Die Pizzeria Majorana ist ein kleines Lokal an der Carrer del Marquès de la Sènia, keine hundert Meter hinter dem Passeig Marítim von Palma. Wer die Promenade entlanggeht, läuft an dieser Straße vorbei, ohne sie zu bemerken — und genau das passt zum Haus. Keine Terrasse mit Hafenblick, keine Aufsteller in sechs Sprachen vor der Tür. Stattdessen ein schmaler Raum mit wenigen Tischen, ein Ofen, an dem die Pizza vor deinen Augen belegt wird, und ein Paar, das den Laden selbst führt.
Der Betrieb ist erkennbar aufs Mitnehmen ausgelegt. Viele bestellen und warten die paar Minuten im Stehen, andere lassen sich die Pizza bringen, und wer bleiben möchte, bekommt drinnen einen der wenigen Plätze. Der Teig ist dünn und wird von Hand gearbeitet, und es gibt ihn in zwei Größen — die größere fällt so aus, dass sie über den Tellerrand hinausreicht.

Die Pizzakarte der Pizzeria Majorana
Tomate und Mozzarella liegen auf jeder Pizza; so steht es über der Karte, und alles Weitere baut darauf auf. Die Klassiker sind vollständig vertreten: Margarita, Napoli mit Sardellen, Prosciutto, Diavola mit scharfer Salami, Quattro Stagioni, Tonno und Quattro Formaggi.
Auffällig ist, wie oft Champignons auftauchen. Sie tragen mehr Zeilen der Karte als jede andere Zutat — als Funghi allein, als Funghi Salamino mit scharfer Salami, als Funghi Salsiccia, als Prosciutto e Funghi, in Kombination mit Artischocken, auf der Quattro Stagioni und im Calzone Markus. Wenn dieses Haus eine Handschrift hat, dann läuft sie über den Pilz.
Daneben stehen Zusammenstellungen, die man nicht überall findet. Die Italiana kommt mit Serranoschinken, Rucola und frischer Tomate, die Mallorca verbindet scharfe Salami mit Ziegenkäse und Honig. Es gibt Gorgonzola mit Zwiebel und Gorgonzola mit Birne, eine Brie-Serrano, eine mit Spargel, eine mit Mais und Ei, dazu eine vegetarische mit gegrilltem Gemüse. Zwei Pizzen tragen Namen aus dem Haus selbst: die Rosana mit Kochschinken, Spinat und Ei — und die Majorana, mit Bacon, Champignons, Salami und scharfen Peperoni.

Hausgemachtes jenseits der Pizza
Eine Tafel an der Wand listet, was sonst noch aus der Küche kommt, und zweimal steht dort das Wort casera: eine Lasagne Bolognese und eine vegetarische Lasagne, beide im Haus gemacht. Bei den Nachspeisen geht es ähnlich weiter — Tiramisù aus eigener Herstellung, eine Erdbeertorte und eine Tarta de Dulce de Leche, die man auf der Karte einer italienischen Pizzeria nicht unbedingt erwartet.
Wer hinter dem Tresen steht
Geführt wird das Lokal von einem Paar, Emilio und Rosana. Ihre Namen stehen auf einem Schild an der Wand, und die handgeschriebene Tafel mit den Hauspizzen endet mit einem Buon Appetito. Er ist Italiener, und die Pizza wird entsprechend gemacht — ohne Kette und ohne Franchisekonzept dahinter.
Der Raum ist so persönlich eingerichtet, wie es dazu passt. Dicht an dicht hängen gerahmte Drucke in kubistischer Manier an der Wand, dazwischen die Tafeln mit der Karte. Das ist kein durchgestaltetes Interieur, sondern eines, das über die Jahre gewachsen ist.
Zwischen Passeig Marítim und Avinguda Joan Miró
Die Ecke, in der die Pizzeria Majorana liegt, gehört zu es Jonquet am Rand von Son Armadans: die Häuserzeile zwischen der Uferstraße und dem Anstieg nach El Terreno. Unten am Wasser liegen die Yachthäfen und das Auditòrium, oben beginnt die Avinguda de Joan Miró Richtung Westen. Dazwischen ein Wohnviertel, das abends ruhig wird, sobald man die Promenade hinter sich lässt. Für Gäste in den Hotels an der Uferstraße ist das Lokal fußläufig; für alle anderen ist es die Sorte Adresse, die man von Einheimischen erfährt und nicht aus dem Schaufenster.
Ausstattung & Services
Barrierefrei
- Eingang
Zahlung
- Kreditkarte
- EC-/Debitkarte
- Kontaktlos
Service
- Lieferung
- Take-away
- Verzehr vor Ort
- Tischservice
- Selbstbedienung
Ausstattung
- Vegetarisch
Atmosphäre
- Leger
- Gemütlich
- Angesagt
- Ruhig
Besonderheiten
- Guter Kaffee
Geeignet für
- Familien mit Kindern



