Picaro restaurante

Alcúdia · Restaurants · Preisniveau: Mittel · 20–30 € · 4.8(482)Google

Preis laut Google

Pícaro liegt unten am Hafen von Port d'Alcúdia, direkt an der Uferstraße Carrer Gabriel Roca, und nennt sich selbst italo-mediterran. Die Formel trägt hier ausnahmsweise: Die Karte kommt aus Italien, das Umfeld liefert Meer und Hafen, und die Terrasse steht so nah am Wasser, dass das Haus das Rauschen der See selbst als Teil des Abends beschreibt.

Der Name ist kein beliebiges Wortspiel. Er geht auf die Großmutter der Familie zurück, deren Nachname Ícaro lautete — aus Ícaro wurde Pícaro, der Schelm. Ihre über Generationen weitergereichten Rezepte sind nach Darstellung des Hauses der Kern der Küche: einfach gedacht, ehrlich gekocht, immer auf die Leute am Tisch hin. Kombiniert wird das mit Produkten von der Insel.

Picaro restaurante – Eindruck 1

Was die Küche im Pícaro ausmacht

Die Karte ist breit, aber sortiert. Vorweg stehen Vitello tonnato, ein Rindercarpaccio mit Burrata-Creme, konfierten Kirschtomaten und frischem Trüffel sowie eine Frittura mixta aus Garnelen, Venus- und Miesmuscheln, Kammmuscheln, Calamari und Chipirones. Dazu Focaccia in drei Ausbaustufen und Salate, darunter eine Caprese-Variante mit sardischem Pan carasau und Burrata.

Bei den Pastagerichten wird es eigen. Die Pappardelle al parmigiano werden im ausgehöhlten Parmesanlaib aufmontiert. Daneben stehen Rigatoni alla carbonara mit Ei, Pecorino und Guanciale, Trofie al pesto mit Kartoffeln aus Sa Pobla, ein Tagliolino mit Sepiatinte und Meeresfrüchten, violette Gnocchi mit vier Käsen und eine Pappardelle mit Bolognese vom Ossobuco.

Picaro restaurante – Eindruck 2

Pizzateig als Bauteil

Die auffälligste Handschrift steckt nicht in der Pizzakarte, sondern darin, was mit dem Teig sonst noch geschieht. Der geschmolzene Provolone alla pizzaiola kommt unter einem Deckel aus Pizzateig auf den Tisch, die Parmigiana aus frittierten Auberginen ebenso, und der Caesar-Salat wird in einem Pizzabrot serviert. Teig ist hier nicht nur Unterlage für Belag, sondern Bauteil.

Die Pizzakarte selbst ist lang und klassisch aufgestellt: Margherita, Capricciosa, Diavola, Salsiccia e funghi, eine Quattro formaggi mit Taleggio, Brie, Parmesan und Gorgonzola. Dazu kommt eine Mallorquina mit Ziegenkäse, Sobrassada und Honig — die Insel-Version, wie sie kaum ein italienisches Haus im Norden auslässt. Drei Calzone, einer davon getrüffelt, schließen die Rubrik ab.

Ravioli, Fisch und die süße Seite

Eine eigene Rubrik gehört den hausgemachten Ravioli, und sie ist der beste Beleg dafür, dass in dieser Küche tatsächlich gearbeitet wird: Burrata mit Kirschtomaten in Salsa napolitana, Ziegenkäse mit Birne und Gorgonzolasauce, Pilz mit Tartufata, geschmortes Rind mit Kartoffel-Parmentier und Rosmarin, Kürbis mit Walnusssauce.

Die Fischkarte bleibt nah am Hafen: wilder Wolfsbarsch, Lachs, Thunfisch-Tataki und rote Carabineros vom Grill. Bei den Fleischgerichten stehen eine Lammschulter im eigenen Saft mit knuspriger Polenta, ein Rinderfilet mit Foie und ein Entrecôte vom Grill nebeneinander. Zum Schluss Schokoladen-Coulant, ein Käsekuchen auf Parmesanbasis, Panna cotta, das Tiramisù der Nonna und eine Tarte Tatin.

Pícaro am Hafen von Port d'Alcúdia

Adressiert ist das Haus unter Alcúdia, tatsächlich sitzt es unten im Hafenviertel und nicht oben im ummauerten Altstadtkern — ein Unterschied von gut zwei Kilometern, an dem die Anfahrt gern scheitert. Zwischen Fährterminal, Fischereihafen und Promenade ist das eine Ecke mit Betrieb und Blick aufs Wasser. Wer draußen sitzen möchte, meldet sich besser vorher an; das Haus bittet selbst um Reservierung.

Ausstattung & Services

Parken

  • Kostenlos
  • Straßenparken

Barrierefrei

  • Eingang
  • Parkplatz
  • Sitzplätze
  • Toilette

Zahlung

  • Kreditkarte
  • EC-/Debitkarte
  • Kontaktlos

Service

  • Lieferung
  • Take-away
  • Verzehr vor Ort
  • Tischservice
  • Selbstbedienung

Ausstattung

  • Terrasse
  • WLAN
  • Bar vor Ort

Atmosphäre

  • Leger
  • Gemütlich
  • Angesagt
  • Ruhig
  • Romantisch

Haustiere

  • Hunde erlaubt

Besonderheiten

  • Gute Weinkarte
  • Guter Kaffee

Reservierung

  • Reservierung möglich
  • Reservierung empfohlen

Geeignet für

  • Familien mit Kindern
  • Gruppen

Häufige Fragen zu Picaro restaurante

Welche Küche serviert das Pícaro?

Das Haus beschreibt sich als italo-mediterran. Der Kern der Karte ist italienisch — Antipasti, Pasta, hausgemachte Ravioli, eine lange Pizzakarte —, ergänzt um mediterrane Fisch- und Fleischgerichte und Produkte von der Insel. Wer Pizza sucht, wird ebenso fündig wie jemand, der eine Lammschulter oder ein Thunfisch-Tataki bestellen möchte.

Wofür ist das Pícaro bekannt?

Zwei Dinge fallen auf der Karte auf. Die Pappardelle al parmigiano werden im ausgehöhlten Parmesanlaib aufmontiert, und der Pizzateig taucht außerhalb der Pizzakarte wieder auf: als Deckel über dem geschmolzenen Provolone und über der Parmigiana, als Brotschale für den Caesar-Salat. Dazu kommt eine eigene Rubrik mit fünf hausgemachten Ravioli-Füllungen.

Gibt es vegetarische Gerichte im Pícaro?

Ja, und zwar quer durch die Karte. Vegetarisch sind unter anderem die Trofie al pesto mit Kartoffeln aus Sa Pobla, die violetten Gnocchi mit vier Käsen, die Ravioli mit Kürbis und Walnusssauce sowie die mit Pilz und Tartufata, das Pilzrisotto mit Burrata und Trüffel, die Parmigiana aus frittierten Auberginen und die Pizza Vegetariana. Auch die Focaccia classica und die Caprese-Variante mit Pan carasau kommen ohne Fleisch aus.

Sollte man im Pícaro reservieren?

Das Haus bittet auf seiner eigenen Seite ausdrücklich darum, den Tisch vorab zu reservieren. Sinnvoll ist das vor allem, wenn du draußen sitzen möchtest: Die Terrasse liegt direkt am Wasser und ist der Teil des Lokals, um den die Gäste konkurrieren. Für größere Gruppen gilt das ohnehin.

Woher kommt der Name Pícaro?

Er stammt vom Nachnamen der Großmutter der Betreiberfamilie, die Ícaro hieß. Aus Ícaro wurde Pícaro — im Spanischen der Schelm, der Schlitzohr. Ihre über Generationen weitergereichten Rezepte sind nach Darstellung des Hauses die Grundlage der Küche geblieben.

Liegt das Pícaro in Alcúdia oder in Port d'Alcúdia?

Die Postanschrift lautet auf Alcúdia, tatsächlich steht das Lokal aber unten am Hafen in Port d'Alcúdia, an der Uferstraße Carrer Gabriel Roca. Zwischen dem ummauerten Altstadtkern oben und dem Hafenviertel unten liegen gut zwei Kilometer. Wer die Altstadt ansteuert, landet am falschen Ende.

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