Das QuitaPenas Valldemossa steht im historischen Kern von Valldemossa, wenige Schritte von der Cartuja entfernt, in einem alten mallorquinischen Haus mit schmalem Eingang. Wer nicht weiß, dass es hier etwas zu essen gibt, läuft daran vorbei. Drinnen hängen Sobrassadas über der Theke, an der Wand steht der Satz, den das Haus als Programm versteht: simple local food. Die Karte ist kurz, und das ist kein Versäumnis, sondern die Entscheidung, eine einzige Sache richtig zu machen.
Diese Sache ist Pa amb Oli. Der Name heißt wörtlich Brot mit Öl, und auf Mallorca ist das weniger ein Gericht als eine Grundhaltung: eine Scheibe Landbrot, leicht getoastet, mit Knoblauch und einer Ramallet-Tomate eingerieben, darüber Olivenöl aus der Serra de Tramuntana. Alles Weitere entscheidet der Belag. Seit Jahrhunderten wird das Rezept auf der Insel weitergegeben; ein mallorquinischer Mönch hat es als Erster aufgeschrieben.

Was im QuitaPenas Valldemossa auf den Brettern liegt
Serviert wird nicht ein einzelnes Brot, sondern ein Brett mit mehreren Stücken nebeneinander. Auf dem traditionellen stehen mallorquinischer Käse, Camaiot, Sobrassada und Fuet — Grundtöne der Inselküche, jeder für sich behandelt statt viermal derselbe Belag. Zum Käse kommen geröstete Paprika und Olivenpaste, zur Sobrassada Feigen und Honig: Kombinationen, die auf Mallorca jeder kennt und die hier nicht als Erfindung verkauft, sondern einfach gemacht werden. Daneben steht ein vegetarisches Brett, als eigene Zusammenstellung gedacht und nicht als abgespeckte Fassung der traditionellen. Dazu ein paar kalte Kleinigkeiten, Wein von der Insel, zum Schluss ein Granizado aus Mandeln oder ein mallorquinischer Hierbas.

Vom Dorfladen zum Restaurant
Das Haus hat eine Vorgeschichte, und sie erklärt vieles. Über einen großen Teil des vergangenen Jahrhunderts war hier der wichtigste Kolmado von Valldemossa — der Laden, in dem das Dorf einkaufte, geführt von einem Mann, den alle Tío Jordi nannten, zusammen mit seiner Familie. Can Jordi hieß er. Danach stand das Haus lange still, bevor Alessandro und Massimo daraus das QuitaPenas machten. Der Ladencharakter ist geblieben: Was auf den Tisch kommt, steht zum Teil auch im Regal, und regionale Produkte kannst du hier probieren, bevor du sie mitnimmst.
Der Patio hinter dem Eingang
Von der Gasse aus ahnst du ihn nicht. Hinter dem Eingang öffnet sich ein Innenhof, in einem mallorquinischen Haus traditionell der Mittelpunkt des Alltags, hier der Mittelpunkt des Lokals. Eine Ebene höher sitzt du über den Dächern des Dorfes, ein Stück abseits vom Betrieb der Gasse. Groß ist das Ganze nicht, die Tische sind gezählt. Wenn Valldemossa voll ist, ist eine Reservierung deshalb kein Luxus, sondern der Unterschied zwischen Essen und Weiterlaufen.
Valldemossa ringsum
Valldemossa gehört zu den Orten, die auf jeder Inselrunde vorkommen: die Kartause, das Kopfsteinpflaster, der Winter, den Frédéric Chopin und George Sand hier verbrachten, ringsum die Berge der Serra de Tramuntana. Entsprechend voll sind die Gassen. Ein Haus, das sich auf Brot, Öl und Inselprodukte beschränkt und die Karte kurz hält, wirkt in dieser Umgebung wie ein Gegenmittel — kein Programmpunkt, sondern eine Pause zwischen zweien.
Ausstattung & Services
Parken
- Kostenlos
- Kostenpflichtig
- Straßenparken
Barrierefrei
- Eingang
- Toilette
- Sitzplätze
Zahlung
- EC-/Debitkarte
- Kontaktlos
- Kreditkarte
Service
- Verzehr vor Ort
- Tischservice
Ausstattung
- Vegetarisch
- Terrasse
- Bar vor Ort
- Vegan
Atmosphäre
- Leger
- Gemütlich
- Angesagt
- Ruhig
- Romantisch
Haustiere
- Hunde erlaubt
Besonderheiten
- Dachterrasse
Reservierung
- Reservierung möglich
- Reservierung empfohlen
Geeignet für
- Familien mit Kindern



