Pasta e Pesto ist ein kleines italienisches Lokal an der Plaça del Mercat mitten in Palma, in dem sich alles um selbst gemachte Nudeln dreht. Die Karte passt auf eine Seite: Du wählst eine Nudelsorte, dazu eine Sauce, fertig. Diese Schlichtheit ist Absicht und kein Mangel an Ideen.
Hinter dem Herd steht Costantino Manca, den hier alle Costa nennen. Er stammt aus Sardinien, besuchte eine Kochschule und lebte danach viele Jahre in Hamburg, wo er im Stadtteil St. Georg zuletzt ein eigenes italienisches Lokal führte. Dann zog ihn die Liebe auf die Insel. Sein Lokal an der Plaça del Mercat ist seit 2023 geöffnet.
Den Nudelteig macht Costa jeden Vormittag selbst, und am Herd steht er ebenfalls. Der Raum ist klein, ein Teil der Plätze liegt an einer Theke mit direktem Blick in die offene Küche. Du siehst also, was mit deiner Portion passiert, und das gehört hier zum Vergnügen.

Vier Nudelsorten, fünf Pesto-Saucen
Zur Wahl stehen Spaghetti, Casarecce, Maccheroni und Pappardelle. Grundlage ist ein besonderer Hartweizengrieß in Bio-Qualität, sémola rimacinata, den Costa zusammen mit einigen anderen italienischen Zutaten über einen spezialisierten Lieferanten bezieht. Was er sonst braucht, kauft er auf dem Markt.
Seine Saucen nennt Costa durchweg Pesto, auch wenn nicht jede im engen Sinne eine ist. Das klassische Pesto verbindet Basilikum, Pinienkerne und Parmesan. Das Pesto Trapanese kommt sizilianisch daher, mit frischen Tomaten, Mandeln, Basilikum und Parmesan. Eine dritte Variante setzt auf getrocknete Tomaten, Parmesan und Haselnuss, eine vierte auf Zucchini, Pinienkerne, Parmesan und Garnelen. Dazu gibt es eine Fassung mit Rucola, Parmesan und Mandeln.
Am eigenwilligsten ist die Carbonara. Sie kommt mit Ei und Parmesan, aber statt Guanciale wandert mallorquinische Sobrassada vom schwarzen Schwein in die Pfanne. Das ist der Punkt, an dem die Karte von Italien auf die Insel herüberreicht. Eine weitere Sauce steht oft tagesaktuell daneben.

Vorspeisen, Dessert und der Wein
Costa selbst käme ohne Vorspeise und Dessert aus, doch Gäste wünschen sich beides, also gibt es beides, in kleiner und wechselnder Auswahl. Vitello Tonnato taucht dort auf, ebenso Burrata mit Rucola und Kirschtomaten oder ein Tatar von der Roten Bete. Zum Abschluss ist Tiramisù gesetzt.
Beim Wein bleibt Costa gern in der Nähe seiner Herkunft. Der Hauswein stammt aus einer Bodega im Friaul, deren Leute er persönlich kennt. Daneben stehen italienische, mallorquinische, spanische und französische Flaschen auf der Liste. Aus den Boxen kommt italienische Musik, bei der Costa während des Kochens oft mitsingt. Gesungen hat er früher tatsächlich, und eine gute Stimme hat er bis heute.
Pasta e Pesto an der Plaça del Mercat
Die Plaça del Mercat liegt im Zentrum der Altstadt, wenige Schritte vom Passeig del Born und von der Rambla entfernt, also an einer Ecke, durch die man in Palma ohnehin läuft. Das Lokal ist meist voll, man kennt sich untereinander, und Costa nimmt sich trotz Betrieb Zeit für ein paar Sätze.
Als Mittagessen zwischen zwei Besichtigungen ist das Format ideal: wenig Auswahl, frische Nudeln, klare Sache. Am Abend wird daraus ein Platz für Leute, die genau wissen, dass sie Pasta wollen und sonst nichts. Wer zu mehreren kommt, sollte den kleinen Raum einkalkulieren und lieber vorher kurz nachfragen.
Ausstattung & Services
Barrierefrei
- Eingang
- Toilette
- Sitzplätze
Zahlung
- Kreditkarte
- EC-/Debitkarte
- Kontaktlos
Service
- Take-away
- Verzehr vor Ort
Geeignet für
- Gruppen



