Les Artistes y más ist ein französisches Bistro mitten in Palma, gleich gegenüber dem Mercat de l'Olivar. Wer vom Markt kommt, steht nach ein paar Schritten auf der kleinen Plaça del Comtat del Rosselló — und drinnen dann vor Zwiebelsuppe, Bœuf bourguignon und Crêpes Suzette, als hätte jemand ein Pariser Eckbistro quer über das Mittelmeer getragen.
Hinter dem Haus stehen zwei Franzosen mit sehr verschiedenen Handwerken. Alain Azelart, Pariser, hat seine Lehre mit fünfzehn begonnen und sich später durch die Küchen Asiens, Marokkos und Skandinaviens gearbeitet. Gekocht wird hier trotzdem ausschließlich französisch, und das mit einer gewissen Sturheit: Nach Bocadillos oder Spaghetti bolognese wird an dieser Adresse oft genug gefragt, auf der Karte stehen sie nicht. Sein Partner Thierry Mathieu kommt von der anderen Seite — Kunstakademie von Kindesbeinen an, später Freskenrestaurierung an historischen Bauten, monumentale Trompe-l'œil-Malerei, Theaterdekor, Blattgold. Der Name des Hauses meint beide Handwerke: Es soll mehr sein als ein Essen und mehr als ein Bild.

Was auf der Karte von Les Artistes y más steht
Die Karte ist kurz und bleibt beim Kanon. Unter den Vorspeisen stehen Foie gras in der hausgemachten Terrine mit getoasteter Brioche und Feigenkonfitüre, Weinbergschnecken mit Butter, Knoblauch und Petersilie, gratinierte Zwiebelsuppe mit Emmental, im Ofen gebackener Camembert mit Walnüssen, Mandeln, Thymian und Honig, eine Terrine de campagne und Lyoner Pistazienwurst mit Petersilienkartoffeln.
Der Star ist das Bœuf bourguignon. Es steht ganzjährig auf der Karte, wird aus drei verschiedenen Rindfleischstücken gebaut und beschäftigt Azelart über drei Tage: marinieren, Sauce ansetzen, schmoren. Daneben finden sich Steak tartare nach französischer Art, Hechtklößchen mit Nantua-Sauce, confierte Entenkeule, ein Lammkarree in der Kräuterkruste mit Kartoffelgratin, Entenbrust zu roten Früchten und Kabeljaurücken grenobloise. Zum Abschluss Profiteroles mit heißer Schokolade, mit Grand Marnier flambierte Crêpes Suzette, Crème brûlée mit Tonkabohne, Île flottante mit rosa Pralinen und eine Tarte Tatin.

Markt vor der Tür, Weine aus Frankreich
Ein großer Teil der Ware kommt von gegenüber: Azelart geht selbst über den Olivar, sucht aus, lässt sich von den Ständen etwas einfallen. Einzelne Zutaten bezieht er direkt aus Frankreich. Die Weinkarte bleibt konsequent bei der Heimat — Côtes du Rhône, Bordeaux, Weißweine aus dem Burgund, Chablis, Muscadet sur lie, Rosé aus der Provence, dazu Champagner. Das passt zum Rest: Wer hier isst, bekommt keine mediterrane Lesart französischer Klassiker, sondern die Klassiker selbst.
Der Gastraum am Comtat del Rosselló
Der Raum ist klein und warm: unverputzte Marès-Wände, rot-weiß karierte Tischdecken, gerahmte Bilder und alte französische Plakate an den Wänden, französische Musik dazu. Vor der Tür stehen ein paar Tische auf dem Platz. Weil das Lokal wenige Plätze hat und gut besucht ist, lohnt sich eine Reservierung — per Mail nimmt das Haus keine an, wohl aber telefonisch und über das eigene Buchungssystem. Für einen Geburtstag, ein Treffen oder ein Essen mit Thema lässt sich der Raum auch komplett mieten.
Vegetarisch essen lässt sich hier, wenn auch nicht üppig: gebackener und frittierter Camembert, Raviole du Dauphiné mit Rucola, Tomate, Walnuss und Radieschen, die Käseauswahl aus französischen Regionen und die Desserts. Der Rest der Karte ist Fleisch und Fisch — daraus macht das Haus keinen Hehl.
Ausstattung & Services
Parken
- Kostenpflichtig
Zahlung
- Kreditkarte
- EC-/Debitkarte
- Kontaktlos
Service
- Take-away
- Verzehr vor Ort
- Tischservice
Ausstattung
- Toilette
- Vegetarisch
- Terrasse
- WLAN
- Bar vor Ort
Atmosphäre
- Leger
- Gemütlich
- Angesagt
- Ruhig
Besonderheiten
- Gute Weinkarte
- Guter Kaffee
Reservierung
- Reservierung möglich
- Reservierung empfohlen
Geeignet für
- Familien mit Kindern



