Das Maharani ist das indische Haus im Hafen von Port de Sóller: ein Familienbetrieb in der Carrer d'Antoni Montis, ein Stück hinter der Uferpromenade, geführt von einer aus Indien stammenden Familie, die sich in dem Küstenort niedergelassen hat.
Wer die Karte aufschlägt, hat die Küche sofort verstanden, denn sie ist als Raster gebaut. Auf der einen Achse stehen die Saucen, deren Namen jeder kennt, der schon einmal indisch gegessen hat: Bhuna, Dopiaza, Dansak, Rogan Josh, Dahi, Palak, Jalfrezi, Madras, Vindaloo, Korma, Kashmiri, Pasanda, Masala, Balti. Auf der anderen die vier Zutaten, mit denen sich jede dieser Saucen bestellen lässt. Kleine Chilisymbole hinter den Überschriften sagen dir vorher, wie scharf es wird — das Vindaloo trägt die meisten, das Korma keines. Wer es milder oder kräftiger möchte, sagt das beim Bestellen; die Allergene sind bei jedem Gericht durchnummeriert.
Interessant ist, was auf dieser zweiten Achse steht. Neben Hähnchen, Black-Tiger-Garnele und Rind führt das Maharani mallorquinisches Lamm, auf der spanischen Karte ausdrücklich als cordero mallorquín ausgewiesen. Ein Curryhaus, das sein Lamm auf der Insel kauft, auf der es kocht, ist auf Mallorca keine Selbstverständlichkeit, und die Haltung zieht sich durch die ganze Karte: Die Weinliste stellt mallorquinische Gewächse in Rot, Weiß und Rosé neben Namen vom spanischen Festland, und neben den indischen Bieren Cobra und Kingfisher steht ein mallorquinisches.

Die Küche im Maharani
Über dem Raster liegt eine zweite Ebene, die Spezialitäten des Küchenchefs. Sie drehen sich fast alle um Chicken Tikka, das im Lehmofen gegart und danach in einer Sauce fertiggestellt wird: mit Mango, frischem Ingwer und Knoblauch, mit Spinat, in einer Karahi-Sauce oder als Balti mit Zwiebeln, Tomaten, Kreuzkümmel und frischem Koriander. Ein Gericht trägt den Namen des Hauses — das Agra Special Maharani, Hähnchenbrust, in Joghurt und Masala mariniert, mit frischen Tomaten, Ingwer und Zwiebeln geschmort, mit Sahne gebunden und mit Cashewkernen und gerösteten Zwiebeln bestreut.
Der Tandoor arbeitet sichtbar mit. Die Riesengarnelen kommen mariniert aus dem Lehmofen, das Chicken Tikka Tandoori wird brutzelnd gebracht, und das Seekh Kebab aus fein gehacktem Lamm mit Zwiebel, Koriander, Paprika und Chili gart am Spieß über Holzkohle. Ungewöhnlich für ein indisches Haus ist die Fischabteilung: Das Maharani arbeitet mit Schellfisch, einmal in einer Sauce aus Sahne, Mandeln und Kapern, garniert mit Kokos und Ananas, einmal aus dem Lehmofen mit Paprikasauce. Kapern auf einer indischen Karte sind ein mediterraner Einschlag, den man selten findet.

Vegetarisch, Brot und Reis
Die vegetarische Abteilung ist kein Anhängsel, sondern eine kleine Karte für sich: Auberginen in Masala, Kichererbsen mit Ingwer, Knoblauch und Tomate, Bombay-Kartoffeln, Dal Tarka, Dal Makhani, Gemüse aus der Karahi mit frischem Koriander, dazu Raita. Der Käse dafür entsteht im Haus. Palak Panner ist schlicht Spinat mit hausgemachtem Panner, und derselbe Käse taucht scharf gewürzt oder mit Paprika und Tomate aus der Karahi wieder auf.
Die Brote kommen aus dem Tandoor: schlicht, mit Käse, mit Knoblauch, mit Zwiebel, mit Chili, als Peshwari mit Kokos und Mandeln oder mit Kartoffel gefüllt. Daneben steht das Bhatoora, ein frittiertes Vollkornbrot. Beim Reis reicht die Auswahl von schlichtem Basmati über Pilau bis zu Kokos- und Zitronenreis, und die Biryanis sind mit Safran gewürzt.
Maharani und der Hafen von Port de Sóller
Draußen gibt es eine Terrasse, auf der auch Kaffee ausgeschenkt wird, drinnen einen geräumigen Gastraum. Familien sind ausdrücklich eingeplant: Es gibt eine eigene Kinderkarte, auf der neben Schnitzel und Nuggets auch frittierte Calamares stehen. Zum Nachtisch bleibt es indisch, mit Mango- und Pistazieneis und in Sirup eingelegten frittierten Milchbällchen, dazu ein Mango Lassi.
Das zweite Standbein ist das Geschäft außer Haus. Bestellungen werden telefonisch angenommen und abgeholt — für zu Hause, für ein Boot in der Bucht oder für ein Picknick am Strand; auch größere Feiern beliefert das Haus. In einem Hafenort, in dem viele Gäste auf dem Wasser oder in einer Ferienwohnung sitzen, ist das ein naheliegender und trotzdem seltener Service. Mittags kommt zusätzlich ein festes Menü auf den Tisch.
Ausstattung & Services
Parken
- Kostenpflichtig
- Straßenparken
- Kostenlos
Barrierefrei
- Parkplatz
- Sitzplätze
Zahlung
- Kreditkarte
- EC-/Debitkarte
- Kontaktlos
Service
- Lieferung
- Take-away
- Verzehr vor Ort
- Tischservice
- Catering
Ausstattung
- Toilette
- Vegetarisch
- Terrasse
- WLAN
- Bar vor Ort
- Vegan
Atmosphäre
- Leger
- Gemütlich
- Ruhig
Besonderheiten
- Guter Kaffee
Reservierung
- Reservierung möglich
Geeignet für
- Familien mit Kindern
- Gruppen



