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Privatjet Mallorca: PMI vs. Son Bonet, Charterpreise und Basierung 2026

Wer auf Mallorca lebt oder regelmäßig auf die Insel pendelt, kommt früher oder später auf die Frage: Chartern oder basieren, PMI oder Son Bonet, eigenes Flugzeug oder Fractional-Ownership? Der Privatjet Mallorca ist kein Luxus-Klischee, sondern für viele Residenten eine logische Antwort auf die chaotischen Sommerflughäfen der Insel – und auf die Tatsache, dass Mallorca mit einem Jet innerhalb von zwei Stunden von London, München oder Paris erreichbar ist. Dieser Ratgeber erklärt dir den Unterschied zwischen den beiden Flughäfen, zeigt aktuelle Charterpreise für die wichtigsten Routen, erklärt die Besonderheiten von Hangar und Basierung auf der Insel und gibt dir einen realistischen Blick auf die laufenden Kosten eines eigenen Flugzeugs in Mallorca.

Privatjet Mallorca: PMI vs. Son Bonet, Kosten & Hangar

Du planst, deinen Jet auf Mallorca zu basieren oder regelmäßig private Charterflüge zu buchen?


Die zwei Flughäfen: PMI und Son Bonet im Überblick

Mallorca hat zwei nutzbare Flughäfen – und die unterscheiden sich fundamental in Funktion, Infrastruktur und Eignung für verschiedene Luftfahrzeugtypen.

Vergleich PMI und Son Bonet: Startbahn, Jets, FBO und Business-Aviation-Movements 2025

Palma de Mallorca Airport (LEPA / PMI)

Der Flughafen Palma ist der primäre internationale Gateway der Balearen, betrieben von Aena. Er liegt rund 8 km östlich des Stadtzentrums und verfügt über zwei Pisten mit einer maximalen Länge von 3.270 m – damit können alle gängigen Jet-Kategorien landen, vom Light Jet bis zur großen Langstreckenmaschine. 2025 wurden am PMI 17.593 Business-Aviation-Movements registriert, was ihn zu einem der aktivsten Private-Aviation-Hubs im Mittelmeerraum macht.

Private Jets nutzen am PMI ein dediziertes FBO (Fixed Base Operator), das vollständig vom kommerziellen Terminal getrennt ist. Das ist der entscheidende Unterschied im Hochsommer: Während Zehntausende Pauschalreisende an den Check-in-Schlangen stehen, fährst du direkt zum FBO, wirst in der Lounge empfangen und boardest nach 20–30 Minuten.

Son Bonet Aerodrome (LESB)

Son Bonet liegt rund 5 km nordwestlich von Palma im Gemeindegebiet von Marratxí. Es ist ein reiner Zivilflugplatz ohne Interkontinental- oder kommerzielle Linienanbindung. Die einzige befestigte Bahn misst 1.199 m – damit ist Son Bonet auf Kolbenflugzeuge und kleinere Turboprops ausgelegt. Ein Instrumentenlandesystem (ILS) gibt es nicht. Die Betriebszeiten laut verfügbaren Daten: täglich 07:00–23:00 Uhr, auch an Feiertagen.

Son Bonet ist der Heimatflugplatz für Flugschulen, Sportflieger und Privatpiloten mit eigenem Propellerflugzeug. Als Ankunfts-Airport für internationale Jet-Charter ist er nicht geeignet.

Merkmal PMI (LEPA) Son Bonet (LESB)
ICAO-Code LEPA LESB
Lage 8 km östlich Palma 5 km nordwestlich Palma
Startbahn (max.) 3.270 m 1.199 m
ILS Ja Nein
Geeignet für Jets Alle Kategorien Nein
Geeignet für Turboprops Ja Eingeschränkt
Geeignet für Kolben Ja Ja
FBO / Privat-Terminal Ja (getrennt vom Terminal) Allgemeine Luftfahrt
Kommerzieller Linienverkehr Ja (Aena) Nein
Business-Aviation-Movements 2025 17.593 k. A.
Betreiber Aena Aena (Allgemeine Luftfahrt)

Hinweis: Wer mit einem privaten Light Jet oder schweren Jet auf Mallorca ankommen oder abfliegen will, fliegt ausnahmslos über PMI. Son Bonet ist für Propellerflugzeuge und die allgemeine Luftfahrt reserviert.


Charterpreise 2026: Was kostet ein Privatjet nach Mallorca?

Die wichtigste Frage zuerst. Charter-Preise sind immer Indikativpreise – sie schwanken je nach Verfügbarkeit, Saison, Leerflug-Anteil und gebuchter Flugzeugkategorie. Die folgenden Werte stammen aus aktuellen Marktdaten mehrerer Charter-Anbieter und gelten als Richtwerte für One-Way-Preise zum oder vom PMI in 2026.

Europäische Hauptstrecken ab/nach PMI

Route Flugzeit (ca.) Turboprop Light Jet Midsize Jet Heavy Jet
Madrid → Palma 1 h ab €6.500
Nizza → Palma 1 h 15 min ab €6.900
Zürich → Palma 1 h 40 min ab €8.200
München → Palma 1 h 50 min ab €9.000
Paris → Palma 2 h ab €9.500
London → Palma 2 h 20 min €6.000–11.000 €11.000–18.000 €17.000–26.000 €26.000–42.000+

Quellen: Marktdaten Global Charter, AlbaJet, JetVice (2026). Preise ohne Garantie, Echtzeit-Angebote auf Anfrage.

Flugzeugkategorien und ihre Eigenheiten auf der Mallorca-Route

Turboprop (z. B. Pilatus PC-12, King Air 350): 6–9 Sitze, Flugzeit London–Palma ca. 2 h 45 min–3 h. Kostengünstigste Kategorie für kleinere Gruppen, besonders stark im Leerflug-Segment.

Light Jet (z. B. Embraer Phenom 300, Cessna Citation CJ3+, Pilatus PC-24): 6–8 Sitze, London–Palma ca. 2 h–2 h 30 min. Die beliebteste Kategorie auf der Mallorca–London-Route – gutes Preis-Leistungs-Verhältnis und ausreichend Gepäckraum für Wochenendgepäck.

Midsize Jet (z. B. Citation XLS, Embraer Legacy 450, Challenger 300): 8–10 Sitze. Ideal für Gruppen mit viel Gepäck (Fahrräder, Golfausrüstung, Surfboards).

Heavy Jet (z. B. Gulfstream G550, Global 6000): Volle Kabine, maximaler Komfort, non-stop auch auf interkontinentalen Zubringern. PMIs 3.270-m-Bahn nimmt alle diese Flugzeuge problemlos auf.

Achtung: Empty Legs. Viele Anbieter offerieren sogenannte Leerflüge (Empty Legs), wenn ein Jet nach dem Abladen der Passagiere ohnehin zurückfliegen muss. Auf der Route Mallorca–London oder Mallorca–Zürich können Einsparungen von 30–50 % möglich sein – allerdings mit fixen Zeiten und ohne Flexibilität.


Das FBO am PMI: Ablauf und was dich erwartet

Das Fixed Base Operator-Gebäude am Flughafen Palma ist vom kommerziellen Terminal physisch getrennt. Der Ablauf für eintreffende Privatjet-Passagiere:

  1. Voranmeldung: Dein Charter-Broker koordiniert Slot, Handling und Zollabfertigung im Voraus.
  2. Ankunft FBO: Du fährst direkt zum Privatjet-Bereich – kein öffentlicher Terminal, keine Warteschlangen.
  3. Zoll und Einreise: Bei Flügen aus dem Nicht-Schengen-Raum (z. B. UK) erfolgt die Grenzkontrolle direkt am FBO, nicht im Hauptterminal.
  4. Gepäck: Wird direkt vom Flugzeug zum Fahrzeug gebracht – in der Regel wenige Minuten nach der Landung.
  5. Transfer: Dein Fahrer wartet auf dem FBO-Vorfeld. Fahrtzeit ins Stadtzentrum: in der Regel ca. 15–20 Minuten.

Im Hochsommer (Juli/August) sind Departure Slots am PMI vorab zu koordinieren – dein Broker erledigt das standardmäßig, aber für späte Änderungen solltest du 24–48 Stunden Vorlauf einplanen.


Basierung auf Mallorca: Was bedeutet das konkret?

Wer nicht nur gelegentlich chartert, sondern ein eigenes Flugzeug auf Mallorca stationieren möchte, muss mehrere Aspekte berücksichtigen: Hangar, Wartung, Besatzung und die steuerliche Einordnung des Flugzeugs in Spanien.

Hangar und Stellplatz

Am PMI gibt es Hangar-Kapazitäten für private und Business-Flugzeuge, die über Aena und spezialisierte Handling-Anbieter verwaltet werden. Die konkrete Hangar-Miete hängt von der Flugzeuggröße, dem gewählten Anbieter und der Vertragslaufzeit ab – verlässliche öffentliche Listenpreise werden nicht veröffentlicht. Als Richtwert aus dem europäischen Markt: monatliche Hangar-Mieten für einen Light Jet beginnen in der Regel bei mehreren Tausend Euro pro Monat, für Heavy Jets entsprechend mehr.

Son Bonet bietet ebenfalls Hangarmöglichkeiten, allerdings nur für kleinere Propellerflugzeuge entsprechend der Bahnlänge. Für Jets ist Son Bonet als Heimatbasis nicht geeignet.

Wartung und MRO

Für die regelmäßige Wartung (Maintenance, Repair & Overhaul) sind auf Mallorca und der iberischen Halbinsel verschiedene EASA-zertifizierte Betriebe tätig. Wer ein Flugzeug auf der Insel basiert, sollte vorab klären, ob der gewählte MRO-Partner den spezifischen Flugzeugtyp betreuen kann – oder ob für größere Checks ein Transfer aufs Festland nötig wird.

Besatzung und AOC

Ein eigenes Flugzeug für den privaten Gebrauch muss nicht zwingend unter einem Air Operator Certificate (AOC) betrieben werden. Wer das Flugzeug jedoch auch für Charter-Einnahmen nutzen will, benötigt ein AOC – das unterliegt der Aufsicht der spanischen AESA (Agencia Estatal de Seguridad Aérea). Die Anforderungen an Besatzungs-Lizenzen, Trainingszyklen und Dokumentation sind erheblich.


Steuerliche Aspekte: Flugzeug in Spanien halten

Die steuerliche Behandlung eines Privatjets in Spanien ist komplex und hängt davon ab, wie das Flugzeug gehalten und genutzt wird. Hier die wichtigsten Eckpunkte – alle steuerlichen Entscheidungen erfordern individuellen Fachanwalt/Steuerberater-Rat.

Aspekt Kernpunkte
Mehrwertsteuer (IVA) Kauf und Betrieb können IVA-pflichtig sein; Vorsteuerabzug unter bestimmten Bedingungen möglich
Einkommensteuer (IRPF) Nutzung des Flugzeugs für private Zwecke kann als geldwerter Vorteil gewertet werden
Körperschaftsteuer Bei Haltergesellschaft: Abschreibung des Flugzeugwerts möglich, aber strenge Nachweispflichten für betriebliche Nutzung
Registro de Aeronaves Eintragung im spanischen Luftfahrzeugregister bei Wohnsitz/Betrieb in Spanien
Modelo 720 Flugzeug als Auslandsvermögen grundsätzlich meldepflichtig, soweit Schwellenwerte überschritten

Hinweis: Wer als Steuerresident in Spanien ein Flugzeug über eine ausländische Gesellschaft hält, sollte die Transparenz- und Substanzanforderungen der spanischen Finanzbehörde AEAT im Blick behalten. Mehr zu den allgemeinen Steuerpflichten als Resident auf Mallorca findest du im Ratgeber Steuern als Resident (IRPF).


Alternativmodelle: Fractional Ownership und Jet Cards

Wer noch nicht bereit ist, ein eigenes Flugzeug zu kaufen und zu basieren, hat mehrere sinnvolle Zwischenlösungen:

Fractional Ownership: Du kaufst einen Anteil an einem Flugzeug (z. B. 1/8 oder 1/16) und hast garantierte Verfügbarkeit für eine bestimmte Anzahl Stunden pro Jahr. Die laufenden Kosten (Management, Wartung, Crew) teilen sich alle Eigentümer. Anbieter wie NetJets oder VistaJet operieren dieses Modell professionell auch auf der Mallorca-Route.

Jet Card: Du kaufst ein Stunden-Paket beim Anbieter und hast damit Zugang zu einer definierten Flugzeugkategorie zu garantierten Konditionen – ohne Eigentümerverantwortung. Geeignet für 25–100 Flugstunden pro Jahr.

Ad-hoc Charter: Für gelegentliche Flüge (weniger als ~25 Stunden pro Jahr) ist reiner Charter in der Regel wirtschaftlicher als jedes Beteiligungsmodell.

Modell Sinnvoll ab Vorteil Nachteil
Ad-hoc Charter < 25 Std./Jahr Maximale Flexibilität, kein Kapital gebunden Keine garantierte Verfügbarkeit, Preisschwankungen
Jet Card 25–75 Std./Jahr Planbare Kosten, feste Konditionen Verfallsdaten, eingeschränkte Typen
Fractional Ownership 75–200 Std./Jahr Eigentümerrechte, Steuervorteile möglich Hoher Kapitaleinsatz, Mitentscheider
Eigentum (full ownership) > 200 Std./Jahr Volle Kontrolle, Individualisierung Volle Betriebskosten, Verwaltungsaufwand

Hintergrund: Warum Mallorca im Sommer besonders attraktiv für Private Aviation ist

PMI verzeichnet im Juli und August ein Verkehrsaufkommen, das den Flughafen an seine Kapazitätsgrenzen bringt. Laut verfügbaren Daten wurden 2025 allein im Business-Aviation-Segment 17.593 Movements registriert – und das ist nur ein Bruchteil des Gesamtverkehrs. Die kommerzielle Chaos-Atmosphäre macht den Vorteil des FBO physisch spürbar: Während tausende Passagiere zwei Stunden vor Abflug im Terminal stehen müssen, kannst du 30 Minuten vor dem geplanten Block-off am Vorfeld sein.

Gleichzeitig ist die Insel für Inhaber von Ferienvillen, Yachten oder Zweitwohnsitzen an der Küste eine echte Drehscheibe: Palma ist von Algier in ca. 30 Minuten, von Madrid in ca. 54 Minuten und von London in etwa 2 Stunden 20 Minuten erreichbar. Das macht Mallorca nicht nur zu einem Reiseziel, sondern zu einem realistischen europäischen Wohnsitz mit privatem Luftzugang zu den wichtigsten Wirtschaftszentren.


Häufigste Fehler bei Privatjet und Basierung auf Mallorca

Selbst erfahrene Privatjet-Nutzer machen beim Einstieg in den mallorquinischen Markt vermeidbare Fehler:

Die 6 häufigsten Fehler bei Privatjet und Basierung auf Mallorca

1. Son Bonet für Jet-Operationen einplanen. Die Startbahn von 1.199 m schließt alle Jets kategorisch aus. Wer auf eine Villa in Marratxí schielt und denkt, Son Bonet sei "der nähere Flughafen", muss trotzdem nach PMI.

2. Sommerslots kurzfristig buchen. Im Juli und August sind Departure-Slots am PMI begrenzt. Wer flexibel abreisen will, sollte mit dem Charter-Broker mindestens 24–48 Stunden vorab koordinieren.

3. Steuerliche Struktur des Flugzeug-Holdings nicht vorab klären. Wer ein Flugzeug über eine ausländische Gesellschaft hält und als Steuerresident in Spanien lebt, kann in Probleme mit der AEAT geraten. Vorher prüfen lassen.

4. Unterversicherung. Luftfahrt-Haftpflicht und Kaskoversicherung für ein in Spanien basiertes Flugzeug müssen spanischem und EU-Recht entsprechen. Bestehende ausländische Policen decken das nicht immer ab.

5. MRO-Verfügbarkeit ignorieren. Nicht jeder Flugzeugtyp kann auf Mallorca vor Ort gewartet werden. Wenn für einen größeren Check ein Transferflug nach Barcelona oder auf das Festland nötig ist, entstehen ungeplante Kosten und Ausfallzeiten.

6. Den Unterschied zwischen privatem und kommerziellem Betrieb verwischen. Wer sein Flugzeug gelegentlich an Freunde "vermietet" oder Kosten teilt, kann unwissentlich die Grenze zum AOC-pflichtigen Betrieb überschreiten.


Was kommt danach? Mallorca als Premium-Wohnsitz einrichten

Ein Privatjet ist meist Teil eines größeren Lebensstil-Pakets. Wer die Insel nicht nur bereist, sondern sich niederlässt, muss das gesamte Premium-Umfeld strukturieren: Wohnsitz, Steuerstruktur, Fahrzeuge und Alltagsinfrastruktur.

Einige Anschlussthemen, die viele unserer Leser in Verbindung mit dem Privatjet beschäftigen:

  • Steuerliche Optimierung als Resident: Das Beckham Law kann für Neueinwanderer steuerlich relevant sein, ebenso die IRPF-Abzüge auf den Balearen.
  • Luxusfahrzeuge importieren: Wer neben dem Jet auch ein exklusives Fahrzeug auf die Insel bringt, findet den kompletten Leitfaden unter Luxusauto importieren Mallorca.
  • Residenz beantragen: Die formale Anmeldung als Resident ist Voraussetzung für viele steuerliche Gestaltungen – alles dazu im Residencia-Ratgeber.
  • Umzug organisieren: Wer den gesamten Relocation-Prozess professionell begleiten lassen will, findet einen Überblick unter Relocation Service Mallorca.

Checkliste: Privatjet auf Mallorca basieren

  • PMI als einzigen Jet-fähigen Flughafen der Insel bestätigen
  • FBO und Handling-Anbieter am PMI vergleichen und Vertrag schließen
  • Hangar- oder Außenstellplatz für die konkrete Flugzeugkategorie reservieren
  • EASA-zertifizierten MRO-Partner für den Flugzeugtyp identifizieren
  • Steuerliche Halterstruktur mit spanischem Steuerberater/Fachanwalt prüfen
  • IVA-Vorsteuerabzugsfähigkeit klären (privat vs. kommerziell genutzt)
  • Modelo 720 Meldepflicht prüfen (Auslandsvermögen → Modelo 720)
  • Versicherung (Haftpflicht, Kasko) auf spanische/EU-Konformität prüfen
  • Crew-Verträge und Arbeitsrecht in Spanien (Autonomo oder Anstellung) klären
  • Sommerbetrieb: Slot-Koordination mit Charter-Broker für Juli/August vorausplanen

Fazit

Für Privatjet-Nutzer auf Mallorca ist die Lage klar: PMI ist der einzige funktionale Flughafen für internationale Jet-Operationen. Mit 3.270-m-Startbahn, dediziertem FBO und 17.593 Business-Aviation-Movements im Jahr 2025 ist er gut aufgestellt für alles vom Light Jet bis zum schweren Langstreckenjet. Son Bonet dient der allgemeinen Luftfahrt mit Propellerflugzeugen und ist für Jet-Operationen nicht geeignet.

Charterpreise bewegen sich je nach Strecke und Kategorie zwischen rund 6.500 € (Light Jet Madrid–Palma) und über 42.000 € (Heavy Jet London–Palma one-way). Wer mehr als 75–100 Stunden im Jahr fliegt, sollte die Wirtschaftlichkeit von Fractional Ownership oder einem eigenen Flugzeug durchrechnen – wobei die steuerliche Struktur in Spanien zwingend vorab mit einem spezialisierten Berater abzustimmen ist.

Die gute Nachricht: Mallorca liegt näher an Europa, als viele denken. Mit einem Privatjet ist die Insel kein abgelegenes Refugium mehr, sondern ein vollwertiger Wohnstandort mit direktem Luftzugang zu allen europäischen Wirtschaftszentren.



Offizielle Quellen

Kann ich mit einem Privatjet nach Son Bonet fliegen?
Nur mit Kolbenflugzeugen oder sehr kleinen Turboprops. Die Startbahn in Son Bonet misst 1.199 m und es gibt kein ILS – alle gängigen Business Jets benötigen den PMI mit seiner 3.270-m-Bahn.
Wie lange dauert ein Privatjet von London nach Mallorca?
Ein Light Jet legt die Strecke von ca. 1.700 km in etwa 2 bis 2 Stunden 30 Minuten nonstop zurück. Ein Turboprop benötigt ca. 2 Stunden 45 Minuten bis 3 Stunden.
Was kostet ein Privatjet von München nach Palma?
Marktübliche Indikativpreise für 2026 beginnen bei etwa 9.000 € one-way für einen Light Jet auf dieser Strecke. Für Midsize und Heavy Jets liegen die Preise höher.
Was ist ein FBO und wie läuft die Abfertigung am PMI ab?
Ein FBO (Fixed Base Operator) ist das dedizierte Privatjet-Terminal, getrennt vom kommerziellen Flughafen. Du kommst 20–30 Minuten vor dem Flug an, wirst empfangen, die Grenzkontrolle (bei Nicht-Schengen-Flügen) erfolgt vor Ort, und das Gepäck wird direkt ans Fahrzeug gebracht.
Muss ich ein eigenes Flugzeug registrieren, wenn ich es in Spanien basiere?
Wenn du als Steuerresident in Spanien lebst und das Flugzeug dauerhaft in Spanien stationierst, ist in der Regel eine Eintragung im spanischen Luftfahrzeugregister sowie eine Prüfung der steuerlichen Meldepflichten (u. a. Modelo 720) erforderlich. Lass das individuell von einem spezialisierten Berater prüfen.
Was sind Empty Legs und lohnen sie sich für Mallorca-Flüge?
Empty Legs sind Leerflüge, bei denen ein Jet ohnehin zurückfliegen muss. Auf der Route Mallorca–London können Einsparungen von 30–50 % gegenüber regulären Charterpreisen möglich sein – allerdings mit fixen Zeiten und ohne Umbuchungsflexibilität.
Wie viele Privatjet-Flüge gibt es am PMI jährlich?
Für das Jahr 2025 wurden am PMI 17.593 Business-Aviation-Movements registriert.
Muss ich als Jet-Eigentümer in Spanien ein AOC haben?
Für den rein privaten Betrieb (kein Entgelt, keine Charter-Einnahmen) ist kein AOC erforderlich. Sobald das Flugzeug gegen Entgelt an Dritte überlassen wird, unterliegt der Betrieb der Aufsicht der spanischen AESA und erfordert ein Air Operator Certificate.