Restaurant Toque

Palma · Restaurants · Preisniveau: Gehoben · 30–50 € · 4.7(1206)Google

Preis laut Google

Restaurant Toque steht in Palma ein paar Schritte hinter dem Passeig Marítim, dort wo die Avinguda Joan Miró beginnt, und tut seit 2007 etwas, das auf der Insel selten geblieben ist: Es kocht belgisch. Das Haus beschreibt sich selbst als belgisches Bistro mit mediterranem Einschlag, und genau so liest sich die Karte — belgische Klassiker stehen neben mallorquinischen Gerichten, ohne dass eine Seite die andere zudeckt.

Angefangen haben Vater und Sohn. Heute führt Claude die Küche, ausgebildet an der Hotelfachschule der Balearen und danach an der Hotelfachschule von Sant Pol de Mar an der katalanischen Küste. Gearbeitet wird vom Markt her: Die Karte wechselt mit den Jahreszeiten, und viele Gerichte lassen sich auch als halbe Portion bestellen. Das klingt nach einer Kleinigkeit, sagt aber mehr über die Haltung des Hauses als jede Selbstbeschreibung.

Der Rahmen bleibt bewusst klein. Toque versteht sich als ruhige Ecke, in der du dich wie zu Hause fühlen sollst — zu zweit, mit der Familie oder in größerer Runde, für die es eigene Menüs gibt.

Restaurant Toque – Eindruck 1
Bild: KI-generiert – kein Foto des Betriebs

Die Küche im Toque: belgisch und mediterran zugleich

Das Gericht, das das Haus selbst nach vorn stellt, ist das Filet Américain, das belgische Steak Tartar. Vom französischen Vorbild unterscheidet es sich durch das sehr fein gehackte Fleisch und durch die Mayonnaise, die ihm eine weiche, fast schmelzende Textur gibt. Daneben stehen Schnecken auf burgundische Art, eine hausgemachte Foie-gras-Terrine mit Brioche und Chutney und, auf dem Mittagsmenü, ein Waterzooi vom Lachs, das mit Weizenbier abgeschmeckt wird.

Restaurant Toque – Eindruck 2
Bild: KI-generiert – kein Foto des Betriebs

Was die mallorquinische Seite der Karte trägt

Die Insel ist hier keine Beigabe. Es gibt eine Coca mit Sepia, karamellisierter Zwiebel und Sobrassada, ein Frit Mallorquí aus Gemüse mit Fenchel, gratinierten Kabeljau mit Allioli nach Inselart und eine konfierte, entbeinte Porcella auf Süßkartoffelcreme. Dazwischen liegt das Mediterrane: Wolfsbarsch mit Ratatouille, Jakobsmuscheln in der Kruste mit Garnele und Lauch, Lachstartar mit Kimchi-Mayonnaise, Cannelloni vom Ibérico-Schwein mit Trüffelsauce, ein Rinderfilet Stroganoff und ein falsches Risotto aus Weizen mit Waldpilzen und Parmesan. Wer vegetarisch isst, findet das Gemüse-Frit, ein Zucchini-Carpaccio mit Mahón-Käse und Oliven und ein Gazpacho aus Tomate und Erdbeere mit Basilikumsorbet.

Die Nachspeisen entstehen komplett im Haus und tragen dieselbe Doppelnatur. Der Lingote aus belgischer Schokolade mit Kaffeeeis und Karamell ist die deutlichste Verbeugung vor der Herkunft, der Schokoladenfondant kommt mit Speculoos-Eis. Dagegen stehen eine Crème brûlée mit Bourbon-Vanille, ein Hojaldre aus gebackenem Apfel mit Rosmarineis, eine Pavlova mit roten Früchten und eine Auswahl mallorquinischer Handwerkskäse von S'Aglá.

Belgisches Bier als eigene Karte

Die Bierkarte ist kein Anhängsel, sondern ein eigenes Kapitel, und für einen Teil der Gäste der eigentliche Grund herzukommen. Sie ist nach Herkunft und Stil geordnet: Trappistenbiere aus echten Klosterbrauereien, Abteibiere in deren Stil, trübe Weizenbiere, belgische Spezialitäten mit Flaschengärung und Lambics aus Spontangärung, dazu Fruchtlambics, ein glutenfreies und ein alkoholfreies Bier. Neue Sorten kommen regelmäßig dazu und bleiben eine Weile auf der Karte. Die Weinseite ist spanisch geprägt, mit einzelnen ausländischen Gewächsen.

Für wen das Toque passt

Für alle, die in Palma nicht nur spanisch essen wollen. Für Gruppen gibt es zwei eigene Menüs, bei denen die Vorspeisen geteilt und Hauptgang und Dessert einzeln gewählt werden; sie müssen im Voraus gebucht und die Wünsche vorab durchgegeben werden. Reservierungen nimmt das Haus telefonisch und über die eigene Website entgegen — bei einem so kleinen Raum ist das keine schlechte Idee.

Ausstattung & Services

Parken

  • Kostenpflichtig
  • Straßenparken
  • Kostenlos

Barrierefrei

  • Eingang
  • Toilette
  • Sitzplätze

Zahlung

  • Kreditkarte
  • EC-/Debitkarte
  • Kontaktlos

Service

  • Verzehr vor Ort
  • Tischservice

Ausstattung

  • Terrasse
  • WLAN
  • Vegan

Atmosphäre

  • Gemütlich
  • Angesagt
  • Ruhig
  • Romantisch

Besonderheiten

  • Gute Weinkarte
  • Guter Kaffee
  • Gute Bierauswahl

Reservierung

  • Reservierung erforderlich

Geeignet für

  • Familien mit Kindern
  • Gruppen

Häufige Fragen zu Restaurant Toque

Was macht Restaurant Toque in Palma besonders?

Toque ist eines der wenigen Häuser auf Mallorca, die tatsächlich belgisch kochen, und nicht nur belgisch heißen. Belgische Bistroklassiker stehen gleichberechtigt neben mallorquinischen und mediterranen Gerichten, und dazu kommt eine belgische Bierkarte, die nach Herkunft und Stil geordnet ist. Das Haus wird als Familienbetrieb geführt und bleibt bewusst klein.

Welches Gericht ist die Spezialität des Hauses?

Das Haus stellt selbst das Filet Américain nach vorn, das belgische Steak Tartar. Das Fleisch ist sehr fein gehackt und wird mit Mayonnaise gebunden, was ihm eine weichere, fast schmelzende Textur gibt als die französische Variante. Ebenfalls oft genannt werden die konfierte Porcella auf Süßkartoffelcreme und der Lingote aus belgischer Schokolade.

Wie belgisch ist die Küche wirklich?

Belgisch ist hier nicht nur die Herkunft, sondern die Karte selbst. Filet Américain, Schnecken auf burgundische Art, ein Waterzooi vom Lachs mit Weizenbier, Speculoos-Eis und der Schokoladen-Lingote sind belgische Anker, und die Bierkarte reicht von Trappisten- und Abteibieren bis zu Lambics aus Spontangärung. Die mediterrane Hälfte ist deshalb kein Widerspruch, sondern die zweite Hälfte des Konzepts.

Gibt es vegetarische Gerichte?

Ja, mehrere. Dokumentiert sind das Frit Mallorquí aus Gemüse mit Fenchel, ein Zucchini-Carpaccio mit Mahón-Käse und Oliven, ein Gazpacho aus Tomate und Erdbeere mit Basilikumsorbet und ein falsches Risotto aus Weizen mit Waldpilzen und Parmesan. Da die Karte mit den Jahreszeiten wechselt, lohnt eine kurze Nachfrage bei der Reservierung.

Sollte man vorher reservieren?

Das Haus nimmt Reservierungen telefonisch und über die eigene Website entgegen. Der Raum ist klein, das Publikum besteht zu einem guten Teil aus Stammgästen und Residenten, deshalb ist eine Reservierung die sicherere Variante. Für Gruppenmenüs ist eine Buchung im Voraus ohnehin vorgesehen.

Eignet sich Toque für Gruppen und Firmenessen?

Ja, dafür gibt es zwei eigene Gruppenmenüs. Die Vorspeisen werden geteilt, Hauptgang und Dessert wählt jeder Gast einzeln, Getränke und Kaffee sind eingeplant. Beides muss im Voraus gebucht werden, und die Wünsche der Gäste sollten vor dem Termin durchgegeben werden.

Bewertungen

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