Sa Foganya ist ein kleines, von deutschen Gastgebern geführtes Restaurant in Colònia de Sant Jordi, und es gehört zu den Adressen im äußersten Süden Mallorcas, für die man den Tisch besser vorher bestellt. Das Haus liegt an der Avinguda Primavera, mitten im Ort, ein Stück hinter der Uferpromenade. Von außen ist es unscheinbar. Drinnen wird schnell klar, dass hier jemand mit sehr genauen Vorstellungen kocht.
„Foganya" ist das mallorquinische Wort für die Feuer- oder Herdstelle. Was in dieser Küche tatsächlich zusammenkommt, verrät der Name allerdings nicht — und es ist mehr, als die Ortsgröße vermuten lässt. Die Basis ist mediterran, die Gastgeber sind deutsch, und dazwischen stehen einzelne Teller aus Italien, aus Spanien und aus Asien.
Die Karte ist kurz gehalten. Das ist keine Bescheidenheit, sondern Methode: Wer wenige Gerichte anbietet, kann sie alle beherrschen. Dazu kommt, dass der Küchenchef zugleich der Inhaber ist — er kocht nicht nur, er geht auch durch den Raum, erklärt die Teller und empfiehlt den Wein dazu.

Die Küche im Sa Foganya
Mediterran ist der Kern, aber er wird an mehreren Stellen aufgebrochen. Die Karte mischt Bewährtes mit deutlich freier gedachten Tellern, und sie tut das ohne den Ehrgeiz, alles gleichzeitig sein zu wollen.
Aus Italien kommen die Burrata, die mit Pesto und geröstetem Gemüse serviert wird, und die Pasta, die hier ernst genommen wird: Linguine mit Trüffelrahm zum Kalbsfilet gehört zu den Tellern, über die am meisten gesprochen wird, dazu Spaghetti und Penne mit Garnelen. Aus Spanien kommen Ibérico-Lomo mit Ziegenkäse und Honig, Aioli zum Brot und die Crema Catalana zum Schluss.
Und dann sind da die Ausflüge nach Asien, die man in einem Ort dieser Größe nicht erwartet: Garnelen im Curry, und zur Lammschulter ein Blumenkohl, der asiatisch gewürzt aus dem Ofen kommt. Auch eine Ceviche steht als Vorspeise bereit. Das ist kein beliebiges Zusammenwürfeln — es sind einzelne, bewusst gesetzte Gerichte in einem ansonsten mediterranen Rahmen.

Was auf den Tisch kommt
Für den kleinen Hunger gibt es Tapas, Brot mit Aioli, Oliven und Bruschetta. Bei den Hauptgerichten spielt Fleisch eine große Rolle: Rinderfilet und Ribeye werden auf den Punkt gebraten, und der gewünschte Garpunkt kommt so auf den Teller, wie du ihn bestellt hast. Die Lammschulter kommt mit Rosmarinkartoffeln und eben jenem Blumenkohl aus dem Ofen.
Vegetarisch wirst du hier nicht abgespeist. Das auffälligste Beispiel ist ein Cordon bleu aus Auberginen, das auf Risotto serviert wird — ein Hauptgericht, das als Hauptgericht gedacht ist und nicht als Beilagenteller mit Ambitionen. Auch vegane und glutenfreie Wünsche werden berücksichtigt.
Einen Rat geben erfahrene Gäste gern weiter: Frag nach dem, was nicht auf der Karte steht. Das Haus kocht regelmäßig außer der Reihe, und die Pasta-Empfehlung des Abends gehört oft dazu.
Zum Trinken stehen mallorquinische Weine bereit, darunter ein tanninreicher roter Syrah von der Insel. Das Team berät dabei und schenkt aufmerksam nach. Die Sangria hat unter Stammgästen einen eigenen Ruf.
Haus, Gastgeber und Atmosphäre
Das Restaurant ist klein, und das ist Absicht. Die Einrichtung ist geschmackvoll und zurückhaltend, ohne Dekorationslärm. Draußen liegt eine kleine Terrasse. Weil nur wenige Tische im Raum stehen, wird der Abend automatisch persönlicher als in den großen Häusern am Wasser — und genau deshalb ist die Reservierung keine Formalität. Das Haus ist regelmäßig ausgebucht.
Der Service ist der zweite Grund, warum Gäste wiederkommen. Gerichte werden erklärt statt aufgesagt, Empfehlungen werden ausgesprochen, ohne dass dir etwas aufgedrängt wird. An manchen Abenden spielt ein Gitarrist, und aus dem Essen wird ein langer Abend.
Colònia de Sant Jordi rundherum
Colònia de Sant Jordi war ein Fischerort, bevor der Tourismus kam, und der Kern hat davon mehr behalten als viele Küstenorte der Insel. Vom Restaurant sind es wenige Minuten zum Hafen, von dem die Boote zum Nationalpark Cabrera ablegen. Westlich beginnen die Salinen von Llevant, dahinter liegt Es Trenc, einer der wenigen langen Sandstrände Mallorcas ohne Hotelzeile im Rücken.
Der Ort füllt sich im Sommer und wird danach wieder still. Das Sa Foganya arbeitet in beiden Rhythmen — als Restaurant, in dem man einen Abend verbringt, und nicht als Station zwischen Strand und Hotel.
Ausstattung & Services
Parken
- Kostenlos
- Straßenparken
Zahlung
- Kreditkarte
- EC-/Debitkarte
- Kontaktlos
Service
- Verzehr vor Ort
- Tischservice
Ausstattung
- Vegetarisch
- Terrasse
- Toilette
- Bar vor Ort
Atmosphäre
- Leger
- Gemütlich
- Angesagt
- Ruhig
- Romantisch
Besonderheiten
- Gute Weinkarte
- Gute Cocktails
- Guter Kaffee
Reservierung
- Reservierung möglich
- Reservierung empfohlen
Geeignet für
- Familien mit Kindern
- Gruppen



