Lebenshaltungskosten Mallorca
Lebenshaltungskosten
Vorbelegung: Rechenbeispiele.
Alle vorbelegten Löhne, Ausgaben und das Geburtsdatum sind Rechenbeispiele.
Das Mallorca-Brutto startet mit dem deutschen Beispielbrutto als Vergleichsannahme. Du kannst beide Löhne frei ändern.
Bitte einen Wert eingeben.
Trage den Zusatzbeitrag deiner eigenen Krankenkasse aus deinem Beitragsbescheid ein. Leer ist nicht null; ein bewusst eingegebener Satz 0 ist zulässig.
Die Mallorca-Kosten sind mit den deutschen Eingaben vorbelegt. Wir behaupten kein Preisniveau für Mallorca. Trage ein, was du selbst recherchiert hast; mit der Schaltfläche kannst du deine deutschen Kosten erneut übernehmen.
- Du erhältst in jedem Szenario ganzjährig denselben laufenden, voll steuer- und beitragspflichtigen Geldlohn in allen zwölf Monaten: keine Einmalzahlungen, Sachbezüge, Entgeltumwandlung oder steuerfreien Lohnbestandteile.
- Im deutschen Jahr bist du ganzjährig unbeschränkt steuerpflichtig in Deutschland, gesetzlich kranken- und pflegeversichert sowie in der allgemeinen Renten- und Arbeitslosenversicherung versichert.
- Im spanischen Jahr bist du ganzjährig steuerlich auf den Balearen ansässig und hast eine unbefristete Vollzeitstelle im Régimen General (allgemeines spanisches Sozialversicherungssystem), mit regulärer monatlicher Beitragsmodalität, ohne Überstunden oder besondere Systeme. Deine beitragspflichtige Vergütung ist jeden Monat gleich, einschließlich anteiliger pagas extraordinarias (zusätzlicher Gehaltszahlungen).
- Je Szenario gilt ein Sozialrecht: im deutschen Jahr deutsches, im spanischen Jahr spanisches. Keine Entsendung, kein A1, keine Mehrstaatentätigkeit und kein S1.
- Du bist alleinstehend und kinderlos, hast keine weiteren Einkünfte, keine Kirchensteuerpflicht und keine individuellen Abzüge oder Vergünstigungen.
So nicht beantwortbar
Alle Voraussetzungen bestätigt: Bitte prüfe und bestätige alle Voraussetzungen für beide Szenarien.
Steuer- und Abgabenrechnung VOR individuellen Vergünstigungen: Nicht enthalten sind Kirchensteuer, Behinderten- und Sonderentlastungen, Gewerkschaftsbeiträge, weitere Werbungskosten und andere persönliche Vergünstigungen, insbesondere der balearische Mietabzug für unter 30-Jährige nach Art. 3 bis DL 1/2014.
Die Monatszeile ist der Jahresdurchschnitt nach modellierter Jahressteuer, keine Lohnabrechnung.
Rechtsstand: 1. Januar 2026
Quellen
- § 32a Einkommensteuergesetz (EStG) — Einkommensteuertarif (gesetze-im-internet.de)
- § 9a Einkommensteuergesetz (EStG) — Pauschbeträge für Werbungskosten (gesetze-im-internet.de)
- § 10c Einkommensteuergesetz (EStG) — Sonderausgaben-Pauschbetrag (gesetze-im-internet.de)
- § 32 Einkommensteuergesetz (EStG) — Kinder, Freibeträge für Kinder (gesetze-im-internet.de)
- § 66 Einkommensteuergesetz (EStG) — Höhe des Kindergeldes, Zahlungszeitraum (gesetze-im-internet.de)
- § 4 Solidaritätszuschlaggesetz 1995 — Zuschlagsatz (gesetze-im-internet.de)
- § 3 Solidaritätszuschlaggesetz 1995 — Bemessungsgrundlage und zeitliche Anwendung (gesetze-im-internet.de)
- Ley 35/2006, del IRPF (consolidado) (boe.es)
- Decreto Legislativo 1/2014, texto refundido de tributos cedidos de las Illes Balears (consolidado) (boe.es)
- SGB V, insbesondere §§ 241 und 249 (konsolidierter Gesetzestext) (gesetze-im-internet.de)
- § 1 Pflege-Beitragssatz-Anpassungsverordnung 2025 (PBAV 2025) (gesetze-im-internet.de)
- SGB XI, insbesondere §§ 55 und 58 (konsolidierter Gesetzestext) (gesetze-im-internet.de)
- Bekanntmachung der Rentenversicherungsbeitragssätze für 2026 (RVBeitrSBek 2026) (gesetze-im-internet.de)
- § 341 SGB III – Beitragssatz und Beitragsbemessungsgrenze (gesetze-im-internet.de)
- § 10 EStG – Sonderausgaben (konsolidierter Gesetzestext) (gesetze-im-internet.de)
- Sozialversicherungsrechengrößen-Verordnung 2026 (SVBezGrV 2026) (gesetze-im-internet.de)
- § 20 SGB IV – Aufbringung der Mittel, Übergangsbereich (gesetze-im-internet.de)
- Orden PJC/297/2026, de 30 de marzo (texto inicial, BOE de 31/03/2026) (boe.es)
Diese Berechnung ist eine unverbindliche Orientierung und ersetzt keine steuerliche oder rechtliche Beratung im Einzelfall.
Was bleibt dir auf Mallorca vom Gehalt übrig?
Das hängt fast vollständig an einer Schicht, die man von außen nicht sieht: an Steuern und Sozialversicherungsbeiträgen. Zwei Bruttogehälter in gleicher Höhe führen in Deutschland und auf Mallorca zu unterschiedlichen Nettobeträgen, weil beide Länder anders zugreifen — mit anderen Tarifen, anderen Beitragssätzen und anderen Obergrenzen.
Der Rechner oben vergleicht genau diese Schicht, und zwar nur sie. Er zeigt dir für ein Bruttojahresgehalt, was in Deutschland und was auf Mallorca netto ankommt. Was du danach für Miete, Lebensmittel und alles Weitere ausgibst, trägst du selbst ein — warum wir dir diese Zahlen nicht vorgeben, steht weiter unten offen erklärt.
So wird gerechnet
Auf der deutschen Seite ermittelt der Rechner die Einkommensteuer nach dem Grundtarif und den Solidaritätszuschlag. Dazu kommen die Arbeitnehmeranteile zur Sozialversicherung: Krankenversicherung samt kassenindividuellem Zusatzbeitrag, Pflegeversicherung, Rentenversicherung und Arbeitslosenversicherung. Diese Beiträge werden Monat für Monat berechnet und an den jeweiligen Beitragsbemessungsgrenzen gedeckelt — oberhalb dieser Grenzen steigt der Beitrag nicht weiter, obwohl das Gehalt steigt.
Auf der spanischen Seite steht die IRPF (Impuesto sobre la Renta de las Personas Físicas), die spanische Einkommensteuer. Sie besteht aus einem staatlichen und einem regionalen Teil; der regionale Teil folgt hier dem Tarif der Balearen und weicht damit von anderen spanischen Regionen ab. Dazu kommen die Arbeitnehmerbeiträge zur Seguridad Social, der spanischen Sozialversicherung. Diese Beiträge heißen dort cotización. Berücksichtigt sind der allgemeine Beitrag, der Beitrag zur Arbeitslosenversicherung, der Beitrag zur Berufsausbildung, der MEI (Mecanismo de Equidad Intergeneracional, ein Zusatzbeitrag zur Stabilisierung des Rentensystems) und, sofern das Gehalt darüber liegt, die cotización de solidaridad — ein Solidarbeitrag auf den Gehaltsteil oberhalb der spanischen Höchstbeitragsgrundlage.
Auch Spanien kennt eine Beitragsobergrenze, die base máxima de cotización. Sie liegt anders als die deutschen Bemessungsgrenzen, weshalb sich die Belastung je nach Gehaltshöhe unterschiedlich verschiebt. Wichtig ist die doppelte Wirkung der Beiträge auf beiden Seiten: Sie kosten dich zuerst Geld, senken aber gleichzeitig das zu versteuernde Einkommen. Wer nur die Steuertarife vergleicht, vergleicht deshalb zu wenig — und wer nur die Beitragssätze vergleicht, ebenfalls.
Beide Seiten werden auf dem Rechtsstand 2026 gerechnet. Das Ergebnis ist eine Rechnung vor individuellen Vergünstigungen: ohne Kirchensteuer, ohne Behinderten- oder Sonderentlastungen, ohne über die Pauschale hinausgehende Werbungskosten und ohne den balearischen Mietabzug für unter 30-Jährige. Was du persönlich geltend machen kannst, verschiebt das Ergebnis — in der Regel zu deinen Gunsten.
Für wen der Rechner gilt — und für wen nicht
Ein Steuerrechner ist nur so ehrlich wie der Fall, den er offenlegt. Dieser hier rechnet einen klar umrissenen Standardfall: eine alleinstehende Person ohne Kinder im Alter zwischen 24 und 64 Jahren, die ganzjährig denselben laufenden Geldlohn bezieht — ohne Einmalzahlungen wie Weihnachtsgeld oder Bonus und ohne Sachbezüge wie Dienstwagen.
In Deutschland ist diese Person gesetzlich kranken- und pflegeversichert, in der allgemeinen Renten- und Arbeitslosenversicherung, mit einem Verdienst oberhalb des Übergangsbereichs und unterhalb der Jahresarbeitsentgeltgrenze, also nicht privat versicherungsfähig. Auf Mallorca ist sie unbefristet in Vollzeit beschäftigt, im Régimen General — dem allgemeinen System der spanischen Sozialversicherung für abhängig Beschäftigte — und in monatlicher Beitragsweise gemeldet. Verglichen werden zwei vollständige Kalenderjahre, nicht das Umzugsjahr selbst.
Passt dein Fall nicht in dieses Raster, gibt dir der Rechner bewusst keine Zahl, sondern einen Hinweis mit Verweis. Das betrifft vor allem Rentnerinnen und Rentner, Selbstständige (die in Spanien im Sondersystem für Autónomos beitragspflichtig sind), Nicht-Erwerbstätige und alle, die unter das sogenannte Beckham-Regime fallen, die spanische Sonderbesteuerung für zugezogene Arbeitnehmer. Für diese Gruppen gelten eigene Regeln, und eine Zahl aus dem falschen Modell wäre schlechter als gar keine.
Warum hier keine Miet- und Supermarktpreise stehen
Für Steuern und Sozialabgaben können wir Primärquellen zitieren: Gesetzestexte, amtliche Beitragssätze, veröffentlichte Tarife. Für das Preisniveau auf Mallorca können wir das nicht. Einen regionalen Preisniveau-Index zwischen spanischen Regionen veröffentlicht weder das INE noch Eurostat — es gibt schlicht keine amtliche Zahl, die sagt, ob das Leben auf Mallorca um einen bestimmten Betrag teurer oder günstiger ist als in Deutschland.
Was kursiert, sind Sammlungen nutzergemeldeter Preise. Sie beruhen auf Selbstauskünften ohne kontrollierte Stichprobe, schwanken stark und wirken durch die Nachkommastelle genauer, als sie sind. Wer sein Budget darauf baut, plant mit einer Scheingenauigkeit, die im entscheidenden Moment nicht trägt.
Deshalb sind Miete, Lebensmittel und sonstige Ausgaben in diesem Rechner deine Zahlen. Sie starten mit einem sichtbar gekennzeichneten Rechenbeispiel, das du überschreibst; auf der Mallorca-Seite stehen zunächst deine deutschen Werte — nicht als Aussage über die Insel, sondern als Ausgangspunkt. Recherchiere für deine konkrete Lage: die Miete für die Gemeinde und die Wohnungsgröße, die du tatsächlich suchst, den Einkauf für deine tatsächlichen Gewohnheiten. Das ist der einzige Weg, der zu deiner Situation passt — und er dauert einen Nachmittag, nicht mehr.
Häufige Fehler bei der Budgetplanung
- Saisonale Mietschwankungen unterschätzen. In touristischen Lagen sind Jahresmietverträge in den Sommermonaten knapp, weil Wohnungen kurzfristig vermietet werden. Wer im Winter sucht, sieht ein anderes Angebot als im Juni.
- Den gewohnten Einkaufskorb ungeprüft übernehmen. Vertraute deutsche Marken sind auf der Insel Importware und werden nicht überall geführt. Wer sein Lebensmittelbudget plant, sollte die Preise seines eigenen Korbs vor Ort nachsehen — für die gewohnten Produkte und für die hiesigen Alternativen.
- Stromkosten im Sommer vergessen. Klimaanlagen laufen auf Mallorca über Monate. Wer in Deutschland nie gekühlt hat, hat für diesen Posten keinen Erfahrungswert. Dasselbe gilt für Wasser — zur Anmeldung des Wasseranschlusses gibt es einen eigenen Ratgeber.
- Kaufnebenkosten beim Immobilienkauf ausklammern. Grunderwerbsteuer, Notar, Grundbuch, Anwalt und Gutachten kommen zum Kaufpreis hinzu und werden bei der Finanzierungsplanung regelmäßig übersehen.
- Das lokale Gehaltsniveau überschätzen. Wer vor Ort angestellt arbeitet, verdient nach lokalem Arbeitsmarkt, nicht nach deutschem. Wer sein deutsches Gehalt fortführt, sollte das vertraglich geklärt haben, bevor er umzieht.
- Die Steuerresidenz nach Aufenthaltsdauer nicht bedenken. Ab einem gewissen Aufenthalt im Kalenderjahr wirst du in Spanien steuerlich ansässig — mit Folgen für dein weltweites Einkommen, für die Meldung von Auslandsvermögen (Modelo 720) und dafür, ob statt der Residentenbesteuerung die Nichtresidentensteuer greift.
- Die Krankenversicherung zu spät klären. Der Wechsel vom deutschen ins spanische System braucht Vorlauf. Wer erst nach dem Umzug anfängt, steht unter Umständen wochenlang ohne geregelten Versicherungsschutz da.
Wer auf der Insel eine eigene Immobilie hat, trägt daneben laufende Kosten, die mit dem Gehalt nichts zu tun haben — Grundsteuer, Müllgebühr, Gemeinschaft. Der folgende Rechner schätzt sie für dein Objekt:
Laufende Kosten Mallorca
Erklärung
Katasterwert der gesamten Immobilie, festgesetzt vom Katasteramt und auf dem IBI-Bescheid (Grundsteuerbescheid) zu finden. Ohne festgesetzten Wert gilt eine andere Bemessungsgrundlage nach Art. 85 Ley 35/2006; diesen Fall rechnet der Rechner nicht. Unbekannt ist keine 0.
Erklärung
Jahr, für das gerechnet wird. Es bestimmt den Stichtag 31.12., die geltende Fassung der Steuervorschriften und das Bezugsjahr aller eingetragenen Kosten. Voreingestellt ist das Vorjahr.
Erklärung
Grundsteuer pro Jahr laut Bescheid. Beispiel Palma 2026: 890 € bei 200.000 € base liquidable (Bemessungsgrundlage), ohne Minderung oder Vergünstigung. Der Betrag ändert sich nicht automatisch mit dem Katasterwert.
Erklärung
Eigentümergemeinschaft: monatlicher Beitrag laut beschlossenem Haushalt. Leer bedeutet unbekannt; 0 bedeutet kein eigener Beitrag. Enthaltene Pool-, Garten- und Rücklagenkosten nicht erneut erfassen.
- Zwischensumme der erfassten Kosten
- 2.482,72 €
- IBI (Grundsteuer)
- 890,00 €
- Comunidad de propietarios (Hausgeld)
- Fehlende Angaben: 1 — Comunidad de propietarios (Hausgeld).
Die Mietertragsteuer wird nicht berechnet; dafür ist eine eigene Modelo-210-Erklärung nötig. Siehe D2: Steuer auf Mieteinnahmen.
Rechtsstand: 1. Januar 2023
Diese Berechnung ist eine unverbindliche Orientierung und ersetzt keine steuerliche oder rechtliche Beratung im Einzelfall.
Was nach dem Budget kommt: Behörden und Anmeldung
Wenn die Rechnung trägt, beginnt der formale Teil. Diese Reihenfolge hat sich bewährt, weil jeder Schritt den nächsten voraussetzt:
- NIE-Nummer beantragen — die spanische Ausländeridentifikationsnummer, ohne die praktisch nichts geht.
- Empadronamiento — die Anmeldung im Einwohnerregister deiner Gemeinde.
- Residencia — die Eintragung als EU-Bürger mit Wohnsitz in Spanien.
- Krankenversicherung regeln — über den Arbeitgeber, das öffentliche System oder privat.
- Steuerpflicht prüfen — ab wann du in Spanien als steuerlich ansässig giltst und was das für deine Erklärung bedeutet.
Parallel dazu lohnt ein Blick auf Fahrzeug und Führerschein: Was bei Ummeldung, Zulassung und Versicherung zu beachten ist, steht im Ratgeber zu Auto und Verkehr; die wiederkehrende technische Hauptuntersuchung erklärt der Ratgeber zur ITV auf Mallorca.
Die übrigen Alltagsfragen — Strom und Wasser anmelden, Handyvertrag, Müll, Behördenwege — sammelt der Bereich Wohnen und Alltag.
Checkliste vor dem Umzug
- Arbeitsvertrag prüfen: Wird in Spanien oder in Deutschland abgerechnet, und in welchem Sozialversicherungssystem bist du gemeldet?
- Mieten für die Gemeinde recherchieren, in der du wirklich wohnen willst — nicht für „Mallorca“ als Ganzes.
- Nebenkosten getrennt erfassen: Strom mit Kühlung im Sommer, Wasser, Internet, Gemeinschaftskosten der Wohnanlage.
- Rücklage für die ersten Monate, in denen Kaution, Anmeldung, Möblierung und Behördengänge gleichzeitig anfallen.
- Krankenversicherungsschutz für den Zeitraum zwischen deutschem Austritt und spanischem Beginn lückenlos klären.
- Aufenthaltstage im Kalenderjahr mitschreiben, um die Steuerresidenz sauber belegen zu können.
- Deutsche Verträge prüfen: Kündigungsfristen, Bankverbindung, Meldeadresse, laufende Abos.
- Bestehendes Auslandsvermögen und laufende Einkünfte aus Deutschland auflisten, bevor die erste spanische Steuererklärung ansteht.