Rosamunda ist ein sehr kleines italienisches Restaurant in Palma, geführt von Francesca und Giacomo, einem Ehepaar aus dem mittleren Norden Italiens. Er kommt aus Parma, sie aus Piacenza — zwei Städte der Emilia, die man auf der Karte deutlich wiedererkennt. Das Lokal liegt in der Carrer de l'Arxiduc Lluís Salvador, der Hauptachse des gleichnamigen Viertels nördlich der Plaça d'Espanya, zwischen Plaça Fleming und Plaça de l'Obelisc.
Das ist eine Wohngegend und keine Ausgehmeile, und das prägt den Ort. Der Gastraum fasst nur eine Handvoll Tische, die Gastgeberin bedient selbst, und gekocht wird für überschaubar viele Gäste. Reservieren ist deshalb keine Höflichkeit, sondern Voraussetzung: Das Haus ist über Mundpropaganda gewachsen und meistens voll.
Was die beiden sich vorgenommen haben, klingt bescheiden — die Gerichte ihrer Kindheit weitergeben und die Rezepte ihrer Großmütter. Auf der Karte wird daraus etwas sehr Konkretes: Dort stehen Dinge, die du in Palma sonst kaum findest.

Pasta, die jede Woche neu geschrieben wird
Die Nudeln entstehen im Haus, täglich frisch, und die Pasta-Rubrik wechselt wöchentlich — was diese Woche auf der Karte steht, kann nächste Woche verschwunden sein. Konstant bleibt die Machart: Hartweizen- und Eiteig, von Hand gearbeitet.
Die Tagliatelle bekommen ein Ragù alla bolognese, das lange bei kleiner Hitze zieht. Tortelli werden mit Ricotta, Mascarpone und frischem Spinat gefüllt und mit geklärter Butter, Salbei und Parmigiano serviert. Dazu Ravioli mit Stockfischfüllung in Tomatensauce mit Basilikum, Kapern und Oliven, Kartoffelgnocchi zu einer Sauce aus Steinpilzen, Shiitake, Portobello und Champignons, Linguine mit klassischem Pesto alla genovese und schwarze Spaghetti mit Sepiatinte zu einem Ragù aus Oktopus, Calamari und Sepia. Ein Teller fällt besonders aus dem Rahmen: Spaghetti mit Sardellencreme und Kapern, Burrata-Mousse und darüber zerbröselten Galletas d'Artà — ein mallorquinischer Keks auf einem emilianischen Gericht.

Was aus Parma und Piacenza mitgekommen ist
Die Gerichte, für die sich der Weg lohnt, stehen etwas versteckt. Nidi di rondine, Schwalbennester, sind gerollte Ofenpasta, gefüllt mit gebratenem Spanferkel, Champignons, Béchamel und Parmigiano; sie gelten als typisch für Giacomos Heimatgegend. Die Cappellacci verdanken ihren Namen der Hutform: Eierteig, gefüllt mit Steinpilzen, Parmigiano und Ricotta, dazu Butter.
Aus Piacenza, der Heimatstadt von Francesca, kommen Pisarei e fasò — kleine Gnocchi aus Brot und Mehl mit Bohnen, Tomate und Parmigiano, das kulinarische Wahrzeichen der Stadt. Und dann gibt es noch einen Zwitter, den es so nur auf dieser Insel geben kann: Rigatoni mit Tomatensauce und leicht scharfer Sobrassada.
Warum die Pizza von Rosamunda Mallorca anders schmeckt
Die Pizzen sind ausdrücklich keine neapolitanischen. Der Teig reift zwei Tage lang und wird knusprig gebacken statt luftig-weich; die Tomatensauce macht das Haus selbst, und an mehreren Stellen kommt Burrata auf den Teig statt industrieller Mozzarella.
Die Auswahl reicht von der Margherita, an der sich der Teig am ehrlichsten prüfen lässt, bis zu Belägen, die klar nach Norditalien zeigen: Alpina mit Speck, geräucherter Scamorza und Champignons; La capra e il tartufo mit Trüffelsauce, Ziegenkäse und grünem Spargel; Zucca e pancetta auf einer Basis aus Kürbiscreme. Die hauseigene Rosamunda verbindet Brie und Mozzarella mit gerollter italienischer Pancetta. Dazu eine milchfreie Rossa mit Sardellen, gerösteten und halbgetrockneten Tomaten, Oliven und Kapern, gefüllte Focaccias mit Porchetta oder Scamorza und eine Vegetariana nur mit Gemüse.
Pasta für die eigene Küche
Ein guter Teil des Geschäfts läuft über die Theke. Tiefgekühlte frische Pasta, fertige Ofengerichte zum Aufwärmen, eingefrorene Saucen, Käse und Desserts kannst du mitnehmen: Lasagne nach dem Familienrezept, Melanzane alla parmigiana, Cannelloni mit Fleisch, mit Ricotta und Gorgonzola oder mit Kürbis und Salsiccia, Tortelli mit toskanischer Fleischfüllung, Mezzelune mit Artischocken, Cappellacci mit Steinpilzen. Zu den Nudeln liefert das Haus Video-Anleitungen mit, damit in der eigenen Küche nichts schiefgeht.
Die Weinkarte ist kurz und fast vollständig italienisch, von Vermentino und Lugana über Chianti und Cannonau bis Valpolicella Ripasso, dazu italienisches Bier und die üblichen Digestivi von Limoncello bis Fernet — und, weil man nun einmal hier ist, mallorquinische Hierbas.
Ausstattung & Services
Parken
- Kostenpflichtig
- Straßenparken
- Kostenlos
Zahlung
- Kreditkarte
- EC-/Debitkarte
Service
- Lieferung
- Take-away
- Verzehr vor Ort
- Tischservice
- Catering
Ausstattung
- Toilette
- Vegetarisch
- WLAN
Atmosphäre
- Leger
- Gemütlich
- Angesagt
- Ruhig
Besonderheiten
- Guter Kaffee
Reservierung
- Reservierung möglich
- Reservierung empfohlen



