Das Mesón Español liegt an der Avinguda Magaluf, wenige Schritte von der Bucht entfernt, und macht aus einem Ort, den viele nur als Partymeile im Kopf haben, für einen Abend wieder eine spanische Adresse. Das Haus beschreibt seine Küche selbst als traditionelle spanische Küche mit einem Fusion-Einschlag: die Klassiker, wie man sie kennt, und daneben Gerichte, die aus der Tradition ausbrechen dürfen.
Wer die Karte durchgeht, merkt schnell, worauf das hinausläuft. Es gibt die volle spanische Grundausstattung, Tortilla, Padrón-Paprika, Gambas al ajillo, Croquetas und Patatas bravas, und daneben Dinge, die auf einer klassischen Mesón-Karte lange nichts zu suchen hatten: eine Poke Bowl mit Wakame und Edamame, ein Tataki vom roten Thun auf Algen, ein Tatar vom roten Thun mit Avocado, Mango und Ingwer.
Breit aufgestellt ist die Adresse mit Absicht. Neben der Parrillada stehen Burger und Bocatas, es gibt eine eigene Kinderkarte, und das Haus nennt sich selbst einen Ort für Familien und Gruppen. Das ist keine Feinschmecker-Etikette, sondern eine Nachbarschaftsküche, die in einem Urlaubsort funktionieren muss.

Die Küche im Mesón Español
Die Selbstbeschreibung des Hauses ist knapp und ziemlich genau: Man arbeite aus Respekt vor der spanischen Küche, wie sie immer war, und interpretiere sie mit zeitgenössischen Techniken und einem internationalen Einschlag neu. Auf der Karte heißt das, dass die Klassiker nicht angetastet werden und die Ausreißer daneben Platz bekommen, statt sie zu verdrängen.
Beim Fisch wird das am deutlichsten. Es gibt die Fritura mit Boquerones, Gambas, Calamares und Chipirones, Pulpo a la gallega, Sardinen von der Plancha, Zamburiñas und französische Austern, und auf derselben Seite eine Lubina, die auf mallorquinische Art aus dem Ofen kommt, dazu eine Parrillada aus Fisch und Meeresfrüchten, Muscheln a la marinera und eine Sopa de pescado y marisco.

Arroces: sieben Wege, Reis zu kochen
Die Reisabteilung ist der Teil der Karte, an dem sich das Haus am wenigsten zurückhält. Sieben Zubereitungen stehen dort nebeneinander: Paella mit Fisch und Meeresfrüchten, Paella mixta aus Huhn und Meeresfrüchten, Paella ciega, eine Fideuá mit Fisch und Meeresfrüchten, Arroz negro mit Tintenfischtinte, eine Gemüsepaella und ein Arroz caldoso a la marinera.
Die Paella ciega ist dabei die interessanteste Ansage. Ciega heißt blind: Alles ist geschält, entgrätet und ausgelöst, man muss am Tisch nichts mehr auseinandernehmen. Das ist die Fassung für alle, die den Reis wollen und nicht die Arbeit. Dass daneben eine reine Gemüsepaella steht, sagt ebenfalls etwas über das Haus. Vegetarisches ist hier kein Anhängsel, sondern hat einen eigenen Eintrag in der Kernrubrik.
Tapas, Raciones und der mallorquinische Anteil
Die Tapas-Karte ist die längste des Hauses und lässt sich in Tapas- oder Raciones-Größe bestellen. Neben dem Erwartbaren, Jamón serrano, Manchego, Chorizo, Salchichón, Boquerones in Essig, Calamar andaluz, Albóndigas und Ensaladilla rusa, stehen dort die mallorquinischen Einträge, die man auf einer generischen Urlaubskarte nicht findet: Coca trampó und eine hauseigene Coca mesón mit Escalivada, Sobrassada, Ziegenkäse und Honig.
Auch die Tabla ibérica ist sorgfältiger zusammengestellt, als sie sein müsste: Jamón serrano, Chorizo, Salchichón, mallorquinische Sobrassada und Manchego, dazu Pan de cristal und Tomate. Wer lieber quer durch die Karte isst, nimmt das Surtido de tapas mit Boquerones, Jamón, Croquetas, Manchego und Padrón-Paprika. Bei den Nachspeisen bleibt dieselbe Logik: Tiramisú, Crema catalana und Käsekuchen stehen neben einer veganen Panna cotta aus Kokosmilch und einem Gató de almendra, dem mallorquinischen Mandelkuchen.
Magaluf statt Calvià, wo das Haus steht
In vielen Verzeichnissen steht als Ort Calvià, und das ist nur die halbe Wahrheit. Calvià ist die Gemeinde; das Dorf gleichen Namens liegt gut sieben Kilometer landeinwärts. Das Mesón Español steht in Magaluf, an der Avinguda, die zur Bucht hinunterführt, und das Haus selbst spricht vom Herzen von Magaluf.
Für die Anreise ist das der entscheidende Unterschied. Magaluf und das benachbarte Palmanova bilden eine durchgehende Küstenlinie, gut zwölf Kilometer westlich von Palma; wer ins Dorf Calvià fährt, landet in den Hügeln dahinter. Rund um die Avinguda liegen Geschäfte, Hotels und ein Einkaufszentrum, das Meer ist von der Tür aus zu Fuß erreichbar.
Ausstattung & Services
Parken
- Straßenparken
- Kostenlos
Zahlung
- Kreditkarte
- EC-/Debitkarte
- Kontaktlos
Service
- Lieferung
- Take-away
- Verzehr vor Ort
- Tischservice
Ausstattung
- Vegetarisch
- Terrasse
- Toilette
- Bar vor Ort
Atmosphäre
- Leger
- Gemütlich
Besonderheiten
- Gute Weinkarte
- Guter Kaffee
Reservierung
- Reservierung erforderlich
Geeignet für
- Familien mit Kindern
- Gruppen



