Petit Figueret ist ein Burgerlokal an der Carrer Costa i Llobera in Can Picafort, wenige Straßenzüge hinter dem Strand an der Bucht von Alcúdia. Was hier auf den Tisch kommt, klingt zunächst schlicht: Burger, dazu ein paar Stücke vom Grill. Der Anspruch dahinter ist es nicht. Das Fleisch wird Stück für Stück ausgesucht und im Haus gewolft, das Brot ist handwerklich gebacken, die Saucen entstehen in der eigenen Küche.
Der Name verrät die Herkunft. „Figueret“ ist der malnom der Familie — der mallorquinische Beiname, unter dem man auf der Insel über Generationen bekannt bleibt. Petit Figueret ist das Projekt der jungen Familienmitglieder, die damit den Weg von Cafeteria und Restaurant Figueret weiterführen und dieselben Werte hochhalten: ehrlicher Umgang und Produktqualität. Mehr sei es nicht, schreibt die Familie — man wolle geben, was man selbst gern bekommen würde.

Die Burger von Petit Figueret
Die Karte ist länger, als man es von einer kleinen Burgerküche erwartet, und viele Burger tragen katalanische Namen. Die Vola kombiniert Rindfleisch mit Brie-Frischkäse, karamellisierter Zwiebel, englischem Cheddar, krossem Bacon und geräucherter BBQ-Sauce. Die Camins setzt auf Ziegenkäse, Rucola und eine hausgemachte Marmelade aus geräuchertem Bacon. Die Illenc arbeitet mit konfierten Kirschtomaten, einer Sauce auf Parmesanbasis, Rucola, grünem Pesto und Parmesanspänen.
Wer es schärfer mag, nimmt die Foc al cos mit Cheddar, karamellisierter Zwiebel und einer hausgemachten Sauce aus fermentierter Chilipaste. Die Ai, Yoko geht in eine andere Richtung: eine Creme aus japanischen Pilzen als Basis, dazu sautierte Steinpilze, Raclettekäse und getrüffelte Mayonnaise. Die Nastallat verbindet Orangen-Senf, Monterey Jack, einen hauchdünnen Schleier Guanciale, Ketchup aus Ramallet- und Kirschtomaten und süßsaure Gurken aus eigener Herstellung.
Hühnchen und Pflanzliches sind keine Alibi-Positionen. Die Bon Dia ist ein panierter Chicken-Burger mit Cheddar, krossem Bacon und Sriracha-Mayo, wahlweise scharf oder mild; die Rema stellt dem gewürzten Hühnchen gegrillte Zwiebel, Feldsalat und eine hausgemachte Mango-Curry-Sauce zur Seite. Die Oxigen baut auf einem Beyond-Meat-Patty auf, mit veganer Version der Big-Mac-Sauce und veganem Käse.

Der Sieg beim Burger Showdown
Petit Figueret hat den Burger Showdown auf Mallorca gewonnen, den Wettbewerb rund um den Burger-Spezialisten Iván Villarij, bei dem eine Fachjury und das Publikum gemeinsam abstimmen. Ins Rennen ging das Haus mit seiner Calgary 88 — Rindfleisch, geräucherte Bacon-Sauce, englischer Cheddar, krosser Bacon, eine Sauce aus Eigelb und obenauf Kartoffelstroh. Im Halbfinale trat eine eigens entwickelte Kreation an, die Mira-la, mit Pulled Pork, Palo-Sirup und Jägermeister. Im Finale in Palma setzte sich dann eine überarbeitete Calgary 88 durch, bei der die Bacon-Sauce auf Umami getrimmt und die Eigelb-Sauce verstärkt worden war.
Vom Grill, Beilagen und Nachtisch
Neben den Burgern führt die Karte zwei Stücke Fleisch am Stück: ein Entrecôte, nach demselben Maßstab ausgesucht wie das Burgerfleisch, und die Pluma Ibérica aus dem vorderen Rücken des iberischen Schweins, deren natürlicher Fettanteil sie zart und würzig macht.
Bei den Beilagen lohnt der Blick über die Pommes hinaus. Es gibt sie auch aus Süßkartoffel, und in der Trüffel-Parmesan-Variante werden sie mit cremiger Trüffelmayonnaise überzogen und mit frisch geriebenem Grana Padano DOP bestreut. Dazu Pommes mit Pulled Pork und Cheddar-Sauce, Nachos, hausgemachte Chicken Fingers, geräucherte Chicken Wings, ein Caesar Salad und ein Bao-Bun mit Schweinebauch nach Shanghaier Art. Zum Schluss eine ganze Batterie Cheesecakes und ein dunkler Brownie, der laut Karte aus einem Fehler entstanden ist.
Reservieren, Mitnehmen und glutenfrei essen
Das Lokal ist klein, und die Familie sagt das offen: Für Gruppen nimmt sie keine Reservierungen an. Über das eigene Buchungssystem lässt sich ein Tisch im Voraus sichern, was bei dieser Größe eine gute Idee ist. Wer lieber zu Hause isst, bestellt vorab und holt ab; Gutscheine für das Haus gibt es ebenfalls.
Glutenfrei zu essen ist hier eingeplant, nicht improvisiert: Von den Burgern gibt es glutenfreie Versionen, und Gäste mit Zöliakie berichten von klar gekennzeichneten Gerichten und einer eigenen Fritteuse. Vegetarisch und vegan kommt man mit der Oxigen und den Veggie-Nachos durch.
Ausstattung & Services
Parken
- Kostenlos
- Straßenparken
Barrierefrei
- Eingang
- Sitzplätze
Zahlung
- Kreditkarte
- EC-/Debitkarte
- Kontaktlos
Service
- Take-away
- Verzehr vor Ort
- Tischservice
Ausstattung
- Terrasse
- Toilette
- Bar vor Ort
Atmosphäre
- Leger
- Gemütlich
- Angesagt
Haustiere
- Hunde draußen
Besonderheiten
- Guter Kaffee
Reservierung
- Reservierung möglich
- Reservierung empfohlen
Geeignet für
- Familien mit Kindern
- Gruppen



