Toque de Queda

Palma · Restaurants · Preisniveau: Mittel · 20–30 € · 4.7(1330)Google

Preis laut Google

Toque de Queda liegt in einer schmalen Gasse im Casc Antic von Palma, ein paar Gassen westlich der Rambla, und ist von außen leicht zu übersehen. Drinnen erklärt sich vieles von selbst: Das Lokal sitzt im Forn Cremat, einem alten Backhaus, das rund um einen arabischen Ofen gebaut wurde, einen der wenigen, die auf der Insel erhalten geblieben sind. Alicia Arduini und Andrea Cavate haben ihn nicht weggeräumt, sondern stehen lassen.

Die beiden stammen aus Reggio Emilia und Modena und lebten acht Jahre in Barcelona, bevor sie nach Mallorca zogen und hier seit 2014 ihre eigene Adresse führen. Was sie aufgemacht haben, ist kein Restaurant im engeren Sinn, sondern eine Mischung, für die das Spanische drei Wörter braucht: Champañería, Bar und Fiambrería, also Schaumweinausschank, Kneipe und Wurstwarenhandlung in einem.

Auch der Name ist ein Augenzwinkern. Toque de queda heißt Ausgangssperre, und das Haus erklärt ihn selbst mit der Stunde, zu der die Gäste nach Hause müssen. Drei Räume und eine Terrasse, ein großer Gemeinschaftstisch, an dem du neben Fremden sitzt, Werkzeug und Mobiliar aus der Zeit des alten Forn: Es fühlt sich weniger nach Restaurantbesuch an als nach einer Wohnung, in die man dich hereingebeten hat.

Toque de Queda – Eindruck 1
Bild: KI-generiert – kein Foto des Betriebs

Die Tablas sind der Kern von Toque de Queda

Die Wurst- und Käsebretter gibt es als halbe oder ganze Portion, dazu Focaccia oder Pan Moreno. Jedes Brett hat einen eigenen Zuschnitt. La Balear versammelt Sobrassada, Camaiot, mallorquinischen Chorizo und Longanissa de Pagès neben Mahón-Käse und einem menorquinischen Ziegenkäse, der in Rotwein gereift ist. La Ibérica bleibt auf dem Festland, mit Paleta ibérica, Lomo, Salchichón und Manchego. La Italia führt Mortadella, Coppa, Prosciutto crudo und Salame Golfetta neben Büffel-Camembert und Trüffel-Pecorino.

Zwei Bretter lohnen den zweiten Blick. La Gypsy trägt denselben Namen wie die Skateboard-Marke, an der Andrea beteiligt ist und deren Bretter im Lokal hängen; darauf liegen Wildschwein-Mortadella mit schwarzem Trüffel, italienischer Lardo, Finocchiona und Cecina, dazu Gamoneu und ein geräucherter Kuhmilchkäse. La Señora geht in die andere Richtung, mit Soppressa all'Amarone, Bresaola und einem Blauschimmel-Ziegenkäse aus dem Alt d'Urgell. Bezogen wird aus Italien, Katalonien, Galicien, Frankreich und Mallorca, und für Gäste mit Unverträglichkeiten gibt es Wurst ohne Gluten und Laktose.

Toque de Queda – Eindruck 2
Bild: KI-generiert – kein Foto des Betriebs

Warme Cocas auf Pan de Cristal

Die zweite Säule der Karte sind die Cocas, warm belegt auf Pan de Cristal, jenem luftigen Brot mit der glasigen Kruste. Eine trägt geräucherten Lachs mit Stracciatella, karamellisierter Zwiebel und Haselnusspesto, eine zweite Taleggio mit escalivada-Aubergine, Tomate und Walnuss, die dritte iberischen Schinken mit Feigenmarmelade, Confit-Tomaten und Ziegenkäse mit Pimentón.

Die Tapas daneben zeigen dieselbe Handschrift. Zucchini-Carpaccio, in Senf mariniert, mit Avocado, Parmesan und Pistazien. Gnocchi alla romana aus Maismehl mit geräucherter Burratina und Speck. Ofenkartoffeln mit Ali-oli von Pimentón de la Vera. Frittierte Zucchiniblüten mit Ricotta. Von den Fischtapas bleibt vor allem eine hängen: eine herzhaft gefüllte Ensaimada mit geräucherter Sardine, Sobrassada-Alioli und Piquillo-Paprika, mallorquinisches Gebäck, italienisch gedacht.

Die Nachspeisen kommen aus der Familie, denn Alicia ist Tochter von Konditoren. Tiramisù mit Pistaziencreme, Cheesecake, Banoffee, ein Coulant aus Nutella und Mascarpone, dazu eine vegane Variante.

Champagner-Theke und Ladentisch

Als Champañería schenkt das Haus die Champañitos von Can Paixano aus, dazu Weine aus Mallorca und Italien. Und weil die Fiambrería kein Etikett ist, sondern ein Ladentisch, kannst du mitnehmen, was dir geschmeckt hat, bis hin zum Balsamico aus Modena, mit dem in der Küche gearbeitet wird, in zwei Reifegraden. Reservieren ist ratsam, das Lokal ist klein und gut besucht.

Ausstattung & Services

Barrierefrei

  • Eingang
  • Toilette

Zahlung

  • EC-/Debitkarte
  • Kreditkarte
  • Kontaktlos

Service

  • Take-away
  • Verzehr vor Ort
  • Tischservice

Ausstattung

  • Vegetarisch
  • Terrasse
  • WLAN
  • Bar vor Ort
  • Vegan

Atmosphäre

  • Leger
  • Gemütlich
  • Angesagt

Haustiere

  • Hunde erlaubt

Besonderheiten

  • Gute Weinkarte
  • Guter Kaffee

Reservierung

  • Reservierung möglich
  • Reservierung empfohlen

Geeignet für

  • Gruppen

Häufige Fragen zu Toque de Queda

Wofür ist Toque de Queda in Palma bekannt?

Vor allem für die Tablas, also die Wurst- und Käsebretter, die es als halbe oder ganze Portion gibt. Dazu kommen warme Cocas auf Pan de Cristal und eine Tapas-Karte, die zwischen Italien und Mallorca pendelt. Das Haus versteht sich als Champañería, Bar und Fiambrería zugleich.

Sollte man bei Toque de Queda einen Tisch reservieren?

Ja, das ist ratsam. Das Lokal hat drei kleine Räume und eine Terrasse und ist gut besucht. Reserviert wird über das eigene Buchungssystem des Hauses oder telefonisch.

Gibt es vegetarische und glutenfreie Optionen?

Ja. Es gibt glutenfreies Brot, und die Wurstauswahl umfasst Ware ohne Gluten und ohne Laktose. Auf der Karte stehen außerdem Gemüsegerichte wie Zucchini-Carpaccio, frittierte Zucchiniblüten mit Ricotta und Salate, dazu eine vegane Nachspeise.

Wer steht hinter Toque de Queda?

Alicia Arduini und Andrea Cavate, geboren in Reggio Emilia und Modena. Vor Mallorca haben die beiden acht Jahre in Barcelona gelebt. Alicia ist Tochter von Konditoren, was man an den hausgemachten Nachspeisen merkt.

Was hat es mit dem alten Backofen im Lokal auf sich?

Das Lokal sitzt im Forn Cremat, einem bekannten alten Backhaus der Stadt, das um einen arabischen Ofen herum gebaut wurde. Der Ofen ist einer der wenigen erhaltenen auf der Insel und blieb beim Umbau stehen. Viele Werkzeuge und Einrichtungsstücke aus der Zeit des Forn dienen heute als Mobiliar.

Woher kommt der Name Toque de Queda?

Toque de queda heißt auf Spanisch Ausgangssperre. Das Haus erklärt den Namen selbst mit der Stunde, zu der die Gäste nach Hause müssen, und trägt ihn seit der Eröffnung. Ein Augenzwinkern also, kein politischer Kommentar.

Bewertungen

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