Ninola Taberna Mediterránea ist ein kleines Lokal an der Avinguda Gaspar de Bennàssar im Norden von Palma, in dem zwei Menschen so gut wie alles selbst machen. Roberto steht in der Küche, Mónica im Service — mehr Personal gibt es nicht, und aus dieser einen Tatsache folgt der Rest: wenige Tische, eine kurze Karte und Pasta, die im Haus entsteht statt aus der Packung zu kommen.
Die beiden stammen aus der Küstengegend der Region um Bologna, und das hört man der Küche an. Ninola ist keine Pizzeria und will auch keine sein. Gekocht wird die traditionelle Küche ihrer Herkunft, ergänzt um Gerichte mediterraner Prägung — und um den einen oder anderen Gruß an die Insel, auf der das Lokal steht. Bis auf das Eis wird praktisch alles selbst hergestellt.
Der Gästekreis ist überwiegend einheimisch, was in Palma etwas heißt. Die Guía Repsol führt das Haus mit einem Solete, und die Empfehlung im Führer stammt von der mallorquinischen Köchin Maca de Castro, die vor allem die täglich wechselnde Pasta hervorhebt.

Handgemachte Pasta bei Ninola Taberna Mediterránea
Das Angebot ist bewusst begrenzt: ein halbes Dutzend kleiner Vorspeisen zum Teilen, ebenso viele Pastagerichte, dazu einiges von Fleisch und Fisch und hausgemachte Desserts. Die Karte wird häufig geändert, weil sie sich nach dem richtet, was der Markt hergibt, und die Pasta wechselt praktisch täglich.
Was daraus wird, lässt sich an den Tellern ablesen. Ravioli mit karamellisierter Zwiebel, Parmesansauce und einer Jerez-Reduktion holen ihre Süße aus der Zwiebel selbst. Gnocchi aus Hartweizengrieß, gefüllt mit Kürbis, kommen mit Sardellenbutter und gerösteten Mandeln — eine Kombination, die man so selten liest. Strozzapreti, von Hand gerollt und deshalb unregelmäßig geformt, binden die Sauce eines Ragùs vom Ochsenschwanz. Tagliatelle nach bolognesischer Art stehen ebenfalls auf der Karte, und beim Tagesgericht landet meist eine Pasta oder ein Risotto auf dem Tisch.

Was neben der Pasta auf den Tisch kommt
An den Vorspeisen wird die mediterrane Erweiterung am deutlichsten. Ein kleiner Choux mit vegetarischer Füllung aus feinen Zucchinischeiben, Eingelegtem, getrockneten Tomaten, Olivenpaste und Frischkäse gehört dazu, ebenso eine Coca mit Feigen, Gorgonzola und Sobrassada — der offensichtlichste Gruß an die Inselküche. Auch Eier mit gebratenem Spinat, Parmesan und Balsamico stehen zur Wahl, dazu eine Burrata alla parmigiana mit Basilikumpesto und gebratener Aubergine.
Vom Meer kommt unter anderem ein gegrillter Tintenfisch, gefüllt mit seinen eigenen Tentakeln und auf einer in der Pfanne gerösteten Risottokruste serviert, abgeschmeckt mit Zitrone und Rosmarin — ein großes Stück, das sich zum Teilen anbietet. Überhaupt sind die Portionen großzügig, und es lohnt sich, mehrere Gerichte zu bestellen und sie in die Mitte zu stellen. Zum Abschluss gibt es hausgemachtes Tiramisù, das im Glas an den Tisch kommt.
Zwei Menschen, ein kleiner Raum
Der Gastraum ist klein und hat nur wenige Tische. Das ist kein Zufall, sondern Kalkül: Zu zweit lässt sich nur so viel bewirten, wie die Küche wirklich schafft, und diese Rechnung geht zugunsten der Gäste aus. Reservieren solltest du trotzdem rechtzeitig — oder gerade deswegen, denn unter Einheimischen hat das Haus einen Ruf, und die Plätze sind schnell vergeben.
Mónica erklärt die Gerichte am Tisch und berät gern; wer sich darauf einlässt, isst meist besser. Das Lokal ist barrierefrei zugänglich, Kinderhochstühle stehen bereit. Und zur Rechnung kommt eine Bonbonniere mit Karamellen an den Tisch.
Das Viertel an der Avinguda Gaspar de Bennàssar
Die Avinguda trägt den Namen des Architekten Gaspar Bennàssar, der den Coliseu Balear entworfen hat — die alte Stierkampfarena, die ein paar Hausnummern weiter an derselben Straße steht und heute vor allem für die großen Sommerkonzerte der Insel bekannt ist. Das Viertel drumherum gehört zum ersten Ring des Eixample und ist ein Wohnquartier, kein Touristenpflaster.
In Laufweite liegen die Einkaufsstraßen Arxiduc Lluís Salvador und Blanquerna, an denen der Nachbarschaftshandel des Nordens zusammenläuft. Dass Ninola hier steht und nicht am Hafen, erklärt einiges über sein Publikum.
Ausstattung & Services
Parken
- Straßenparken
- Kostenlos
Barrierefrei
- Eingang
- Toilette
- Sitzplätze
Zahlung
- Kreditkarte
- EC-/Debitkarte
- Kontaktlos
Service
- Verzehr vor Ort
- Tischservice
Ausstattung
- WLAN
- Bar vor Ort
Atmosphäre
- Leger
- Gemütlich
- Angesagt
Haustiere
- Hunde erlaubt
Besonderheiten
- Gute Weinkarte
- Guter Kaffee
Reservierung
- Reservierung möglich
- Reservierung empfohlen
Geeignet für
- Familien mit Kindern



