Das Taj Mahal Curry House steht in der Altstadt von Alcúdia, an der Plaça de Carles V — dem Platz unmittelbar vor der Porta del Moll, einem der Tore in der mittelalterlichen Stadtmauer. Wer im Norden indische Küche sucht, schaut meist hinunter zum Hafen nach Port d'Alcúdia; dieses Haus liegt oben im ummauerten Ort, auf dem Platz, über den der große Wochenmarkt von Alcúdia seine Stände bis in die Seitengassen schiebt.
Es versteht sich als indisch-nepalesisches Restaurant mit Bar. Alle Speisen sind halal, und die vegetarische wie vegane Küche steht nicht als Zugeständnis am Rand der Karte, sondern hat eine eigene, lange Rubrik.
Wie die Küche sich sieht, steht im Kopf dieser Karte: Sie will die Rezepte aus der Küche der Mutter weitergeben. Zum selben Absatz gehört der Satz, dass der Koch die Gerichte gern nach deinen Vorlieben abwandelt — in einem Curry-Haus mehr als eine Höflichkeit, weil sich an der Schärfe fast alles entscheidet.

Tandoor und Currys im Taj Mahal Curry House
Die Karte erklärt an einer Stelle selbst, was ein Tandoor ist: ein großer, vasenförmiger Ofen aus Ton, in dem seit jeher Fladenbrote gebacken und Fleisch geröstet werden. Aus ihm kommen Chicken Tandoori und Chicken Tikka, beide zuvor in Joghurt, Zitronensaft und Gewürzen mariniert. Daneben stehen Chilly Chicken und Chilly Paneer, in der Pfanne gebraten mit Zwiebel, Tomate, Paprika und grüner Chili.
Der Curry-Teil ist breit, und in dieser Breite liegt der Charakter des Hauses. Korma kommt in einer Sauce aus Cashewkernen und Safran, Butter Chicken in Tomate mit Kardamom, Mango Chicken in Mangopüree mit derselben Kardamomnote. Kräftiger wird es mit Rogan Josh auf Tomatenbasis, Kadhai und Karahi mit Zwiebel- und Paprikawürfeln, Balti mit Ingwer, Bhuna als dicker Sauce, Dhansak süßsauer mit Linsen, dazu Madras, Jalfrezi und ganz oben Vindaloo. Fast alles davon gibt es mit Huhn und mit Lamm; die Schärfe markiert die Karte in drei Stufen.
Aus dem Meer kommt wenig, dafür Genaues: Prawn Curry mit Riesengarnelen, Bockshornklee und Zitronensaft, daneben Prawn Bhuna — und ein Fish Curry, für das Lachs verwendet und mit Fenchel- und Senfsamen parfümiert wird. Für ein Curry-Haus eine ungewöhnliche Wahl.

Vegetarisch, vegan und halal
Die fleischlose Rubrik trägt sich allein: Chana Masala mit Kichererbsen in leichter Tomatensauce, Tadka Dal aus gelben Linsen mit Zwiebel, Tomate und Knoblauch, Aloo Jeera mit geröstetem Kreuzkümmel, Aloo Gobi mit Blumenkohl und Kartoffel, dazu Palak Paneer im Spinat, Muttar Paneer mit Erbsen, Butter Paneer und Shahi Paneer. Pahadi Kofta führt den nepalesischen Teil des Namens am weitesten, mit Bohnen, Blumenkohl, Ingwer, Knoblauch und Zwiebel in süßlicher Sauce.
Das Prunkstück ist Dal Makhani: Linsen, die über Nacht bei niedriger Hitze auf dem Tandoor ziehen und erst danach mit Butter und Sahne abgerundet werden. Das ist keine schnelle Beilage, sondern ein Gericht mit langem Vorlauf.
Dass alle Speisen halal sind, sagt das Haus selbst. Die Karte führt außerdem eine durchnummerierte Allergen-Legende von Gluten bis zur Lupine.
Brot, Reis und die kleinen Sachen
Brot und Reis stehen in eigenen Abschnitten und werden zum Curry dazubestellt. Die Auswahl reicht vom schlichten Naan über Garlic und Cheese Naan bis zum Peshwari Naan, das mit Kokos und Nüssen gefüllt ist; Tandoori Roti kommt aus Vollkornmehl. Beim Reis stehen neben Basmati auch Pilao mit Safran, Jeera mit Kreuzkümmel sowie Kokos-, Pilz- und Eierreis. Biryani hat eine eigene Zeile: safranüberzogener Basmati mit Curry, wahlweise mit Gemüse, Huhn oder Lamm.
Bei den Vorspeisen stehen die Klassiker — Papadum, Samosa, Onion Bhaji, Gemüse- und Hühner-Pakora — neben zweien, die man seltener sieht: Paneer Pakoda, bei dem der Frischkäse in Cornflakes und Kichererbsenmehl paniert und mit Minzsauce gereicht wird, und Aloo Tikki, gefüllt mit gewürzten Linsen. Dazu Raita mit Gurke und gemahlenem Kreuzkümmel, ein Achar aus Mango und Limette, ein grüner Salat mit Chaat Masala. Zum Schluss Gulab Jamun in Sirup mit grünem Kardamom und Kulfi, das Pistazieneis der indischen Küche.
Der Platz vor dem Stadttor
Die Plaça de Carles V ist keine Nebenadresse: Sie ist der Vorplatz der Porta del Moll und für viele Besucher der erste Schritt in die Altstadt. Reservieren lässt sich über die eigene Website des Hauses, telefonisch oder per Nachricht — wer den Markt einplant, tut das besser vorab.
Ausstattung & Services
Parken
- Kostenlos
Barrierefrei
- Sitzplätze
Zahlung
- Kreditkarte
- EC-/Debitkarte
- Kontaktlos
Service
- Lieferung
- Take-away
- Verzehr vor Ort
- Tischservice
- Catering
Ausstattung
- Toilette
- Vegetarisch
- Terrasse
- Bar vor Ort
- Vegan
Atmosphäre
- Leger
- Gemütlich
- Ruhig
Reservierung
- Reservierung möglich
Geeignet für
- Familien mit Kindern
- Gruppen



