La Tapera steht an der Avinguda de Joan Miró, gut vier Kilometer westlich der Altstadt von Palma, dort wo die Stadt in Richtung Sant Agustí und Cala Major ausläuft und die Häuserzeile dem Meer entgegenfällt. Das ist keine Adresse, auf die du beim Bummeln durch die Altstadt zufällig stößt. Wer herkommt, kommt mit Absicht — oder weil er, wie es der Leitspruch des Hauses sagt, Licht gesehen hat und eingetreten ist.
Die Küche beschreibt sich selbst als andin-mediterrane Fusion, und ausnahmsweise ist das keine leere Formel. Auf der Karte stehen die spanischen Klassiker, die du in einem Tapas-Lokal erwartest, daneben aber Gerichte, deren Herkunft ein paar tausend Kilometer weiter westlich liegt: Empanadas, Maniok, Milanesas. Die beiden Linien laufen nicht getrennt nebeneinander her, sie kreuzen sich — mallorquinische Sobrassada auf der einen Seite, südamerikanische Wurzelküche auf der anderen.

Was bei La Tapera auf den Tisch kommt
Die Patatas Bravas sind hier kein Pflichtprogramm, sondern ein Stück Arbeit: Das Haus verwendet Patatones aus Sa Pobla, also Kartoffeln aus dem Gemüsegürtel im Norden der Insel, und hat das Rezept später noch einmal überarbeitet, um sie knuspriger hinzubekommen. Bei der stadtweiten Tapas-Route TaPalma trat das Lokal genau mit diesen Bravas an — und daneben mit einer zweiten Tapa, die die mallorquinische Seite des Hauses zeigt: geröstetes Pan de Cristal mit Sobrassada, Honig und schwarzem Pfeffer.
Aus der anderen Himmelsrichtung kommen die Empanadas und die Milanesa de Berenjena mit Süßkartoffelpüree, ein paniertes Auberginenschnitzel, das das Haus selbst zu den meistgelobten Gerichten seiner Karte zählt. Dazu Maniok, im Ofen goldbraun gebacken, und ein Salat aus Spinat und Ei — die Gemüseseite wird hier nicht als Beilage behandelt. Von der spanischen Seite kommen Gambas al Ajillo, Miesmuscheln, frittierte Chipirones und Pan con Tomate.

Der Holzkohleofen
Das dritte Element neben Anden und Mittelmeer ist Feuer. La Tapera arbeitet mit einem Holzkohleofen, und der prägt die Karte deutlicher, als man es bei einer Tapas-Adresse vermuten würde: Fisch, Fleisch und Gemüse bekommen die Röstaromen und die trockene, direkte Hitze, die ein normaler Herd nicht liefert. Wer statt vieler kleiner Teller lieber ein großes Stück Fleisch oder einen ganzen Fisch möchte, ist hier deshalb genauso richtig wie beim Tapeo.
Ein Familienbetrieb in Cala Major
Das Lokal wird als Familienbetrieb geführt, und das merkst du vor allem am Empfang: Gäste beschreiben immer wieder, wie persönlich sie begrüßt werden und wie schnell aus einem reservierten Tisch ein Gespräch wird. Die Stimmung ist abends lebhaft und eher spanisch als touristisch — was in diesem Teil Palmas, wo viele Häuser auf Hotelgäste eingestellt sind, keine Selbstverständlichkeit ist.
Zur Straße hin gibt es eine Terrasse mit eigener Karte, die an warmen Abenden der bessere Platz ist. Weil sich das Haus unter Einheimischen wie unter wiederkehrenden Urlaubsgästen herumgesprochen hat, ist eine Reservierung über die eigene Online-Buchung die sicherere Variante — besonders, wenn du zu mehreren kommst oder draußen sitzen möchtest.
Ausstattung & Services
Parken
- Kostenlos
Barrierefrei
- Eingang
- Toilette
- Sitzplätze
Zahlung
- EC-/Debitkarte
- Kontaktlos
- Kreditkarte
Service
- Verzehr vor Ort
- Tischservice
Ausstattung
- Vegetarisch
- Terrasse
- Bar vor Ort
- Vegan
Atmosphäre
- Leger
- Gemütlich
- Angesagt
Haustiere
- Hunde erlaubt
Besonderheiten
- Gute Weinkarte
- Gute Cocktails
- Guter Kaffee
Reservierung
- Reservierung möglich
- Reservierung empfohlen
Geeignet für
- Gruppen



