Tapas La Placita liegt an der Plaça de Sant Joan mitten in Son Servera, und der Name meint genau das: den kleinen Platz, zu dem das Lokal gehört. Geführt wird es von einer andalusischen Familie, der Wirt ist gebürtiger Jerezano. Als Küchenrichtung führt das Haus schlicht Andalusisch – und meint es auch so.
Ihr Herzstück ist die Fritura, das frittierte Fischsortiment des Südens. Calamar und Chipirones a la andaluza, Boquerones, Cazón en adobo und Tortillitas de camarones stehen einzeln auf der Karte und noch einmal gemeinsam auf einer Platte, die für zwei gedacht ist. Der Cazón – Hundshai, der vor dem Ausbacken in Essig, Knoblauch, Kreuzkümmel, Oregano und Paprika zieht – ist die Signatur der Provinz Cádiz. Auf Mallorca begegnet er dir selten so selbstverständlich wie hier.

Was Tapas La Placita aus dem Süden mitgebracht hat
Neben der Fritura steht die Reihe von Tapas, die man in Andalusien in jeder Bar findet: Pimientos de padrón, Champiñones al ajillo, Patatas bravas, Huevos rotos mit Ibérico-Schinken oder mit Gemüse, hausgemachte Croquetas, Gambas al ajillo, Torrezno de Soria. Dazu die Ensaladilla la Placita, die das Haus als eigene Handschrift führt und die es gern gegen den Ruf ins Feld führt, hier gebe es nur Frittiertes.
Bei den Fleischgerichten wird es iberisch: Presa, Lomo mit Ibérico-Schinken und gebratener Paprika, Pierna de cordero und Rabo de toro, der andalusische Ochsenschwanz. Dazwischen die Carrilleras, geschmorte Schweinebacken, die so lange in ihrer Sauce ziehen, bis sie beim leisesten Druck auseinanderfallen. Vom Fisch kommen Pulpito de lonja und Calamarín vom Grill, Lubina a la espalda und Gallo San Pedro mit Zwiebeln. Wer vegetarisch oder vegan isst, findet auf der Karte eigens ausgewiesene Gerichte.

Andalusien und Mallorca auf einer Karte
Das zweite Standbein ist ausdrücklich mallorquinisch. Pa amb oli macht die Küche nach eigener Ansage so, wie die Tradition es vorgibt, und sie führt gleich sieben Varianten – jede nach einem Ort dieser Küste benannt. Son Servera trägt Lomo, Serrano-Schinken und gebratene Paprika, Cala Ratjada Lachs und Avocado, Cala Bona Calamares a la andaluza, Artà Sobrassada, Ziegenkäse und Honig, Porto Cristo gegrillten Oktopus. Das ist mehr als eine Geste: Es ist die Landkarte der Nachbarschaft, auf Brot gelegt.
Dazu kommen Tagesgerichte aus dem frischen Einkauf, für die es keine gedruckte Zeile auf der Karte gibt – andalusische Rezepte, die je nach Markt wechseln. Bei den Nachspeisen bleibt alles hausgemacht: Käsekuchen, Apfeltörtchen, Pudding.
Der Platz, das Haus, der Besuch
Die Terrasse steht in der Fußgängerzone des Platzes, Autos spielen dort also keine Rolle; drinnen ist es klimatisiert. Der Ton ist familiär, die Portionen sind großzügig, und die Gästemischung reicht von Einheimischen über spanische Urlauber bis zu den deutschsprachigen Gästen aus den Buchten nebenan.
Reservieren lohnt sich. Das Haus nimmt Tische über sein eigenes Online-Buchungssystem und telefonisch an, und es ist im Ort gut bekannt – vor allem am Wochenende. Für Gruppen und größere Familien ist Platz. Fürs Parken verweist das Restaurant selbst auf den Carrer del Tren und den Carrer des Cos, beide nur ein paar Schritte entfernt.
Ausstattung & Services
Parken
- Kostenlos
- Straßenparken
Barrierefrei
- Eingang
- Parkplatz
- Toilette
- Sitzplätze
Zahlung
- Kreditkarte
- EC-/Debitkarte
- Kontaktlos
Service
- Take-away
- Verzehr vor Ort
- Tischservice
- Selbstbedienung
Ausstattung
- Vegetarisch
- Terrasse
- WLAN
- Bar vor Ort
- Separater Raum
Atmosphäre
- Leger
- Gemütlich
- Angesagt
Haustiere
- Hunde erlaubt
Besonderheiten
- Live-Musik
- Gute Weinkarte
- Guter Kaffee
- Gute Bierauswahl
- Dachterrasse
- Sport-Übertragung
Reservierung
- Reservierung möglich
Geeignet für
- Familien mit Kindern
- Gruppen



