Sa Ferreria liegt in einer ruhigen Seitenstraße von Campos, wenige Schritte von der Plaça Major und der Pfarrkirche Sant Julià entfernt, und von außen verrät das Haus zunächst wenig. Der Name sagt mehr: Eine ferreria ist eine Schmiede, und genau das war dieses Gebäude — eine der alten Schmieden des Ortes, die bis ins frühe zwanzigste Jahrhundert zurückreicht.
Der Umbau hat diese Herkunft nicht übertüncht, sondern stehen lassen. Terrazzotische, Sichtsteinwände, eine gemauerte Bank und die originalen Holzbalken über dem Gastraum ergeben zusammen mit den sichtbaren Spuren des alten Handwerks einen Raum, der rustikal grundiert ist und trotzdem klar und zurückhaltend wirkt. Neben dem Gastraum führt eine Tür hinaus auf eine kleine Terrasse, auf der zwischen Pflanzen nur wenige Tische stehen.
Der vollständige Name des Hauses lautet Sa Ferreria art i bar, und beide Hälften sind wörtlich gemeint: Hier wird gekocht, und hier wird ausgestellt.

Die Küche von Sa Ferreria
Die Karte ist bewusst kurz gehalten und traut sich, Rezepte von hier und von anderswo mit Zutaten zu deuten, die auf der Insel jeder kennt. Das Haus selbst beschreibt seine Küche als mallorquinische Basis, die weit gereist ist — und das trifft es genau.
Am deutlichsten wird das an den Gyoza: gedämpft, an einer Seite mit etwas Farbe abgezogen, gefüllt mit Schweinelende, Kohl, Sobrassada und Rosinen. Das ist Zutat für Zutat ein klassisches Rezept der Insel, nur in eine japanische Form gebracht. Daneben stehen hausgemachte Cocas des Tages, etwa mit Kirschtomaten und Käse oder mit Sobrassada und Zwiebel, dazu Kroketten von Rind und Ingwer, Patatas bravas und Lammtacos mit Joghurtsauce.
Gemüse bekommt mehr Raum, als eine so kurze Karte vermuten lässt: Lauch mit Requesón, einem frischen Molkenkäse, und Mandel, dazu Artischocken mit Romesco. Kräftiger wird es beim Rinder-Carpaccio mit Blauschimmelkäse, leichter beim Lachstartar mit Wan-Tan. Als letzter herzhafter Gang kommt ein hausgebackenes Brioche mit gebratenem Bauchspeck, roter Zwiebel und Gurke auf den Tisch. Zum Schluss lohnt der Karottenkuchen mit Orangencreme. Getrunken wird dazu gern mallorquinisches Craft-Bier oder Wein, den das Personal auf Wunsch empfiehlt.

Ausstellungen im Obergeschoss
Von der Terrasse führt eine Treppe hinauf in einen Raum, in dem wechselnde Ausstellungen gezeigt werden und gelegentlich auch Workshops stattfinden. Das ist keine Dekoration am Rande: Das Haus stellt die Fläche Künstlerinnen und Künstlern von der Insel zur Verfügung, auch jungen und noch unbekannten, und die lokale Presse hat mehrfach über Ausstellungen dort berichtet. Wer hier isst, sitzt also in einem Lokal, das zugleich ein kleiner Ausstellungsraum ist — der Grund, warum Sa Ferreria neben der Küche auch als Galerie geführt wird.
Wer das Haus führt
Hinter Sa Ferreria stehen die Geschwister Aina und Toni. Die Ausstellungen sind ihr Weg, das kulturelle Leben im Ort in Bewegung zu halten; der Anspruch reicht also über den Gastraum hinaus. Das Lokal ist klein und die Nachfrage stetig, deshalb raten Gäste regelmäßig dazu, vorab zu reservieren — das Haus nimmt Reservierungen über einen Nachrichtendienst entgegen. Die Karte ist auf Katalanisch und Spanisch geschrieben, das Personal nimmt sich aber die Zeit, sie zu erklären, und empfiehlt dazu passenden Wein.
Ausstattung & Services
Parken
- Straßenparken
- Kostenlos
Barrierefrei
- Eingang
- Toilette
- Sitzplätze
Zahlung
- Kreditkarte
- EC-/Debitkarte
- Kontaktlos
Service
- Verzehr vor Ort
- Tischservice
Ausstattung
- Vegetarisch
- Terrasse
- WLAN
- Bar vor Ort
Atmosphäre
- Leger
- Gemütlich
- Angesagt
- Ruhig
- Romantisch
- Historisch
Haustiere
- Hunde draußen
Besonderheiten
- Gute Weinkarte
- Guter Kaffee
- Gute Bierauswahl
Reservierung
- Reservierung erforderlich
Geeignet für
- Gruppen



