Pícaro liegt unten am Hafen von Port d'Alcúdia, direkt an der Uferstraße Carrer Gabriel Roca, und nennt sich selbst italo-mediterran. Die Formel trägt hier ausnahmsweise: Die Karte kommt aus Italien, das Umfeld liefert Meer und Hafen, und die Terrasse steht so nah am Wasser, dass das Haus das Rauschen der See selbst als Teil des Abends beschreibt.
Der Name ist kein beliebiges Wortspiel. Er geht auf die Großmutter der Familie zurück, deren Nachname Ícaro lautete — aus Ícaro wurde Pícaro, der Schelm. Ihre über Generationen weitergereichten Rezepte sind nach Darstellung des Hauses der Kern der Küche: einfach gedacht, ehrlich gekocht, immer auf die Leute am Tisch hin. Kombiniert wird das mit Produkten von der Insel.

Was die Küche im Pícaro ausmacht
Die Karte ist breit, aber sortiert. Vorweg stehen Vitello tonnato, ein Rindercarpaccio mit Burrata-Creme, konfierten Kirschtomaten und frischem Trüffel sowie eine Frittura mixta aus Garnelen, Venus- und Miesmuscheln, Kammmuscheln, Calamari und Chipirones. Dazu Focaccia in drei Ausbaustufen und Salate, darunter eine Caprese-Variante mit sardischem Pan carasau und Burrata.
Bei den Pastagerichten wird es eigen. Die Pappardelle al parmigiano werden im ausgehöhlten Parmesanlaib aufmontiert. Daneben stehen Rigatoni alla carbonara mit Ei, Pecorino und Guanciale, Trofie al pesto mit Kartoffeln aus Sa Pobla, ein Tagliolino mit Sepiatinte und Meeresfrüchten, violette Gnocchi mit vier Käsen und eine Pappardelle mit Bolognese vom Ossobuco.

Pizzateig als Bauteil
Die auffälligste Handschrift steckt nicht in der Pizzakarte, sondern darin, was mit dem Teig sonst noch geschieht. Der geschmolzene Provolone alla pizzaiola kommt unter einem Deckel aus Pizzateig auf den Tisch, die Parmigiana aus frittierten Auberginen ebenso, und der Caesar-Salat wird in einem Pizzabrot serviert. Teig ist hier nicht nur Unterlage für Belag, sondern Bauteil.
Die Pizzakarte selbst ist lang und klassisch aufgestellt: Margherita, Capricciosa, Diavola, Salsiccia e funghi, eine Quattro formaggi mit Taleggio, Brie, Parmesan und Gorgonzola. Dazu kommt eine Mallorquina mit Ziegenkäse, Sobrassada und Honig — die Insel-Version, wie sie kaum ein italienisches Haus im Norden auslässt. Drei Calzone, einer davon getrüffelt, schließen die Rubrik ab.
Ravioli, Fisch und die süße Seite
Eine eigene Rubrik gehört den hausgemachten Ravioli, und sie ist der beste Beleg dafür, dass in dieser Küche tatsächlich gearbeitet wird: Burrata mit Kirschtomaten in Salsa napolitana, Ziegenkäse mit Birne und Gorgonzolasauce, Pilz mit Tartufata, geschmortes Rind mit Kartoffel-Parmentier und Rosmarin, Kürbis mit Walnusssauce.
Die Fischkarte bleibt nah am Hafen: wilder Wolfsbarsch, Lachs, Thunfisch-Tataki und rote Carabineros vom Grill. Bei den Fleischgerichten stehen eine Lammschulter im eigenen Saft mit knuspriger Polenta, ein Rinderfilet mit Foie und ein Entrecôte vom Grill nebeneinander. Zum Schluss Schokoladen-Coulant, ein Käsekuchen auf Parmesanbasis, Panna cotta, das Tiramisù der Nonna und eine Tarte Tatin.
Pícaro am Hafen von Port d'Alcúdia
Adressiert ist das Haus unter Alcúdia, tatsächlich sitzt es unten im Hafenviertel und nicht oben im ummauerten Altstadtkern — ein Unterschied von gut zwei Kilometern, an dem die Anfahrt gern scheitert. Zwischen Fährterminal, Fischereihafen und Promenade ist das eine Ecke mit Betrieb und Blick aufs Wasser. Wer draußen sitzen möchte, meldet sich besser vorher an; das Haus bittet selbst um Reservierung.
Ausstattung & Services
Parken
- Kostenlos
- Straßenparken
Barrierefrei
- Eingang
- Parkplatz
- Sitzplätze
- Toilette
Zahlung
- Kreditkarte
- EC-/Debitkarte
- Kontaktlos
Service
- Lieferung
- Take-away
- Verzehr vor Ort
- Tischservice
- Selbstbedienung
Ausstattung
- Terrasse
- WLAN
- Bar vor Ort
Atmosphäre
- Leger
- Gemütlich
- Angesagt
- Ruhig
- Romantisch
Haustiere
- Hunde erlaubt
Besonderheiten
- Gute Weinkarte
- Guter Kaffee
Reservierung
- Reservierung möglich
- Reservierung empfohlen
Geeignet für
- Familien mit Kindern
- Gruppen



