sa Roqueta wine & food ist ein italienisches Restaurant in Port d'Alcúdia, ein paar Straßen hinter dem Hafen, in der Carrer del Marisc. Der Name ist mallorquinisch: sa Roqueta, der kleine Felsen, nennen die Insulaner ihre eigene Insel. Über der Tür eines italienischen Hauses gelesen, klingt das weniger nach Zufall als nach einer Ansage, wo man angekommen ist.
In der Küche steht Chef Antonio. Der Anspruch, den das Haus selbst formuliert, ist schlicht: Gerichte der italienischen Tradition, gekocht mit typischen Produkten guter Qualität, serviert in einem ruhigen, herzlichen, familiären Rahmen. Die Karte wird jedes Jahr vom Küchenchef überarbeitet, und sie ist kurz.
Geführt wird das Lokal von einem Ehepaar: er kocht, sie führt den Gastraum. Gäste beschreiben einen kleinen Raum mit wenigen Tischen. Reserviert wird telefonisch.

Was auf der Karte von sa Roqueta steht
Die Antipasti gehen die italienische Vorratskammer durch: ein Antipasto all'Italiana aus Salumi und Formaggi, wahlweise auch nur die Käse- oder nur die Wurstauswahl. Die Fantasia di Caprese Bufalina stellt Büffelmozzarella neben Pesto und einen neapolitanischen Tarallo, jenes knusprige Ringgebäck aus dem Süden. Dazu eine Burratina mit weißem Trüffel und Prosciutto Crudo und frittierte Bocconcini vom Baccalà.
Bei der Pasta hört man, wo diese Küche ihre Wurzeln hat. Penne alla Norma mit Aubergine, Basilikum und geriebenem Ricotta, Fusilli mit Pesto Rosso alla Trapanese aus Mandel, Basilikum, Tomate und Grana Padano, Linguine alla Borbonica mit Knoblauch, Olivenöl und Peperoncino, Linguine mit Schwertfisch nach sizilianischer Art, Fusilli alla Vesuviana mit Kapern, Oliven, Kirschtomaten und Oregano. Der Norden fehlt nicht: Tagliatelle alla Emiliana mit einem Ragù aus Salsiccia und Rind, dazu ein Risotto alla Mantovana mit Kürbiscreme, Spargel und Grana Padano. Die Linguine mit Vongole gibt es nur dann, wenn der Tag sie hergibt, und die Karte sagt das ausdrücklich.
Bei den Hauptgängen trägt das Ossobuco alla Milanese die Küche: geschmorte Kalbshaxe mit Gremolata und Safranrisotto. Daneben ein Rinderfilet nach piemontesischer Art mit roter Sauce, Thunfisch alla Siciliana mit Kapern, Oliven und Rosinen und der Fisch des Tages im Cartoccio. Zum Abschluss Panna Cotta mit Mandelcrumble und rotem Fruchtspiegel, ein Tiramisù mit Mascarpone-Pistazien-Creme und Savoiardi, ein Affogato mit handgemachtem Eis, dazu die Empfehlung, einen Passito zu trinken.

Die Weinkarte: Italien nach Regionen, Mallorca daneben
Das Wort wine im Namen ist kein Dekor. Die Weinkarte ist ein eigenes Heft und nach italienischen Regionen geordnet: Venetien, Piemont, Toskana, Sizilien, Apulien, Kalabrien, Kampanien, Basilikata, Sardinien, Umbrien, Ligurien, Friaul und weiter.
Bei Weiß stehen Falanghina aus Kampanien, Grillo aus Sizilien, Vermentino aus Sardinien, Roero Arneis und Gavi aus dem Piemont. Bei Rot reicht die Spanne von Nero d'Avola, Etna Rosso, Aglianico und Primitivo bis Chianti Classico und Valpolicella Ripasso; an der Spitze stehen je drei Barolo, drei Amarone della Valpolicella und drei Brunello di Montalcino. Prosecco und Franciacorta eröffnen die Karte, ein sizilianischer Passito schließt sie.
Und dann gibt es eine spanische Seite: mallorquinische Weine von Can Xanet und Can Majoral, ein mallorquinischer Rosat, dazu ein Ribeiro und ein Rioja. Wer auf der Insel isst und auch die Insel trinken will, kann das hier tun. Ein guter Teil der Flaschen wird zusätzlich glasweise ausgeschenkt. Das Haus beschreibt seine Auswahl als Ergebnis geduldiger Suche, und Gäste berichten regelmäßig, dass sie nicht mit der Liste allein gelassen, sondern zu einer Flasche geführt wurden.
Kurze Karte, ruhiger Rahmen
Ohne Fleisch und Fisch wird man hier ohne Sonderwunsch satt: Penne alla Norma, Fusilli alla Vesuviana, Linguine alla Borbonica, die Fusilli mit Pesto Trapanese, das Risotto alla Mantovana und die Insalata Mediterranea kommen ohne beides aus, dazu die reine Käsedegustation. Kinder haben einen eigenen kurzen Abschnitt mit Pasta an Tomate oder Butter und einem Fischfilet mit Butter und Zitrone. Wer Allergien hat, wird auf der Karte ausdrücklich gebeten, das vorher zu sagen.
Port d'Alcúdia ist im Sommer laut und voll. Ein Haus mit wenigen Tischen, einer kurzen Karte und einem Ehepaar, das beide Seiten der Tür kennt, ist dort eher Ausnahme als Regel.
Ausstattung & Services
Parken
- Straßenparken
- Kostenlos
Barrierefrei
- Eingang
Zahlung
- Kreditkarte
- EC-/Debitkarte
- Kontaktlos
Service
- Verzehr vor Ort
- Tischservice
Ausstattung
- Toilette
- Terrasse
- WLAN
Atmosphäre
- Leger
- Gemütlich
- Angesagt
Besonderheiten
- Gute Weinkarte
- Guter Kaffee
Reservierung
- Reservierung erforderlich
Geeignet für
- Familien mit Kindern



