NESO Bistrot

Palma · Restaurants · Preisniveau: Mittel · 20–30 € · 4.9(419)Google

Preis laut Google

Das NESO Bistrot liegt ein paar Straßenzüge nördlich der Plaça d'Espanya, im Norden von Palma, wo die Straßen hinter den Avingudes ruhiger werden und die Stadt wieder Wohnviertel wird. Von außen fällt das Lokal kaum auf. Der Unterschied zu den meisten Häusern der Stadt steht auch nicht am Eingang, sondern auf einem einzigen Blatt Papier: eine Karte, die jede Woche neu geschrieben wird — und sonst keine.

Eine feste Speisekarte gibt es hier nämlich nicht. Du wählst aus zwei Vorspeisen, zwei Hauptgängen und zwei Desserts, mittags wie abends aus demselben Angebot. Wasser, Sauerteigbrot und gesalzene Butter kommen dazu. Du kannst den ganzen Durchgang nehmen oder dich auf zwei Gänge beschränken, Vorspeise und Hauptgang oder Hauptgang und Dessert.

Hinter dem Haus stehen zwei Inhaber, einer aus Ecuador, einer aus Frankreich. Sie kamen aus der französischsprachigen Schweiz nach Mallorca und haben hier zusammengelegt, was jeder von ihnen mitbrachte — dazu das, was die Insel liefert.

NESO Bistrot – Eindruck 1
Bild: KI-generiert – kein Foto des Betriebs

Ecuador und Frankreich auf einem Teller

Diese Paarung hört man auf Mallorca selten. Ecuadorianisch heißt in dieser Küche: grüne Kochbanane, Yuca, Erdnuss, Ají, Sofrito, ein Kartoffeleintopf nach Art eines Locro. Französisch heißt: Entenmagret, Velouté, Cremes und Pürees, Sauerteig mit gesalzener Butter, ein Coulant zum Abschluss. Der mediterrane Anteil kommt von der Insel dazu — Sobrasada, Alioli, Oliven, Mandel.

Zusammen ergibt das keine Küche, die sich lange erklären muss. Die meisten Gerichte nehmen eine Seite als Grundlage und die andere als Akzent. Ein Entenmagret bekommt keine klassisch französische Sauce, sondern eine aus Tamarinde, dazu ein Cremiges von der Pastinake. Patacones, in Ecuador ein Alltagsgericht aus zweimal frittierten Scheiben grüner Kochbanane, kommen mit Sobrasada und Honig. Ein Ajoblanco aus Mandeln, eigentlich andalusisch, wird mit Maracuja abgeschmeckt und über Wassermelone und Tomate gegeben. Und die Yuca, in Südamerika das, was hier die Kartoffel ist, kommt frittiert mit Ají-Sauce an den Tisch.

NESO Bistrot – Eindruck 2
Bild: KI-generiert – kein Foto des Betriebs

Was im NESO Bistrot auf die Wochenkarte kommt

Weil die Karte wöchentlich wechselt, lässt sich kein einzelnes Gericht als Hausklassiker festschreiben. Das Repertoire dahinter lässt sich aber gut beschreiben. Bei den Vorspeisen finden sich Dinge wie ein Puffer aus grüner Kochbanane mit Fleisch im Sofrito und Erdnusssauce, eine Karottenvelouté mit Orangenfilets und Kreuzkümmel, oder eine Kartoffelrolle mit Thunfisch, Guacamole und Limettenmayonnaise.

Bei den Hauptgängen wechseln Fisch und Fleisch. Thunfisch kommt mit einem Yuca-Puffer und eingelegten Zwiebeln, Corvina mit cremiger Polenta, Wolfsbarsch mit Selleriepüree, weißen Bohnen und Chorizo. Daneben stehen Gerichte, die klar aus Ecuador kommen, etwa ein Hühnereintopf mit rotem Reis und gebratener Kochbanane.

Bei den Desserts taucht eine Pannacotta mit Minze immer wieder auf, mal mit grünem Apfel, mal mit Mangocoulis. Dazu kommen Dinge wie eine Kokoscreme mit Krokant und Mangosorbet, ein Cheesecake als Schaum mit Bananenbiskuit und Erdnusskrokant, oder ein Coulant von dunkler Schokolade mit Vanilleeis, den das Haus selbst macht.

Der Raum: schmal am Eingang, weit im Rücken

Der Gastraum ist wie ein Trichter geschnitten, vorn schmal und nach hinten deutlich breiter. Das macht ihn für Gruppen brauchbarer, als der Eingang vermuten lässt; für größere Tischrunden stellt das Haus ein eigenes Gruppenmenü zusammen. Häufig bedient einer der beiden Inhaber selbst, was dem Abend eine Nähe gibt, die in dieser Größenordnung selten geworden ist.

Für wen das NESO Bistrot passt

Wenn du gern selbst aus einer langen Liste wählst, bist du hier falsch — die Auswahl ist bewusst klein gehalten. Wenn du dich dagegen darauf einlassen magst, dass die Küche für dich entscheidet, und Lust auf Kombinationen hast, die dir auf der Insel sonst kaum begegnen, dann ist das genau das richtige Haus. Reservieren lohnt sich; Tische nimmt das NESO Bistrot direkt über seine eigenen Kanäle an.

Ausstattung & Services

Parken

  • Kostenpflichtig
  • Straßenparken

Barrierefrei

  • Eingang
  • Sitzplätze

Zahlung

  • Kreditkarte
  • EC-/Debitkarte
  • Kontaktlos

Service

  • Take-away
  • Verzehr vor Ort
  • Tischservice

Ausstattung

  • Toilette
  • Vegetarisch
  • WLAN
  • Bar vor Ort

Atmosphäre

  • Leger
  • Gemütlich
  • Angesagt
  • Ruhig

Haustiere

  • Hunde erlaubt

Besonderheiten

  • Guter Kaffee

Reservierung

  • Reservierung möglich
  • Reservierung empfohlen

Geeignet für

  • Gruppen

Häufige Fragen zu NESO Bistrot

Welche Küche kocht das NESO Bistrot?

Das NESO Bistrot verbindet ecuadorianische und französische Küche und nimmt mediterrane Zutaten von der Insel dazu. Hinter dem Haus stehen zwei Inhaber, einer aus Ecuador, einer aus Frankreich, die aus der französischsprachigen Schweiz nach Mallorca kamen. In der Praxis heißt das: Kochbanane, Yuca, Erdnuss und Ají treffen auf Magret, Velouté und Pürees, dazu Sobrasada, Alioli und Mandel von Mallorca.

Gibt es im NESO Bistrot eine feste Speisekarte?

Nein, das Haus arbeitet ausschließlich mit einem Wochenmenü. Zur Wahl stehen jeweils zwei Vorspeisen, zwei Hauptgänge und zwei Desserts, mittags und abends dieselben. Du kannst alle Gänge nehmen oder dich auf zwei beschränken; Wasser, Sauerteigbrot und gesalzene Butter gehören dazu.

Was ist an den Gerichten typisch ecuadorianisch?

Vor allem die Grundzutaten. Grüne Kochbanane kommt als Puffer oder als Patacón auf den Tisch, Yuca als Puffer oder frittiert mit Ají-Sauce, Erdnuss als Sauce zum Hauptgang oder als Krokant im Dessert. Dazu kommen Zubereitungen wie Sofrito, ein Kartoffeleintopf nach Art eines Locro oder ein Hühnereintopf mit rotem Reis und gebratener Kochbanane.

Gibt es vegetarische Gerichte?

Die Wochenkarte ist kurz, deshalb hängt es von der Woche ab. Gemüsegetragene Gerichte stehen regelmäßig darauf, etwa ein Salat aus Wassermelone und Tomate mit Mandel-Ajoblanco. Unter den Tellern zum Teilen kommen Alioli mit Oliven und Sauerteigbrot sowie frittierte Yuca mit Ají-Sauce ohne Fleisch aus. Wer sichergehen will, fragt bei der Reservierung nach.

Sollte man im NESO Bistrot einen Tisch reservieren?

Das ist der sichere Weg. Der Gastraum ist überschaubar, und das Haus nimmt Reservierungen direkt über seine eigenen Kanäle entgegen. Für größere Runden ist eine Ansage vorab ohnehin sinnvoll, weil dafür ein eigenes Gruppenmenü zusammengestellt wird.

Eignet sich das NESO Bistrot für Gruppen?

Ja, und zwar besser, als der schmale Eingang vermuten lässt. Der Gastraum weitet sich nach hinten deutlich, sodass auch größere Tischrunden Platz finden. Für Gruppen stellt das Haus ein eigenes Menü zusammen statt der normalen Wochenauswahl.

Bewertungen

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