den Tisch.
Was dann passiert, ist unspektakulär und genau deshalb überzeugend. Die Küche nimmt, was du ausgesucht hast, und bereitet es zu. Zwei Wege gibt es dabei, und mehr braucht das Haus nicht: die Plancha und die Fritur. Nach dieser Formel arbeitet der Betrieb seit über einem Jahrzehnt in Cala Major, und dass die Ware ständig rotiert, ist weniger eine Frage der Haltung als eine Folge der Nachfrage.

Wie La Parada del Mar funktioniert
Der Tresen ist die Karte. Was dort liegt, richtet sich nach Markt und Jahreszeit, und die Bandbreite ist groß: Seezunge, Cap-roig, Wolfsbarsch, Seeteufel, Dorade, Tintenfisch, Sepia, Sardellen, Miesmuscheln, Garnelen, Kammmuscheln, Krake. Dazu kommt das Kleinzeug, ohne das eine Marisquería nicht auskommt — Herzmuscheln, Venusmuscheln, Schwertmuscheln, Baby-Tintenfische.
Du musst dich nicht auskennen, um hier gut zu essen. Das Personal führt dich an der Auslage entlang und berät bei Ware und Menge; der Service ist eingespielt und hilft, wo Hilfe gebraucht wird. Das ist der eigentliche Reiz des Konzepts: Es nimmt dir die Entscheidung nicht ab, aber es lässt dich damit auch nicht allein.

Plancha oder Fritur
Zubereitet wird knapp. Tintenfisch kommt entweder von der Plancha oder in der andalusischen Art aus dem heißen Fett, Miesmuscheln werden gedämpft, Venusmuscheln gibt es von der Platte oder marinera, Garnelen und Kammmuscheln von der Plancha. Sardellen und Baby-Tintenfische gehören auf die Fritur-Seite. Mehr Technik ist nicht im Spiel, und mehr wäre bei dieser Ware auch falsch.
Wer sich nicht festlegen will, nimmt das Degustationsmenü. Es führt einmal quer durch das Haus: Nusssalat und Padrón-Paprika vorweg, dann Baby-Tintenfische, Sardellen, Tintenfisch von der Plancha, gedämpfte Miesmuscheln, Schwertmuscheln, Garnelen und Kammmuscheln, dazu ein Getränk und Nachtisch.
Süßes zum Schluss
Die Nachspeisen sind der Teil, den man bei einem Fischlokal am wenigsten erwartet. Es gibt einen Karottenkuchen mit Nüssen, und es gibt eine Schokoladentorte, die mit Guinness gebacken wird. Das klingt quer zur Küstenküche, und genau deshalb bleibt es hängen.
Der Rahmen in Cala Major
Die Einrichtung ist maritim, ohne in Kitsch zu kippen: große Fotografien von Booten, Fanggerät und Fischern, dazu blau-weiße Fliesen an den Säulen. Die Tische sind schmucklos, es liegt kein Tischtuch auf, Besteck und Gläser sind einfach gehalten. Nach draußen öffnet sich eine große Terrasse, die sich vor allem dann anbietet, wenn die größte Hitze nachlässt.
Das passt zum Selbstverständnis des Hauses: La Parada del Mar versteht sich als unterhaltsame, unkomplizierte Adresse und nicht als Tempel. Der Erfolg erklärt sich aus dem Zusammenspiel von guter Ware, sicherer Zubereitung und Preisen, die für ein Fischrestaurant vernünftig bleiben.
Ausstattung & Services
Parken
- Kostenlos
- Straßenparken
Barrierefrei
- Eingang
- Toilette
- Sitzplätze
Zahlung
- EC-/Debitkarte
- Kontaktlos
Service
- Verzehr vor Ort
- Tischservice
- Selbstbedienung
Ausstattung
- Terrasse
- WLAN
- Bar vor Ort
Atmosphäre
- Leger
- Gemütlich
- Angesagt
- Ruhig
Haustiere
- Hunde draußen
Besonderheiten
- Live-Musik
- Gute Weinkarte
- Guter Kaffee
Reservierung
- Reservierung erforderlich
Geeignet für
- Familien mit Kindern
- Gruppen



